Mediziner & MalereiAm 2. Juni 2018 fand an ihrem Ursprungsort Köthen zum 30-jährigen Jubiläum die feierliche Eröffnung der 18. Ausstellung in Anwesenheit von annähernd 200 Gästen statt. In einer Gesprächsrunde wurden unter Moderation von Frau Prof. Dr. Uta Seewald- Heeg vom Initiator der Interessengemeinschaft, Dr. Peter Erdmenger, Dr. Peter Bretschneider und der ehemaligen Leiterin des Historischen Museums Köthen Erinnerungen an die Entwicklung wachgerufen. Demnach fanden in zweijährlichem Abstand Ausstellungen in Berlin, Leipzig, Torgau, Schwedt, Haldensleben sowie nach Grenzöffnung in Springe/Deister, Gütersloh, Mannheim, Schwetzingen, Neustadt an der Weinstraße, Hannover, Hamburg und Soest statt. Insgesamt finden sich 250 Namen von ausstellenden Medizinern in den Katalogen.

Die Bandbreite der etwa 160 hier ausgestellten Objekte von 39 Ausstellenden umfasst neben unterschiedlichen Techniken der Malerei sowohl Grafiken, Zeichnungen, Fotografien als auch Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien. Ein Blick in die Kataloge, wie auch in die heutige Ausstellung, widerspiegelt ein weites thematisches und stilistisches Spektrum der Exponate. Neben teils höchsten künstlerischen Ansprüchen gibt es die reine Freude am Mischen der Farben zu bestaunen. Man findet Reflexionen zu Erlebtem, Allegorien, Portraits und Tierdarstellungen, am häufigsten jedoch Imaginationen von Reiseerlebnissen. Während surrealistische Arbeiten gelegentlich auftauchen, sind gegenstandslose Malerei die Ausnahme, jedoch abstrahierende Tendenzen häufiger vertreten. Realistische Formen und reichlich Farbe dominieren die ausgestellte Malerei mit Öl, Acryl oder Pastell. Treffender als die Präsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt im Geleitwort zum Katalog der Ausstellung kann man nicht einladen: „Ich würde mich freuen, wenn die Ausstellung Ihr Interesse weckt.“

Prof. Dr. Dr. Sigurd Schulz
Halle (Saale)

Foto: Dr. med. Peter Erdmenger