



Editorial des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt

Dr. med. Torsten Kudela
(Foto: Peter Gercke)
Die Zeiten sind ungewiss und zu Prognosen sollte man sich derzeit nicht hinreißen lassen. In mehreren Regionen der Erde gibt es Krieg oder kriegerische Auseinandersetzungen und das deutsche Gesundheitswesen soll sich auf diese Szenarien einstellen. Das erfüllt mich mit tiefer Sorge um die Zukunft, vor allem die Zukunft unserer Jugend. Die Parallelen zu den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts sind offensichtlich. Haben wir alles vergessen und muss die Gesellschaft die Erfahrungen wieder machen?
Die Finanzlage der GKV ist prekär. Die Kassen sind leer. Die Krankenversicherungen fordern ein Sparen bei den Leistungserbringern und vergessen dabei selbstverständlich bei sich selbst den Rotstift anzusetzen. Das Gegenteil ist der Fall, und wie wir im März erfahren durften, sind die Verwaltungskosten aus den verschiedensten Gründen erneut gestiegen. Die Probleme lösen sollen neue Gesetzesvorhaben und die Vorschläge der Finanzkommission. Ganz vorne steht der Wunsch nach einem „Primärversorgungssystem“. Der Gesetzgeber verzichtet mittlerweile bewusst auf das Wort „Primärarztsystem“. Wer dann genau die Verantwortung für die primäre Versorgung der Bevölkerung wahrnehmen soll, das bleibt vage. Hier scheinen die seit längerem diskutierten Substitutionsideen, denen ich immer entgegengetreten bin und denen ich weiterhin entgegentreten werde, ihr Ziel gefunden zu haben. Sollte doch ein „Primärarztsystem“ gemeint sein, so wird es ein schwerer und weiter Weg.
Die Zeiten sind ungewiss und zu Prognosen sollte man sich derzeit nicht hinreißen lassen. In mehreren Regionen der Erde gibt es Krieg oder kriegerische Auseinandersetzungen und das deutsche Gesundheitswesen soll sich auf diese Szenarien einstellen. Das erfüllt mich mit tiefer Sorge um die Zukunft, vor allem die Zukunft unserer Jugend. Die Parallelen zu den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts sind offensichtlich. Haben wir alles vergessen und muss die Gesellschaft die Erfahrungen wieder machen?
Die Finanzlage der GKV ist prekär. Die Kassen sind leer. Die Krankenversicherungen fordern ein Sparen bei den Leistungserbringern und vergessen dabei selbstverständlich bei sich selbst den Rotstift anzusetzen. Das Gegenteil ist der Fall, und wie wir im März erfahren durften, sind die Verwaltungskosten aus den verschiedensten Gründen erneut gestiegen. Die Probleme lösen sollen neue Gesetzesvorhaben und die Vorschläge der Finanzkommission. Ganz vorne steht der Wunsch nach einem „Primärversorgungssystem“. Der Gesetzgeber verzichtet mittlerweile bewusst auf das Wort „Primärarztsystem“. Wer dann genau die Verantwortung für die primäre Versorgung der Bevölkerung wahrnehmen soll, das bleibt vage. Hier scheinen die seit längerem diskutierten Substitutionsideen, denen ich immer entgegengetreten bin und denen ich weiterhin entgegentreten werde, ihr Ziel gefunden zu haben. Sollte doch ein „Primärarztsystem“ gemeint sein, so wird es ein schwerer und weiter Weg.

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