„Verstehen wir uns?“

Leserbrief von Prof. Dr. Frank P. Meyer zum Editorial von Dipl.-Med. H. Thurow im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt,
Heft 6/2015, S. 5

Sehr geehrte Frau Dr. Heinemann-Meerz,

dem Editorial „Verstehen wir uns?“ im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 2015; 26/6: 5 kann man zustimmen, insofern es um Sprachprobleme ausländischer Ärzte in Deutschland geht. Dieser spezielle Aspekt ist ohne Weiteres zu verallgemeinern, wenn man an Goethe in „Eigenes und Angeeignetes“ (1821) denkt: „Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen“.

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Daniel Schreiber - Nüchtern - Über das Trinken und das Glück

Daniel Schreiber Nüchtern  Über das Trinken und das Glück  Hanser Verlag Berlin 2014, ISBN 978-3-446-24650-8,  gebunden im Oktav-Format m. Schutzumschlag, 159 S., € 16,90Hanser Verlag Berlin 2014, ISBN 978-3-446-24650-8,
gebunden im Oktav-Format m. Schutzumschlag, 159 S., € 16,90

„Es ist immer einfacher, sich an den Anfang einer Liebe zu erinnern als an ihr Ende.“ So beginnt Daniel Schreiber seine Monographie zu den Daten seines  Lebens mit dem Alkohol. Rückblickend aus dem Zustand anhaltender Nüchternheit war es ein vom Trinken bestimmtes Leben, gerade eben noch vor dem eines auffälligen Alkoholikers aber doch schon eines sozial noch funktionierenden Trinkers, zwischen schlechter Gewohnheit und ausgeprägter Krankheit, in der Sackgasse der Abhängigkeit.

Das auch für Genießer mit Anspruch auf funktionierende Eigenkontrolle lesenswerte Büchlein strukturiert der Autor in 11 Kapitel, u. a. mit Themen wie: Verluste im Inneren, Arbeit am Stigma, Allein unter Trinkenden, Das gelebte Leben. Den Stoff entnimmt der noch relativ junge Publizist und Journalist (*1977) seinem eigenen Erleben bzw. Erleiden und bietet ihn offen an. Rückblickend habe er seine Abhängigkeit als eine Krankheit erkannt, die ihrem Wirt sagt, dass er sie nicht habe. Da helfe auch ein hoher Bildungsgrad nicht zu besserer Erkenntnis. In Deutschland werde einfach mehr getrunken als anderswo. Es seien 12,1 Liter reinen Alkohols jährlich pro Person, was bildlich eine Badewanne voller Bier, Wein und Spirituosen im Mix bedeute. Nur Wenige schafften es, allein aus diesem Pool zu steigen. Man sollte wissen, dass eingeschriebene schlechte Gewohnheiten vom Hirn nicht gelöscht, bestenfalls durch "gute" überschrieben werden können. Sie resultieren als  Effizienzvorteil aus der Evolution.

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Wir gratulieren im September

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

02. September    PD Dr. med. habil. Hubert Gufler
    Jena
03. September    Dr. med. Petra Kaltwaßer
    Halle (Saale)
04. September    Dipl.-Med. Brunhilde Paulick
    Aschersleben
05. September    Dipl.-Med. Ricarda Scharfe
    Sangerhausen
06. September    Dr. med. Angelika Scholz
    Wanzleben-Börde

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