Wir gratulieren im September

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. September Dr. med. Ralf Gröger
Halle (Saale)
01. September Dipl.-Med. Dorothea Wehnert
Halle (Saale)
04. September Dr. med. Wolf-Rüdiger Guschall
Lostau
06. September Dr. med. Angela Bürger
Teuchern
07. September Dr. med. Frank Bölsche
Lostau

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Wir trauern um unsere verstorbenen Kolleginnen und Kollegen

Foto: fotolia/ © Christian Jung
Foto: fotolia/ © Christian Jung

Wilhelm Krutzsch
Bitterfeld-Wolfen
(26.04.1941 – 20.10.2014)

Dr. med. Günter Weber
Haldensleben
(28.03.1920 – 07.05.2015)

Dr. med. Gabriele Triebkorn
Jena
(12.10.1968 – 19.06.2015)

SR Dieter Seidel
Bitterfeld-Wolfen
(30.06.1931 – 23.08.2015)

SR Dr. med. Horst Grochulla
Gardelegen
(10.06.1935 – 20.09.2015)

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Thea Dorn - Die Unglückseligen

Thea Dorn - Die UnglückseligenRoman. Knaus Verlag München 2016, ISBN 978-3-8135-0589-6,
gebunden mit Schutzumschlag, Oktavformat, 552 Seiten, 24,99 €

Unverbürgt, aber auch nicht tot zu kriegen ist der dem Alten Fritz in den Mund gelegte Ausruf: Hunde (Racker), wollt ihr ewig leben! Er soll ihn 1757 in Böhmen angesichts der sich anbahnenden Niederlage in der Schlacht von Kolin seinen zurückweichenden Grenadieren entgegen geschleudert haben!

Ganz anders die Intention der Hauptfigur dieses Romans, der Stammzellforscherin Johanna Mawet. Die leibliche Unsterblichkeit ist das Thema der Schriftstellerin und Philosophin Thea Dorn und ihrer Romanfigur Johanna. Sie macht diese Art der Unvergänglichkeit in ihrem neuesten Werk zum Lebensprojekt der Wissenschaftlerin. Diese hat sich das ehrgeizige Forschungsziel gestellt, alle Körperzellen des Menschen mit bisher nicht vorhandenen Regenerationspotenzen genmanipulatorisch aufzurüsten, die Zellalterung abzuschaffen und so den Weg zur Unsterblichkeit zu ebnen. Da sie in ihrem renommierten Forschungsinstitut am Fuße der deutschen Alpen nicht mit embryonalen Stammzellen arbeiten darf, lässt sie sich zu Forschungsaufenthalten im nordamerikanischen Dark Harbor freistellen. Dort kollidiert ihre Biographie mit einem sie faszinierenden Kerl unbestimmten Alters und seltsam zeitlosen Aussehens in Form des Hilfsarbeiters John William Knight, dem sie sich mehr oder weniger verschreibt. Sie beabsichtigt, ihn zu Ihrem Forschungsobjekt zu machen. Es handelt sich, wie sie bald feststellt, um den 1776 geborenen Pastorensohn und Physiker Johannes Wilhelm Ritter, einst tätig an den Universitäten Jena und München, mit wissenschaftlicher Reputation auf dem Gebiet der Elektrizität, insbesondere des Galvanismus. Ihm ist realiter u. a. die Entdeckung der UV-Strahlung und die Entwicklung des stromspeichernden Akkus zu verdanken. Goethe, Herder, Novalis und die ganze Phalanx der Romantiker gehörten zu seinen Kreisen, von Thea Dorn nicht immer mit der gebührenden Ehrfurcht bedacht.

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Leserbrief: Ärztekammer ist die Standesvertretung aller Ärzte

Leserbrief zum Thema „Ärztekammer ist die Standesvertretung aller Ärzte“
von Dr. Matthias Krüger, Magdeburg zu den Leserbriefen von Dr. Walter Kraus, Halberstadt, im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 6/2016, S. 41 und Dr. Ilja Karl, Kalbe/M., Heft 7-8/2016, S. 46

Kollegen Kraus und Karl ist zuzustimmen. Es gibt eine ganze Reihe von medizinischen Berufs-, Standes- und Fachverbänden, welche sich für die Belange der einzelnen Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Grundsätzlich kann man aber nur gewählt werden, wenn man sich zu einer Wahl aufstellen lässt.

Hier ist scheinbar schon die erste Hürde. Ist dies erfolgt, dann entscheidet das ganz normale demokratische Wahlprocedere über die Zusammensetzung der Kammer. Dies ist neben demographischen Faktoren (die Gesellschaft wird immer älter) auch von der damit verbundenen Wahlbeteiligung abhängig. Wer nicht wählt und seinen Favoriten die Stimme gibt, darf sich nicht darüber beklagen, wenn er nicht ausreichend vertreten ist. Eine Art Quote in der Zusammensetzung der Ärztekammer könnte hier ggf. Abhilfe schaffen. Aber, welche Quote denn? Niedergelassen vs. Angestellte, Chirurg vs. Internist, Jung vs. Alt usw. Eine Quote führt nicht weiter!

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Leserbrief: Bundeseinheitlicher Medikationsplan

Leserbrief von Prof. Dr. Frank P. Meyer zum Artikel „Bundeseinheitlicher Medikationsplan nach § 31a SGB V“ im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 7-8/2016, S. 47

Sehr geehrte Frau Dr. Heinemann-Meerz,

in den „Aktuellen Themen“ haben Sie dankenswerter Weise einen Text der Bundesärztekammer zum „Bundeseinheitlichen Medikationsplan“ aufgenommen, der an alle Beteiligten hohe Anforderungen stellen wird – so er denn Patienten freundlich und Patienten sicher gestaltet werden sollte.

Wie so oft, steckt auch hier der Teufel im Detail und zwar in der Abbildung 1, in der Rudolf Testmann (57 Jahre) unter anderem ärztlich verordnet Simvastatin und als Selbstmedikation Johanniskraut einnimmt. Da Johanniskraut (Hypericum perforatum) sowohl verschiedene Cytochrom-P 450-Enzyme als auch sogenannte Exportpumpen induziert, wird Simvastatin beschleunigt biotransformiert und ausgeschieden. Da hilft es auch nicht, dass Johanniskraut morgens und Simvastatin abends eingenommen werden soll, da Hypericin eine Halbwertszeit von etwa 24 (bis 48) Stunden hat.

Da Johanniskraut also ein risikoreiches – weil „interaktionsfreudiges“ – Phytopharmakon ist, forderte der Berliner Klinische Pharmakologe Prof. Roots schon im Jahr 2000, Johanniskrautextrakte der Rezeptpflicht zu unterstellen, damit riskante Selbstbehandlungen verhindert werden können.

Unsere Gesundheitspolitiker haben sich damals für die Pharmaindustrie und gegen die Patienten entschieden – quod erat demonstrandum anno 2016.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Frank P. Meyer
Wanzleben-Börde