In Memoriam - Nachruf für OMR Dr. Eberhard Scheibe

Nachruf für OMR Dr. Eberhard Scheibe(*23.12.1931 – † 17.1.2016)

Auf einer Ferienreise nach Sotschi hatte ich 1962 das Ehepaar Dr. Scheibe kennengelernt. Daraus entstand dann, was in einer Urlaubsbekanntschaft selten der Fall ist, eine lebenslange Freundschaft. Um die Grandeur Eberhard Scheibes zu würdigen, seien Rückblicke in sein Curriculum vitae erlaubt.

Eberhard Scheibe besuchte von 1942 bis 1950 das Friedrichs Gymnasium, die spätere Karl-Marx-Oberschule in Altenburg/Thür., die er als Klassenbester mit dem Abitur abschloss. Von 1950 bis 1955 Medizinstudium in Jena. Es folgten zwei Assistenzarztjahre in verschiedenen Polikliniken, einem NVA-Lazarett und der Univ.-Augenklinik Halle (Saale). 1957 wurde er in Halle zum Dr. med. promoviert. Von 1958 bis 1990, also 42 Jahre (!) leitete Scheibe das Landambulatorium Teuchern. Zusätzlich war er noch seit 1958 Leiter der ambulanten medizinischen Einrichtungen des Kreises Hohenmölsen.

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Jens Förster - Was das Haben mit dem Sein macht

Cover: Jens Förster - Was das Haben mit  dem Sein machtDie neue Psychologie von Konsum und Verzicht

Pattloch Verlag, München 2015, ISBN 978-3-629-13069-3, geb. im Oktavformat, Schutzumschlag, 333 S., € 19,99

Ich bin was ich habe, sagt der Philosoph Jean Paul Sartre 1944 in seinem berühmten Essay „Das Sein und das Nichts“ und stellt damit beide Eigenschaften menschlicher Existenz gleich. Erich Fromm, Philosoph und Psychoanalytiker, nennt 1976 sein wohl bekanntestes Werk „Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft“ und erkennt eine Gegnerschaft zwischen beiden angewandten Begriffen in Form dieser substantivierten Hilfsverben der deutschen Sprache. Dass es dazu eine Menge zu sagen gibt, weist allein schon die umfangreiche Literaturliste des vorliegenden Buches aus. Jens Förster sah sich offensichtlich veranlasst, die grundsätzlichen Gedanken seines großen Vorgängerautors zu hinterfragen, sie unter den Bedingungen der weiterentwickelten Gesellschaft auf praktische Anwendbarkeit hin zu überprüfen. Er ist Professor für Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum.

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Wir gratulieren im Februar

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

02. Februar    Dr. med. Hugo Plate
    Dessau-Roßlau
03. Februar    Dr. med. Barbara Rittrich
    Bernburg (Saale)
06. Februar    Dr. med. Martina Rössler
    Teuchern
07. Februar    Dr. med. Susanne Perpeet-Kasper
    Blankenburg (Harz)
13. Februar    Dr. med. Monika Kekow
    Gommern

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ALICIA PAZ The Garden of Follies - Der Garten der Torheiten

Alicia Paz, Madame Butterfly, 2013
Alicia Paz, Madame Butterfly, 2013

29. November 2015 – 6. März 2016
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

Die sich im „Garten der Torheiten“ abspielenden Paradoxien und Scheinwelten verheimlichen nicht, dass sie durch den Zusammenprall von kunsthistorischen Referenzen und Bildern des Alltags entstanden sind. Alicia Paz’ rätselhafte Frauenfiguren entwickeln daraus eine Melange von Stilmitteln und Motivfragmenten, ein Rollenspiel mit schillernden Identitäten.

Von einem Rausch sinnlicher Exotik eingehüllt, besitzen die Frauen ein multiples Wesen, das es ihnen erlaubt, die Seiten zu wechseln, sich unterschiedlichen Situationen anzupassen. Sie umkreisen übermütig das Leben und treiben Versteckspiel, immer an der Grenze zwischen Illusion und Abgrund. Es ist nicht ablesbar, ob sie in dieses Rollenspiel gezwungen wurden oder auf einem Jahrmarkt der Eitelkeiten ihren Schabernack mit uns treiben. Das Kunstmuseum Magdeburg zeigt in Zusammenarbeit mit der Galerie Dukan (Paris und Leipzig) Alicia Paz’ erste Museumsausstellung in Deutschland. Zahlreiche Werke stammen aus verschiedenen staatlichen und privaten Sammlungen in Frankreich, der Schweiz und Großbritannien. Neben Gemälden und Papierreliefs zeigt Alicia Paz erstmals auch ihre skulpturalen Cut-outs in einer umfassenderen Zusammenschau. Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog.

Alicia Paz (geb. 1967) ist in Mexiko aufgewachsen und hat in Kalifornien, Paris und London studiert. Sie lebt in London.

www.aliciapaz.co.uk
www.kunstmuseum-magdeburg.de
www.galeriedukan.com

| Pi Kunstmuseum
Kloster unser Lieben Frauen