Rezidivfrüherkennung bei Depression durch KI-gestützte Audio-/Videoanalyse
Editorial des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt
Thomas Dörrer
(Foto: Peter Gercke)
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Jahr 2026 beginnt mit einer Wahl, der Wahl Ihrer Kammerversammlung. Die letzte Legislatur war spannend und interessant, manchmal auch aufreibend. Viele Dinge galt es zu diskutieren, zu debattieren und letztendlich auch zu entscheiden. Dabei ist es nicht wichtig, immer einer Meinung zu sein. Aber es ist immer wichtig, Argumente auszutauschen, anzuhören und abzuwägen. Nur so findet man Kompromisse, die ein Vorankommen ermöglichen. Dies zeichnete die Arbeit der letzten Legislatur aus und darüber bin ich sehr dankbar und stolz. Sicher bin ich nicht mit allen Entscheidungen glücklich. Sicher gibt es Dinge, die nicht alle Kolleginnen und Kollegen glücklich machen. Aber die Gemeinschaft der Ärzteschaft gilt es voranzubringen, die Gesellschaft gilt es voranzubringen und das sollten wir niemals aus den Augen verlieren. Wir sitzen alle im selben Boot, dies gilt es gemeinschaftlich und kompromissbereit zu steuern. Deswegen nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr, wählen Sie mit Bedacht, damit die nächste Legislatur ebenfalls erfolgreich wird.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Jahr 2026 beginnt mit einer Wahl, der Wahl Ihrer Kammerversammlung. Die letzte Legislatur war spannend und interessant, manchmal auch aufreibend. Viele Dinge galt es zu diskutieren, zu debattieren und letztendlich auch zu entscheiden. Dabei ist es nicht wichtig, immer einer Meinung zu sein. Aber es ist immer wichtig, Argumente auszutauschen, anzuhören und abzuwägen. Nur so findet man Kompromisse, die ein Vorankommen ermöglichen. Dies zeichnete die Arbeit der letzten Legislatur aus und darüber bin ich sehr dankbar und stolz. Sicher bin ich nicht mit allen Entscheidungen glücklich. Sicher gibt es Dinge, die nicht alle Kolleginnen und Kollegen glücklich machen. Aber die Gemeinschaft der Ärzteschaft gilt es voranzubringen, die Gesellschaft gilt es voranzubringen und das sollten wir niemals aus den Augen verlieren. Wir sitzen alle im selben Boot, dies gilt es gemeinschaftlich und kompromissbereit zu steuern. Deswegen nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr, wählen Sie mit Bedacht, damit die nächste Legislatur ebenfalls erfolgreich wird.
Alle aktuellen Beiträge aus der Medizin und Mitteilungen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.
Die sekundäre Mitralklappeninsuffizienz (SMI) stellt eine relevante prognostische Determinante bei Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz dar. Neben der optimierten Pharmakotherapie kommen zunehmend katheterbasierte Verfahren zum Einsatz. Das CARILLON®-System ermöglicht eine indirekte Mitralannuloplastie über den Koronarsinus.
Das Pankreaskarzinom zählt zu den Tumorentitäten mit weiterhin steigender Inzidenz weltweit. Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnostik und Therapie ist die Prognose nach wie vor schlecht. Im Jahr 2020 entfielen etwa 2,6 % aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen und 4,7 % aller Krebstodesfälle auf das Pankreaskarzinom, womit es zu den sieben häufigsten tumorbedingten Todesursachen zählt (1). Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt insgesamt weiterhin lediglich rund 9 % (2). Eine wesentliche Herausforderung liegt in der späten Diagnosestellung. Unspezifische Frühsymptome, die frühe perineurale und venöse und arterielle Infiltration sowie die rasche Entwicklung metastatischer Herde führen dazu, dass die Mehrzahl der Tumoren erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt wird (3).
Repräsentative Kasuistik
Ein 15-jähriger Jugendlicher kommt alle drei Wochen auf die Tagesstation des Universitätsklinikums Halle (Saale), um eine Bluttransfusion zu erhalten. Er hat eine homozygote Beta-Thalassämie. Trotz täglicher Einnahme eines Eisenchelatbildners sind – ohne zusätzliche Maßnahmen – eine Eisenüberladung und, damit verbunden, Leberfunktionsstörungen, eine Herzinsuffizienz und endokrine Ausfälle im jungen bis mittleren Erwachsenenalter vorprogrammiert. Der Junge hat kein HLA-identisches, gesundes Geschwister, aber die Fremdspendersuche identifiziert eine/n an 10 von 10 HLA-Genorten passende/n Fremdspender/in.
Die Prävalenz der PAVK entspricht einer Volkskrankheit, wie in der Get-ABI-Studie gezeigt werden konnte (1). Die Häufigkeit lag in dieser Studie bei den > 65-Jährigen zwischen 11,5 % bei den Frauen und 20,9 % bei den Männern. Patienten mit einem ABI < 0,9 wurden als PAVK-Patienten klassifiziert, von denen viele noch asymptomatisch waren. Auch diese hatten jedoch ein signifikantes erhöhtes Risiko für schwerwiegende vaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle (2). PAVK-Patienten sind häufig Patienten mit polyvaskulären Erkrankungen. Bei der Post-hoc-Analyse der CAPRIE-Studie hatten 11,8 % aller Patienten sowohl eine PAVK als auch eine KHK (3)(4).
In regelmäßiger Folge möchte der Ausschuss Qualitätssicherung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt auf sicherheitsrelevante Ereignisse hinweisen, die dem interprofessionellen und interdisziplinären Lernen dienen.
Der berichtete Fall „Übernahme der Medikation bei unklarer Indikationslage“ wurde dem Netzwerk CIRS Berlin als regionalem Berichts- und Lernsystem für Berliner und Brandenburger Krankenhäuser zur Verfügung gestellt und dort vom Anwenderforum als Fall des Monats 10/2024 eingestuft.
Durch die vermehrte Anwendung leistungsstarker bildgebender Verfahren mit sukzessive gesteigerter Auflösung wie der Computertomographie (CT) und insbesondere der Magnetresonanztomographie (MRT) werden zystische Veränderungen in der Bauchspeicheldrüse zunehmend häufiger entdeckt. In einer deutschen prospektiven, bevölkerungsbasierten Kohortenstudie aus der Region Pommern wurden 1.077 Teilnehmer mittels MRT und Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) untersucht. Die Studie zeigte eine Prävalenz von Pankreaszysten von 49,1 % in der Bevölkerung mit einem starken Zusammenhang mit dem Alter der Probandinnen und Probanden.
Die Neonatologie hat sich in den letzten 40 Jahren rasant entwickelt. Nach der Einführung von natürlichen Surfactant-Präparaten in die Therapie des neonatalen Atemnotsyndroms wurden zunehmend schonende Beatmungsstrategien in die klinische Routine implementiert. Es reifte die Erkenntnis, dass auch sehr kleine Frühgeborene nur mit non-invasiver Atemunterstützung gut den Schritt ins Leben finden können.