Das Leben ist sicherlich immer Gabe und Aufgabe zugleich.

Unter diesem Leitsatz ist der bisherige berufliche und persönliche Weg von Prof. Dr. med. habil. Z. Halloul mit der Verleihung der apl-Professur am 10.12.2015 durch den Rektor der hiesigen Alma mater Herrn Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljahn als wichtiger Meilenstein gewürdigt worden.

Die Etappen auf diesem Weg sind gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion eine Reflexion der Vergangenheit mit Visionen für die Zukunft.

Sein Weg begann vor 31 Jahren in Arabien, genauer gesagt in Syrien, wo er als Christ ins Abendland aufgebrochen war und angekommen ist als Ausländer in der damaligen DDR. Hier startete er seinen eigenen Weg in der Medizin. Er bestritt die Etappen der Facharztausbildung für Chirurgie, der Subspezialisierungen für Viszeral- und Gefäßchirurgie, der Zusatzqualifikation Phlebologie, promovierte und habilitierte. Unterstützung, Förderung und letztendlich Integration erfuhr er durch viele Wegbegleiter und Förderer. So wurden die Professoren Peter Heinrich und Hans Lippert zu seinen Klinikchefs, Prof. Winfried Wagemann zu seinem Doktorvater und Fachmentor und Prof. Thomas Bürger, als Abteilungsleiter der Gefäßchirurgie, neben vielen anderen zu ständigen Begleitern und Ratgebern. Mit ihnen konnte Prof. Halloul wachsen und seine Arbeit zum Wohle des Patienten wahrnehmen. Als besondere Gabe und Aufgabe erwies sich auf dem weiteren Weg das Fachgebiet der Gefäßchirurgie. Diese Leidenschaft glüht nicht nur in der eigenen Klinik als Abteilungsleiter, sondern auch in der interdisziplinären Arbeit im Gefäßzentrum, in der Gremienarbeit in der Prüfungs- und Qualitätssicherungskommission der Gefäßchirurgie bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, bei wissenschaftlichen Vorträgen auf Symposien, bei Weiterbildungen oder studentischer Lehrtätigkeit. Und trotz allen Verpflichtungen bleibt er unermüdlich Arzt für seine Patienten.

Zurückblickend auf 31 Jahre voller Ereignisse, mit geraden und kurvigen Wegstrecken, ist Prof. Halloul auf seiner „Reise“ angekommen. Die arabischen Wurzeln sind nach Deutschland ausgeschlagen und er lebt mit seiner Familie den Alltag mit seinen „deutschen“ Eigenheiten und Vorzügen. Die Gefäßchirurgie und die Heimat sind bei jedem Herzschlag dabei. Diese Leistung ist ein großes Privileg.

Anja Rappe, Mitarbeiterin der Abteilung für Gefäßchirurgie

Korrespondenzanschrift:
Anja Rappe
Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und
Gefäßchirurgie Fachbereich Gefäßchirurgie
Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg
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