Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde: Die Geschichte der BienenRoman, aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein
btb Verlagsgruppe Random House, München 2017, 6. Auflage, ISBN 978-3-442-75684-1,
gebunden mit Schutzumschlag, Oktavformat, 508 Seiten, 20,- €

Ein trockener sachlicher Titel und das irritierende Bild auf dem Umschlag, das eine offensichtlich tote Honigbiene mit kaputtem Flügel zeigt, fängt den Blick des Betrachters. Maja Lunde, bisher als Drehbuchautorin und Schriftstellerin für Kinder- und Jugendliteratur bekannt, legt hier ihren ersten Roman vor. Der Titel des Buches tut so, als ob es umfassend über den historischen Weg dieser uns mehr oder weniger vertrauten geflügelten Art und ihren Platz in unserer Kultur informieren wollte. Aber das in einem Roman?

Maja Lundes Buch erzählt von der intensiven Beschäftigung von Menschen mit Honigbienen und ihrer Stellung in Wirtschaft und Gesellschaft. Man sollte deshalb wohl ein Sachbuch erwarten. In der Tat spielen Sachinformationen darin eine stützende Rolle. Aber es ist mehr. Es ist die Erzählung von drei Menschenschicksalen in Zusammenhang mit Bienen in unterschiedlichen geografischen Regionen und historischen Epochen. Die Protagonisten treten als Ich-Erzähler unter ihrem Vornamen auf, der jede der Buchseiten mit einer Art Unterschrift markiert. Kapitelüberschriften gibt es sonst nicht. Ihre Geschichten erzählen sie in jeweils relativ kurzen Abschnitten, die in lockerer Folge einander abwechseln und so miteinander chronologisch vermischt werden. An diese Art der Darbietung des Stoffs muss sich der Leser erst einmal gewöhnen, mag aber bald deren Kurzweiligkeit zu schätzen wissen.

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Wir gratulieren im August

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

02. August Dipl.-Med. Hella Stieglitz
Sangerhausen
04. August Dr. med. Ullrich Teubener
Zeitz
08. August Claudia-Christine Gerdts-Müller
Lostau
08. August Dr. med. Marianne Holtfoth
Gardelegen
11. August Dr. med. Uwe Ransdorf
Halle (Saale)

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Der konservative Impuls – Wandel als Verlusterfahrung

Peter Waldmann Der konservative Impuls"The past is never dead. It is not even past". (Das Vergangene ist nicht tot. Es ist nicht einmal vergangen). Mit diesem Ausspruch William Faulkners überschreibt der Autor sein Buch. Für einen mit der Geschichte arbeitenden Schriftsteller ist das ein ziemlich passendes Zitat. Der eigentliche Buchtitel offenbart in sich eine gewisse Spannung. Steht doch der Begriff des Konservativen gemeinhin für das Festhalten an Bewährtem, an der Tradition, mit der Versuchung zur schönenden Rückschau. Unter dem Begriff des Impulses dagegen versteht man mehr den Anstoß, die Anregung – Vokabeln des Fortschritts. Der Wandel und die Verlusterfahrung aus dem Untertitel verstärken das Spannungsgefühl noch.

Nach seinem aktiven Schaffen in der soziologischen Forschung mit einem gewissen Fokus auf Gewalt und Terrorismus und nach dem Ausscheiden aus den universitären Verpflichtungen ist Waldmann der Wissenschaft treu geblieben, insbesondere auf dem Feld der Entwicklungs- und Modernisierungstheorien. Er kann auf einen reichen Fundus eigener Untersuchungen zurückgreifen. In der vorgelegten Monografie geht er u. a. auf die Umbrüche im Spanien der 30er Jahre mit nachfolgender Franco-Diktatur, auf die Entwicklung in Perons Argentinien, die Gründe für den baskischen Separatismus, die foudroyante Industrialisierung Südkoreas nach Ende der japanischen Okkupation und Krieg sowie auf die Probleme mit der islamischen Migration in Europa ein. Klammer für dieses breit gefächerte Untersuchungsspektrum ist die These: Ein radikaler sozioökonomischer Wandel führt zur ambivalenten Reaktion des konservativen Impulses, der die weitere Entwicklung bremsen, fördern oder auch voraussetzen kann. Das Beharren auf traditionellen Lebensformen muss in der Situation des radikalen Umbruchs nicht nachteilig wirken. Es kann Impulse zur Überwindung des gefährdenden Zustandes erzeugen. Diesem Phänomen und seinen Bedingungen ist das Buch gewidmet mit höchst interessanten und z. T. überraschenden Einblicken. In solcher Situation trifft der Beifall breiter Bevölkerungskreise meist auf den Widerstand von Gruppen, die sich als künftige Modernisierungsverlierer sehen. Die Gesellschaft spaltet sich in gegensätzliche Lager auf, in die Festhalter und die Fortschrittlichen. Das gilt für die individuelle Situation Einzelner in gleicher Weise wie für Familien, Gruppen und ganze Gesellschaften. Wie soll diese Konfrontation kompensiert werden?

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Wir gratulieren im Juni und Juli

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

03. Juni Dr. med. Angelika Schaulat
Magdeburg
04. Juni Dipl.-Med. Sieglind Brand
Quedlinburg
05. Juni Dr. med. Thomas Büchel
Lutherstadt Eisleben
09. Juni Dipl.-Med. Angelika Schönijahn
Havelberg
10. Juni Prof. Dr. med. Thomas Wertgen
Havelberg

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Seht, da ist der Mensch – Kunstausstellung zum Reformationsjubiläum 2017 23. Mai bis 5. November 2017

im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg

Mit SEHT, da ist DER MENSCH zeigt das Kunstmuseum Magdeburg anlässlich des 500. Reformationsjubiläums 2017 eine umfangreiche Ausstellung zeitgenössischer Kunst, deren Fokus auf das Bild des Menschen in unserer Zeit gerichtet ist.

Die Visualisierung menschlicher Existenz ist in der Gegenwart Zeugnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem neuen Bild des Menschen, wie es seit der Reformation Verbreitung gefunden hat. Gerade vor dem Hintergrund der Migrations- und Flüchtlingsdebatte, von überregionalen Kriegen und weltweiten Krisen-szenarien gewinnt die Frage nach dem Verbindenden im Menschenbild der unterschiedlichen Religionen und Kulturen, die Frage nach dem Menschen an sich, eine neue Dimension. Dazu gehören Facetten seines Wesens, zu dem Verletzlichkeit, Brutalität, Neugier, Verzweiflung, Mut oder Nächstenliebe gehören. Es gibt aber auch das Unbewusste, Unaussprechliche, Geheimnisvolle der Existenz.
Die Auswahl der ausgestellten Werke schlägt einen weiten geografischen Bogen von Südamerika über Europa bis nach Afrika. Da sind Elizabeth Peytons kleinformatige sensible Portraits in Aquarell oder Öl, die sie aus einem medialen Universum von Prominenten, Musikern, Künstlern und Freunden auswählt oder die gleichsam entrückt wirkenden Portraitfotografien Jitka Hanzlovás sowie die Portraitserie von Hans-Wulf Kunze, die das Fragile der Jugendlichen am Übergang zum Erwachsenwerden zeigt.

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