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Fachbeitrag
Critical Incident Reporting System (CIRS)-Fall

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Schnelle Hilfe aus der Luft gewinnt weiter an Bedeutung
Jahresbilanz 2025 der DRF Luftrettung
Medizin & Recht
Anspruch auf kostenfreie Erstkopie der Behandlungsakte
Icon stilisierte Spitze eines Füllfederhalters

Editorial des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt

Prof. Gunther Gosch (Foto: Peter Gercke)

Dr. med. Petra Bubel
(Foto: Peter Gercke)

Verlässliche Perspektiven sind notwendig
Zukunft des Gesundheitswesens

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die gesundheitspolitischen Entwicklungen auf Bundesebene geben derzeit Anlass zu erhöhter Aufmerksamkeit – und, das will ich nicht verhehlen, auch zu wachsender Sorge. Offenbar wird in Berlin erwogen, das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in wesentlichen Teilen rückabzuwickeln. Damit stünde erneut eine Regelung zur Disposition, die in den vergangenen Jahren spürbare Effekte in der vertragsärztlichen Versorgung entfaltet hat. Planungssicherheit sieht anders aus.

Gleichzeitig befindet sich das Krankenhausreform-anpassungsgesetz weiterhin in der Schwebe. Wann es verabschiedet werden kann, ist unklar. Nicht nur für die Krankenhäuser bedeutet dies anhaltende Unsicherheit hinsichtlich struktureller, finanzieller und versorgungsrelevanter Rahmenbedingungen. Gerade in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt sind verlässliche Perspektiven jedoch unverzichtbar.

Parallel dazu führt das Bundesministerium für Gesundheit Fachgespräche zur Einführung eines Primärversorgungssystems. Rund 30 Verbände sind beteiligt. Nach einem Auftaktgespräch mit der Bundesministerin und einem weiteren Fachgespräch am 19. Februar wird die Diskussion weiter fortgesetzt; mindestens ein weiteres Fachgespräch ist geplant. Ein Referentenentwurf könnte noch vor der parlamentarischen Sommerpause vorgelegt werden. Vorgeschaltet werden soll ein Digitalgesetz, das die strukturellen Veränderungen flankieren soll.

Verlässliche Perspektiven sind notwendig
Zukunft des Gesundheitswesens

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die gesundheitspolitischen Entwicklungen auf Bundesebene geben derzeit Anlass zu erhöhter Aufmerksamkeit – und, das will ich nicht verhehlen, auch zu wachsender Sorge. Offenbar wird in Berlin erwogen, das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in wesentlichen Teilen rückabzuwickeln. Damit stünde erneut eine Regelung zur Disposition, die in den vergangenen Jahren spürbare Effekte in der vertragsärztlichen Versorgung entfaltet hat. Planungssicherheit sieht anders aus.

Gleichzeitig befindet sich das Krankenhausreformanpassungsgesetz weiterhin in der Schwebe. Wann es verabschiedet werden kann, ist unklar. Nicht nur für die Krankenhäuser bedeutet dies anhaltende Unsicherheit hinsichtlich struktureller, finanzieller und versorgungsrelevanter Rahmenbedingungen. Gerade in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt sind verlässliche Perspektiven jedoch unverzichtbar. ..

Portrait Prof. Gunther Gosch (Foto: Peter Gercke)
(Foto: Peter Gercke)
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      ÄB 2026/04
      Am 25. postoperativen Tag erfolgt die Rückverlegung eines Patienten nach einem thoraxchirurgischen Eingriff mit septischem Krankheitsbild auf die Intensivstation. Ursächlich für die Verschlechterung seines Zustandes ist eine katheterassoziierte Sepsis durch einen bereits seit 25 Tagen liegenden zentralen Venenkatheter.
      ÄB 2025/03

      Etwa 50 % der Patienten mit Depression erleben trotz Behandlung einen Rückfall. Die ORAKEL-Studie in Magdeburg testet, ob multimodale Audio-/Videoanalysen die Früherkennung dieser Rückfälle verbessern. Über einen Zeitraum von 48 Wochen werden sechs ärztlich-psychologische Verlaufsuntersuchungen durchgeführt, bei denen parallel Sprach-, Mimik- und Vitalparameter erfasst werden. Künstliche Intelligenz (KI) Modelle sollen entwickelt werden, die Veränderungen erkennen, die sich leicht dem ärztlichen Blick entziehen – zur intelligenten Unterstützung, nicht zum Ersatz der klinischen Beurteilung.

      ÄB 2025/0102

      Die sekundäre Mitralklappeninsuffizienz (SMI) stellt eine relevante prognostische Determinante bei Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz dar. Neben der optimierten Pharmakotherapie kommen zunehmend katheterbasierte Verfahren zum Einsatz. Das CARILLON®-System ermöglicht eine indirekte Mitralannuloplastie über den Koronarsinus.

      ÄB 2025/11

      Das Pankreaskarzinom zählt zu den Tumorentitäten mit weiterhin steigender Inzidenz weltweit. Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnostik und Therapie ist die Prognose nach wie vor schlecht. Im Jahr 2020 entfielen etwa 2,6 % aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen und 4,7 % aller Krebstodesfälle auf das Pankreaskarzinom, womit es zu den sieben häufigsten tumorbedingten Todesursachen zählt (1).

      ÄB 2025/10
      Die zunehmende Ablagerung des Hydroxyapatits in der Media führt, neben einigen anderen pathologischen Veränderungen, wie erhöhte Ablagerung des Typ I und III Kollagens, vermehrte Brückenbildung (cross-linking) zwischen Kollagen und den AGEs, Zerstörung der extrazellulären Matrix durch Aktivierung der Metallproteinasen, zu einer zunehmenden Versteifung der Gefäßwand. Bei gleichzeitigem Vorliegen der Arteriosklerose wird ebenfalls die positive Remodellierung der Gefäßwand beeinträchtigt und dadurch die Kompensationsmöglichkeit bei stenotischen Veränderungen eingeschränkt. 
      ÄB 2025/09
      Arthrosen in den Gelenken der unteren Extremitäten sind häufig und stellen einen wichtigen sozioökonomischen Faktor dar (1). Ihr negativer Einfluss auf die Lebensqualität ist maßgeblich durch möglich assoziierte Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, gestörtes Gangbild und verkürzte Gehstrecke bedingt. Im Gegensatz zu Arthrose am Hüft- und Kniegelenk entsteht die Arthrose im oberen Sprunggelenk (OSG) in rund 75 % der Fälle posttraumatisch.
      ÄB 2025/0708
      Post-COVID ist eine chronische Multisystemerkrankung, die nach einer Infektion mit dem Severe Acute Respiratory Syndrome Corona Virus 2 (SARS-CoV-2) auftritt. Die vorausgehende SARS-CoV-2-Infektion verläuft dabei völlig asymptomatisch bis schwer (National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine et al. 2024). Nach Abklingen der akuten Infektionsphase von vier Wochen bestehen die Beschwerden fort oder es treten neue Beschwerden auf. Die Beschwerden bestehen mindestens drei Monate und sind nicht durch eine andere Erkrankung erklärba.
      ÄB 2025/06

      Ein 15-jähriger Jugendlicher kommt alle drei Wochen auf die Tagesstation des Universitätsklinikums Halle (Saale), um eine Bluttransfusion zu erhalten. Er hat eine homozygote Beta-Thalassämie. Trotz täglicher Einnahme eines Eisenchelatbildners sind – ohne zusätzliche Maßnahmen – eine Eisenüberladung und, damit verbunden, Leberfunktionsstörungen, eine Herzinsuffizienz und endokrine Ausfälle im jungen bis mittleren Erwachsenenalter vorprogrammiert. Der Junge hat kein HLA-identisches, gesundes Geschwister, aber die Fremdspendersuche identifiziert eine/n an 10 von 10 HLA-Genorten passende/n Fremdspender/in.

      ÄB 2025/05

      Die Prävalenz der PAVK entspricht einer Volkskrankheit, wie in der Get-ABI-Studie gezeigt werden konnte (1). Die Häufigkeit lag in dieser Studie bei den > 65-Jährigen zwischen 11,5 % bei den Frauen und 20,9 % bei den Männern. Patienten mit einem ABI < 0,9 wurden als PAVK-Patienten klassifiziert, von denen viele noch asymp­tomatisch waren. Auch diese hatten jedoch ein signifikantes erhöhtes Risiko für schwerwiegende vaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle (2).

      ÄB 04/2025

      In regelmäßiger Folge möchte der Ausschuss Qualitätssicherung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt auf sicherheitsrelevante Ereignisse hinweisen, die dem interprofessionellen und interdisziplinären Lernen dienen.

      Der berichtete Fall „Übernahme der Medikation bei unklarer Indikationslage“ wurde dem Netzwerk CIRS Berlin als regionalem Berichts- und Lernsystem für Berliner und Brandenburger Krankenhäuser zur Verfügung gestellt und dort vom Anwenderforum als Fall des Monats 10/2024 eingestuft.

      ÄB 03/2025
      Das Konzept des Magdeburger Zystenpasses
      Durch die vermehrte Anwendung leistungsstarker bildgebender Verfahren mit sukzessive gesteigerter Auflösung wie der Computertomographie (CT) und insbesondere der Magnetresonanztomographie (MRT) werden zystische Veränderungen in der Bauchspeicheldrüse zunehmend häufiger entdeckt. In einer deutschen prospektiven, bevölkerungsbasierten Kohortenstudie aus der Region Pommern wurden 1.077 Teilnehmer mittels MRT und Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) untersucht. Die Studie zeigte eine Prävalenz von Pankreaszysten von 49,1 % in der Bevölkerung mit einem starken Zusammenhang mit dem Alter der Probandinnen und Probanden. 
      ÄB 0102/2025
      Die wissenschaftliche Expertise hatte in der COVID-19-Pandemie eine herausragende Rolle inne, war sie doch in einer von großer Unsicherheit geprägten Zeit die Richtschnur für das persönliche Verhalten vieler Menschen und Grundlage politischer Entscheidungen. Wie hat sich Wissenschaft in der Krise gegenüber der Öffentlichkeit präsentiert? Welche Herausforderungen, Schwierigkeiten und Probleme lassen sich erkennen, wenn ein Blick aus Laienperspektive darauf gerichtet wird? Und welche Auswirkungen hatte das auf Gesellschaft, Medien und Politik?
      ÄB 12/2024
      Seit der ersten wegweisenden Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) im Jahr 2002 [1] hat sich das Verfahren zur Behandlung der Aortenklappenstenose (AS) rasant entwickelt. Die ursprünglich für ältere und nicht operable Patientinnen und Patienten vorgesehene Therapie ist heute der Goldstandard für Patientinnen und Patienten über 75 Jahre mit hochgradiger Aortenklappenstenose [2].
      ÄB 11/2024
      Die endosonographische Gastroenterostomie (EUS-GE) mit sogenannten Lumen-Apposing Metal Stent (LAMS) ist ein minimalinvasives, endoskopisches Verfahren, das zur Behandlung von malignen Magenentleerungsstörungen eingesetzt wird. Diese Technik kombiniert Endosonographie und interventionelle Stentimplantation miteinander, um eine effektive und sichere Lösung für ausgewählte Patienten zu erreichen. Therapiekandidaten sind Patienten, die an einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung mit Magenentleerungsstörung leiden.