Leserbrief: Jahresrückblick Innere Medizin: Was hat sich 2016 getan?

Leserbrief von Prof. Dr. Frank P. Meyer zum Artikel Jahresrückblick Innere Medizin: Was hat sich 2016 getan? im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 5/2017, S. 17ff

Sehr geehrte Frau Dr. Heinemann-Meerz, im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt (Heft 5/2017) veröffentlichten Sie den „Jahresrückblick Innere Medizin: Was hat sich 2016 getan?“.

Solche zusammenfassenden Berichte sind immer willkommen und vor allem für praktisch tätige Ärzte wichtig, die nicht jeden Tag Zeit haben, in NEJM zu blättern. Trotzdem ist kritisches Lesen angezeigt. Im vorliegenden Rückblick werden die neueren Antidiabetika Liraglutid, Semaglutid und Empagliflozin extrem positiv bewertet: „ … die bemerkenswerten positiven Effekte …“ und „Die modernen Antidiabetika erreichen eine Reduktion der kardiovaskulären Endpunkte, die bisher …. nicht erreichbar war.“ Diese Aussagen relativieren sich, wenn man in der Originalliteratur liest.

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Leserbrief: Der Chirurg und Gynäkologe Paul Bosse

Leserbrief von Dr. Detlev und Ute Stummeyer zum Artikel Der Chirurg und Gynäkologe Paul Bosse im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 3/2017, S. 52f

Die dankenswerte Würdigung Paul Bosses als ehemaliger ltd. Chefarzt des Paul-Gerhardt-Stiftes (1919–1935) zu seinem 70. Todestag durch den jetzigen Ärztlichen Direktor Dr. med. S. David ist keine Selbstverständlichkeit, denn Paul Bosse war in seiner „segensreichen Tätigkeit“ (so der Antrag zur Umbennenung einer Straße nach ihm) in Wittenberg in Vergessenheit geraten, obwohl er 1980 in einem Fernsehfilm noch als „Wohltäter der Stadt“ bezeichnet worden war.

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Wir gratulieren im Mai

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

02. Mai    Dipl.-Med. Anne-Katrin Groß
Staßfurt
05. Mai    Dr. med. Christiane Strobach
Teutschenthal
05. Mai    Dr. med. Christel Schwalbe
Lutherstadt Wittenberg
06. Mai    Dipl.-Med. Sabine Werner
Hessen

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Einladung

Treffen der Studienabgänger von 1967 an der Universität Leipzig 2017

Traditionell findet unser Studienjahrestreffen in diesem Jahr wieder am 2. Oktober statt. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Beendigung unseres Studiums führen wir mit Unterstützung der Medizinischen Fakultät Leipzig zunächst eine Feier im Hörsaal des Zentralen Forschungsgebäudes (Haus C, Medizinisches Forschungszentrum), Liebigstr. 21, durch.

Beginn ist 15.00 Uhr, Einlass ab 14.30 Uhr. Eingebunden in diese Veranstaltung ist die Überreichung der Urkunden zur „Goldenen Promotion“ an diejenigen von uns, die im gleichen Jahr promoviert haben. Ab 18.00 Uhr finden wir uns (wie immer) im Salon des Auerbachs Kellers zum gemütlichen Beisammensein ein. Wir bitten dieses Mal wegen notwendiger Kapazitätsplanung unbedingt um eine Anmeldung (allein oder mit Begleitung, für Feier und/oder Auerbachs Keller) bis zum 30. Juni 2017 an:

PD Dr. Bernd Wiedemann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 0341-2311452 oder 0157-71086018) oder
Dr. Hans-Otto Kluge (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0871-23184 oder 0157-73067645)

Sehen mit geschlossenen Augen - Jawlensky/Rouault

Prinzessin Turandot
Abb. 1: Alexej von Jawlensky: Prinzessin Turandot, 1912, Zentrum Paul Klee, Bern, Leihgabe aus Privat, Foto: Foto-Studio Endrik Lerch

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) 19. März – 25. Juni 2017

Dem Kunstmuseum Moritzburg in Halle ist mit der aktuellen Ausstellung “Sehen mit geschlossenen Augen“ wieder ein großer Wurf gelungen. Zwei Meister der Moderne sind zu sehen, die so in Deutschland wohl noch nie gezeigt wurden. Erstaunlich, dass beide, obwohl zu den ganz Großen gehörig, hierzulande nicht übermäßig bekannt sind, der Franzose Georges Rouault und Alexej von Jawlensky, ein Deutsch-Russe.

Die Moritzburg war vor der unseligen Kulturpolitik des Dritten Reiches im Besitz einer stattlichen Sammlung moderner Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. In den letzten Jahren gab es erfreuliche Bemühungen, diesen Verlust mit einer klugen Ausstellungspolitik etwas auszugleichen. Damit bot sich Gelegenheit, derartige Kunstwerke in Halle zu sehen, die im Osten aufgewachsene Menschen nur als Reproduktionen kannten. Es ist schön, dass es weiter geht, diesmal „Sehen mit geschlossenen Augen“. Dass derartige Ausstellungen viel Mühe machen und einer jahrelangen Vorarbeit bedürfen, ist dem Normal-Besucher oft nicht bewusst. Vier Jahre waren nötig, um 119 Bilder von 40 verschiedenen Kunstsammlungen (Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich) in Halle zu vereinen. Thomas Bauer-Friedrich, dem Direktor des Kunstmuseums, und seinen Mitarbeitern sei dafür gedankt.

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