Leserbrief von Dr. Ilja Karl, Kalbe/M. zum Leserbrief zur Ärztekammerwahl 2016 von Dr. Walter Kraus, Halberstadt, im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 6/2016, S. 41

Herr Kraus ist mit seinen Bedenken nicht allein. Die Ärztekammer ist die Standesvertretung von Ärzten und nicht die von Hausärzten, von Niedergelassenen oder nur die von Angestellten.

Hausärzte haben den Hausärzteverband und die KV, Niedergelassene die KV und Angestellte z. B. den Marburger Bund, um ihre Interessen zu vertreten. In der Kammer sollten solche Grenzziehungen keine Rolle spielen.
Ob das Engagement z. B. des Hausärzteverbandes im Wahlkampf zur Wahl der Kammerversammlung sich irgendwann einmal positiv für die Belange der Hausärzte auswirkt, wird sich zeigen. Der Integration ärztlicher Interessenvertretung hat dies sicher nicht genutzt.

Zudem wäre es wünschenswert, wenn sich Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung in der Kammer engagieren würden, geht es doch mindestens bei der Weiterbildung im Kern um deren Belange.

Die nächste Wahl kommt bestimmt. Vielleicht finden sich dann Listen über die Sektoren- und Fachgebietsgrenzen hinweg.

Dr. med. Ilja Karl
Hausarzt
Kalbe /M.