Abschlusssymposium Projekt NEUROTRANS

Bundesministerium für Bildung und ForschungAm 09.09.2015 findet in Magdeburg das Abschlusssymposium des Projektes NEUROTRANS statt. Hausärzte sind die ersten und wichtigsten Ansprechpartner bei möglichem Verdacht einer demenziellen Erkrankung. Forschende Institutionen hingegen sind Wegbereiter für zukünftige Diagnostik, Prävention und Behandlungen von Demenz. Obwohl beide Gruppen wichtige Aufgaben erfüllen, agieren sie doch weitgehend getrennt voneinander. Daher erforschen die Institute für Allgemeinmedizin und Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie unterstützt durch das BMBF seit 2013 im Projekt NEUROTRANS Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Neurowissenschaftlern des DZNE Magdeburg und den Hausärzten in Sachsen-Anhalt, um eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und hausärztlicher Versorgung zu schlagen.

Weiterlesen ...

Palliativmedizin - Finale Betreuung nicht nur für Krebspatienten: Patienten mit Atemnot und chronischen Erkrankungen

Logo Pfeiffersche StiftungenHusten, Luftnot, terminales Rasseln, Schmerzen …. Dr. Ina Dittrich hat die Symptome in ihrer Präsentation für den Vortrag zum Krebskongress in Sachsen-Anhalt aufgeführt. Die Lungenfachärztin hat die Daten anlässlich des 5-jährigen Bestehens der Palliativstation in der Lungenklinik Lostau der Pfeifferschen Stiftungen zusammengestellt. In der 113 Jahre alten Lungenklinik werden pro Jahr von Dr. Dittrich und ihren Kollegen über 250 Patienten palliativmedizinisch behandelt. Das Haus ist eines von nur zwei anerkannten Lungenkrebszentren in Sachsen-Anhalt. Über 90 % der Patienten, die auf der Palliativstation behandelt werden, leiden an bösartigen Erkrankungen, vor allem an Lungenkrebs.

Weiterlesen ...

Erstes zertifiziertes Alterstraumazentrum in Sachsen-Anhalt

Logo Städtisches Klinikum DessauSpezialisiertes geriatrisches Versorgungskonzept am Städtischen Klinikum Dessau

Im höheren Lebensalter führen schwerwiegende Verletzungen, wie beispielsweise Frakturen durch Stürze, schnell zu längeren Klinikaufenthalten. Für die Betroffenen ändert sich mit der stationären Aufnahme oft das gesamte Leben. „Die Zahl hochaltriger, mehrfach erkrankter Patienten, die mit einem hohen Betreuungsbedarf in die Notaufnahmen kommen, nimmt zu. Unsere Aufgabe ist es, diese Patientengruppe spezialisiert sowie fachübergreifend zu versorgen und ihnen im Idealfall die Selbstständigkeit inklusive der Rückkehr in die häusliche Umgebung zu ermöglichen.“ Deshalb etablierte Oberarzt Jens H. Schumacher am Städtischen Klinikum Dessau das erste zertifizierte Alterstraumazentrum in Sachsen-Anhalt.

Weiterlesen ...

„Brain Freeze“ – Wenn das Gehirn kurz „einfriert“

Ole Hensel im Selbstversuch im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften  (3. Juli 2015)
Ole Hensel im Selbstversuch im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften (3. Juli 2015)

Studie am Universitätsklinikum Halle (Saale) untersucht den „Eiscreme-Kopfschmerz“

Ein schönes kaltes Getränk oder ein großes Eis sind besonders an heißen Sommertagen eine Wohltat. Doch bei einer größeren Menge der kalten Sub-stanzen am Gaumen passiert es: Ein kurzer Schmerz im Kopf, das Gefühl, dass das Hirn für einen Augenblick wie „eingefroren“ ist. Dieses Phänomen wird deshalb auch genauso bezeichnet – der „Eiscreme-Kopfschmerz“, im Englischen unter dem Begriff „Brain Freeze“ bekannt. Am Universitätsklinikum Halle (Saale) wird in der Klinik und Poliklinik für Neurologie unter Leitung von Prof. Stephan Zierz genau diese Form von Kopfschmerz in mehreren Studien näher untersucht.

„So wie beim Eiscreme-Kopfschmerz treten auch bei der Migräne mit Aura Veränderungen des Blutflusses im Gehirn auf“, sagt der beteiligte Assistenzarzt Ole Hensel. Möglicherweise lassen sich aus diesen Ergebnissen Erkenntnisse zur Entstehung von Kopfschmerzen oder gar für Therapieansätze beim akuten Schlaganfall gewinnen. Primär gehe es aber um die Ursachenforschung beim Eiscreme-Kopfschmerz. „Die Kopfschmerzforschung ist ein Schwerpunkt unserer Klinik“, sagt Hensel und verweist auch auf die überregional anerkannte Kopfschmerzambulanz unter Leitung von Oberarzt Dr. med. Torsten Kraya. In der aktuellen Untersuchung von Ole Hensel habe man bereits herausgefunden, dass beispielsweise vier Grad Celsius kaltes Wasser eher den Schmerz auslöse als ein einzelner Eiswürfel.

Weiterlesen ...