Die private Heilanstalt Carlsfeld und der frühe Hans Fallada

Von der Poststation zur Heilanstalt

Unweit der Autobahnausfahrt Halle/Brehna steigt ganz unvermittelt der Landsberg aus der Ebene auf, ein mächtiger Felsen, der von einer romanischen Doppelkapelle gekrönt wird. Nördlich davon liegt, umrahmt von einem Park voller prächtiger alter Gehölze „Carlsfeld“, ein Kliniks-Komplex mit wechselhafter Vergangenheit. Seine Geschichte ist gemessen an dem Alter der Kapelle aus der Zeit der Staufer-Kaiser relativ kurz und dennoch von besonderem Interesse. Die Einrichtung wurde am Beginn des 19. Jahrhunderts als Poststation begründet, der ein Justizrat Carl Vogel einen Gasthof mit Fremdenzimmern und Ausspanne anfügte. Nachdem die Eisenbahn die Postkutsche verdrängt hatte, wurde das Anwesen in eine Darre für die als Kaffee-Ersatz und Heilpflanze dienende Zichorie verwandelt. Ein Dr. Niemeyer kaufte das Grundstück 1862 um eine Heilstätte für Geisteskranke zu errichten. Das Vorhaben konnte jedoch erst Dr. Heinrich Böttger verwirklichen, der das Areal nach Niemeyers frühem Tod 1867 von dessen Witwe erwarb.

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Neuland gewinnen - Die Zukunft in Ostdeutschland gestalten

Neuland gewinnen
Neuland gewinnen
(Cover: Verlag)

Siri Frech, Babette Scurell, Andreas Willisch (Hrg.)

Ch. Links Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-86153-949-0, Klappenbroschur im Lexikonformat,
193 farbige Abbildungen, 271 Seiten, 25,- €

Neuland gewinnen! Hieß das nicht einmal, jungfräulichen Boden unter den Pflug zu nehmen, um ihm Leistung abzuringen, Pionierarbeit also? Das vorliegende, flexible Buch kommt im grünen Gewande daher. Es versammelt in sich solche Hoffnungen auf Entwicklung von ländlichen Räumen und darüber hinaus städtischen Brachen durch Menschen, die sich nicht mit Brüchen oder Behinderungen ihrer Biografien und Lebensräume abfinden wollen. Sie suchen sich Gleichgesinnte, Interessenten und andere Mitmacher, kreieren eine Idee und machen ein Entwicklungsprojekt daraus. Auf Außenstehende mögen ihre Vorhaben wie Träumereien wirken. Scheitern scheint angesagt, passiert auch manchmal, in der Mehrzahl aber nicht.

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Prof. Dr. Christel Taube aus Halle erhält das Verdienstkreuz am Bande

Die 81-jährige Ärztin wird für die herausragenden Verdienste ausgezeichnet, die sie sich als Wissenschaftlerin und Hochschullehrerin um das deutsche Gesundheitswesen und die Ärzteschaft erworben hat. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse finden Ausdruck in 147 Publikationen, 176 Vorträgen und in zwei Patenten. Zudem ist sie Mitautorin eines Lehrbuches der Pharmakologie und Toxikologie. Neben umfangreicher Seminar- und Vorlesungstätigkeit hat sie zahlreiche Diplomarbeiten, Promotionen und eine Habilitationsarbeit betreut. Besonders lag ihr die Förderung des weiblichen Nachwuchses am Herzen. Taube war Mitglied der Ethik-Kommission der Martin-Luther-Universität Halle-Wit-tenberg. Sie engagiert sich als Kulturbotschafterin der Stadt Halle. Seit 2005 ist sie stellvertretende Vorsitzende des von ihr mitgegründeten Gutenberger Kulturvereins Sachsen-Anhalt. Am Landgericht Halle engagiert sie sich als Schöffin.
Auf den Vorschlag der Ärztekammer Sachsen-Anhalt erhielt Prof. Taube die Paracelsus-Medaille der Bundesärztekammer.

| Pi Staatskanzlei (Auszug)

Arthur-Schlossmann-Preis und Ausbildungsstipendien 2018

der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie

Die Sächsisch-Thüringische Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie wird auf ihrer Jahrestagung 2018 in Leipzig den Arthur-Schlossmann-Preis vergeben. Mit dem Preis sollen besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin ausgezeichnet werden. Er besteht aus einer Urkunde und einer finanziellen Zuwendung. Die Arbeit braucht noch nicht veröffentlicht zu sein, doch soll ihre Veröffentlichung möglichst bevorstehen. Die vollständige Ausschreibung finden Sie auf der Homepage der Gesellschaft, www.stgkjm.de.
Bewerber müssen bis zum 31.01.2018 fünf Exemplare ihrer Arbeit bei dem 1. Vorsitzenden der Gesellschaft, Herrn Prof. Dr. Klaus Mohnike, Universitätskinderklinik, Universitätsklinikum Magdeburg, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, einreichen.

Die Sächsisch-Thüringische Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie schreibt fortlaufend bis zu drei Reisestipendien pro Kalenderjahr in Höhe von jeweils bis zu 1.500,00 € aus.
Die Stipendien sollen die Weiterbildung von Assistenten und Fachärzten in den Gebieten und ihren Schwerpunkten sowie fakultativen Weiterbildungen der Kinder- und Jugendmedizin und der Kinderchirurgie in den Ländern der Gesellschaft fördern und werden als Beihilfe zu einer Fortbildungsreise gewährt. Gefördert wird die Teilnahme an Kursen, Seminaren oder Tagungen. Die Veranstaltung soll intensiv Inhalte der Weiterbildungskataloge für Kinder- und Jugendmedizin bzw. Kinderchirurgie und deren Subspezialitäten vermitteln. Hospitationen werden nicht gefördert. Der Stipendiat muss Mitglied der STGKJM sein.

Die Stipendien werden auf Antrag gewährt. Anträge können jederzeit gestellt werden. Die Antragsmodalitäten sind auf der Homepage der Gesellschaft www.stgkjm.de zu finden.

Ars Medicorum Halensium 2018

Titelblatt Kalender: Nils Bergunder „Grönland 1“ (Tiffany-Glastechnik, 2017)

Kunst hallescher Ärzte

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, vielen von Ihnen ist der Kalender „Kunst hallescher Ärzte“ bekannt, nicht wenige hatten ihn Jahr für Jahr am Arbeitsplatz oder in der Wohnung hängen. Nun darf ich Ihnen den neuen Kalender für 2018 empfehlen. Es ist der 17. seit 2002 und damit schon ein wenig Tradition, auf die wir auch etwas stolz sind. Dietmar Augustin zeigt wieder schöne Halle-Bilder, Andreas Köhler ist mit zwei seiner großen ruhigen Bilder in vornehm zurückhaltender Farbigkeit vertreten und Robert R. Flieger mit einer meisterhaften, filigranen Zeichnung. Sie wird eine längere Betrachtung und einiges Nachdenken erfordern! Von Nils Bergunder ist ein Ölgemälde zu sehen und auf der Titelseite eines seiner wunderschönen Glasbilder. Petra Kaltwaßer hat wieder zwei ihrer erstaunlich schönen Assemblagen – Harmonie und Ruhe ausstrahlend – zur Verfügung gestellt. Franz Wolfgang Hirsch konzentrierte sich in den letzten Jahren auf plastische Arbeiten, sein Beitrag sind sehr professionell aus Serpentin gearbeitete Plastiken. Schließlich ist unsere Literatin Barbara Mann mit einem Text über die Meckelsche Sammlung vertreten und zu guter Letzt: Wolfgang Lässig mit einem Scherenschnitt, in einer besonderen Technik, unter Mitverwendung farbiger Papiere (hoffentlich gefällt sie Ihnen) und einem freundlichem Blumenbild. Außerdem erinnert der Kalender an den halleschen Mathematiker Georg Cantor, dessen Todestag sich 2018 zum einhundertsten Mal jährt.

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