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Paradigmenwechsel an der Universitätsklinik Magdeburg

Qualitätssicherung in der operativen Medizin am Beispiel der (Viszeral-)Chirurgie

Qualitätssicherung in der operativen Medizin am Beispiel der (Viszeral-)Chirurgie

Foto: M.Schubert/Uniklinik Magdeburg

Lippert, H. 1,2; Ridwelski, K. 1,3; Koch, A. 1,4; Stroh, C. 1,5; Kube, R. 1,6; Meyer, F. 1,2; Croner, R. S. 1,2

1 An-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin an der Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

2 Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie; Otto-von-Guericke-Universität mit Universitätsklinikum; Magdeburg

3 Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Akutchirurgie; Klinikum Magdeburg gGmbH; Magdeburg

4 Praxis für Viszeral- und Hernienchirurgie; Cottbus

5 Klinik für Adipositas und Metabolische Chirurgie und Proktologie; SRH Wald-Klinikum, Gera

6 Klinik für Chirurgie, Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem, Cottbus

*] Gewidmet Herrn Prof. Dr. I. Gastinger (†)

Hintergrund

Basierend auf dem Beschluss der 72. Gesundheitsministerkonferenz 1999 und dem Sozialgesetzbuch V § 135 a wurden alle Einrichtungen ab dem 01.01.2005 verpflichtet, ein an den Stand der Wissenschaft und Technik orientiertes Qualitätsmanagement (QM) einzuführen.

Im QM ist die Qualitätssicherung ein wesentliches inhaltliches Element, wobei dahingehend Qualitätssicherungsstudien ein bedeutsames Umsetzungstool darstellen. Insbesondere sind Qualitätssicherungsstudien ein valides und qualitätstransparentes Instrument zur Erfassung und Bearbeitung verschiedener Fragestellungen mit einem adäquaten Kosten-Nutzen-Aufwand. Um dabei entscheidende Aussagen treffen zu können, gilt es, dem Grad der Wertigkeit der zu beantwortenden Fragestellung („fitness for purpose“) entsprechend, alle Quellen der (vor allem wissenschaftlichen) Evidenz zu nutzen [1].

Auf den Gesundheitssektor bezogen, übersteigt die wissenschaftliche Auswertung von Qualitätssicherungsstudien die Qualitätsanalysen privater Klinik- bzw. Einrichtungsbetreiber in Qualitätsportalen und „pay-for-performance“-Programmen (eher gerichtet auf medizinische Qualität, Patientensicherheit und -zufriedenheit sowie Einweiserzufriedenheit) infolge der gezielten Fragestellung bei der Initiierung, Bearbeitung, jährlichen Auswertung sowie Weiterentwicklung der vorliegenden Studien.

Des Weiteren sind die mit Qualitätssicherungsstudien nachgewiesenen prä-, intra- und postoperativen (/-interventionellen) Risikofaktoren in die Diskussion von Studienergebnissen bis hin zur Einbeziehung bei der Erstellung von Leitlinien einzubringen. Hierbei ist die Erarbeitung individueller risikoadjustierter Therapiekonzepte, basierend auf patientenspezifischen Parametern, ebenso wesentlich wie die standardisierte Nachsorge der Patienten im Rahmen der Studien.

Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. Hans Lippert | Foto: privat

Studien

Im Rahmen von allgemeiner Studienkultur und verfügbaren Studienprofilen sind Beobachtungsstudien und prospektiv-randomisierte Studien als Eckpfeiler herauszustellen. Während prospektiv-randomisierte Studien (Ziel: Wirksamkeitsnachweis)

  • aufgrund der Definition spezifischer Zielkriterien unvereinbar mit bioethischen Konventionen oder Gesetzen („Inappropriateness“) und
  • mit der wesentlichen Limitation in der eingeschränkten Übertragbarkeit der Ergebnisse in die klinische Praxis (externe Validität) versehen sind [1],

haben Beobachtungsstudien als Beitrag zur klinischen Versorgungsforschung hingegen ihren Stellenwert bei der Verifikation der Ergebnisse prospektiv-randomisierter Studien durch Prüfung der Effektivität von medizinischen Interventionen/Operationen unter den Bedingungen der klinischen Praxis („Effectiveness“). Studien der Versorgungsforschung (möglich aus Sicht der Nutzer, Anbieter [Krankenhäuser, pharmazeutische Industrie, Ärzte, Hersteller usw.], der Kranken- und Pflegeversicherungen und der Politik) dienen insbesondere dazu, Muster der Patientenversorgung und deren Veränderungen über größere zeitliche Abschnitte zu erfassen.

Mit Beobachtungsstudien im Besonderen lässt sich im Einzelnen der Ist-Zustand bezüglich diverser Fragestellungen erfassen. Beobachtungsstudien dienen der Beschreibung von Krankheitscharakteristika und deren zeitlichen Verlauf. Die externe Qualitätssicherung bezieht sich dabei auf die Gegenüberstellung von Ergebnissen identischer Leistungen in verschiedenen Einrichtungen.

Zum Vergleich der unterschiedlichen Krankenhäuser werden Qualitätsindikatoren benötigt. Diese sollten idealerweise

  • relevant,
  • zuverlässig,
  • sensitiv,
  • valide,
  • präzise definiert und
  • dem Patienten zuzuordnen

sein. Darüber hinaus müssen Qualitätsindikatoren praktikabel in Erfassung und Bewertung handhabbar sein. Die zeitnahe Erstellung eines Abbildes der Realität mit chirurgisch-operativen/interventionellen Routinedaten (Indikatoren) ermöglicht weiterhin eine rasche Einflussnahme zur Korrektur einer unzureichenden Qualität.

Zwischenfazit

Ziel jeder chirurgischen Qualitätssicherung muss die kontinuierliche Verbesserung der flächendeckenden Routineversorgung sein. Wichtigste Voraussetzung zur Erreichung dieses Zieles ist ein einheitliches und damit vergleichbares System der Qualitätssicherung von Chirurgen für Chirurgen, basierend auf dem Billroth’schen Prinzip der Freiwilligkeit zur Selbstkontrolle. Dabei ist es eine wichtige Aufgabe der Qualitätssicherung, eine faire (anonyme) Gegenüberstellung zwischen den Kliniken und ihrem Versorgungsprofil vorzunehmen.

Methode

Bewährt hat sich in den letzten drei Jahrzehnten die chirurgische Qualitätssicherung im Rahmen der klinischen Versorgungsforschung [2]. Dabei kommt methodisch den multizentrisch und flächendeckend durchgeführten Beobachtungsstudien ein hoher Stellenwert zu. Die Freiwilligkeit der Teilnahme an den vorliegenden Qualitätssicherungsstudien und strenge Vertraulichkeit im Datenumgang gewährleisten für jede der teilnehmenden Einrichtungen Objektivität und Sicherheit der gemeldeten Daten.

In dem Dilemma des Mangels an eminent wichtigen prospektiv-randomisierten Studien haben prospektive Beobachtungsstudien ihre herauszustellende Bedeutung. Beide Studienformen sollten daher als sich ergänzende analytische Methoden betrachtet werden. Beobachtungsstudien zeichnen sich dabei durch geringere Kosten und eine größere Patientenzahl aus [3].

Einen entscheidenden Anteil am Durchbruch der Bewertung von prospektiven Beobachtungsstudien haben BENSON und HARTZ. Ihre Veröffentlichung „A comparison of observational studies and randomized, controlled trials“ im New England Journal of Medicine vergleicht 19 verschiedene Therapien in über 136 Publikationen [4]. Dabei waren die Ergebnisse der kontrollierten Studien und der Beobachtungsstudien bei jeweils gleicher Fragestellung trotz unterschiedlichem Studiendesign gleich [1,4].

Neben dem Ziel der klinischen Beobachtungsstudien, evidenzbasiertes Wissen zu erarbeiten, bieten sie in Form von Qualitätssicherungsstudien die Möglichkeit, Risikofaktoren, prognostische Indikatoren und Langzeiteffekte sowie -komplikationen insbesondere im klinischen Alltag zu identifizieren und die Güte der spezifisch zu untersuchenden medizinischen (wie z. B. operativen) Therapiemaßnahme(n) zu eruieren.

Vorteile von Beobachtungsstudien im Vergleich mit randomisierten Studien sind insbesondere:

  • keine Beschränkung der Patientenzahlen,
  • exaktere Angaben zu Fehlern und Komplikationen aufgrund der höheren Fallzahlen und der Erfassung der täglichen klinischen Praxis,
  • kein Vorliegen strenger Ein- und Ausschlusskriterien,
  • Erfassung verschiedener Zielkriterien,
  • keine Einschränkung der Zielkriterien aufgrund ethischer Gesichtspunkte,
  • Erfassung der täglichen Routine („Effectiveness“),
  • keine zeitliche Einschränkung der Erfassung der Nachsorge,
  • gute Durchführbarkeit,
  • geringere Kosten.

Beobachtungsstudien haben jedoch auch folgende Nachteile:

  • Selektions-Bias durch fehlende Randomisierung,
  • Überschätzung des Behandlungseffekts durch fehlende Randomisierung,
  • Einflüsse durch bekannte und unbekannte Störfaktoren („Confounder“),
  • fehlende Möglichkeit der Verblindung,
  • unvollständige Erfassung aller relevanten Daten,
  • geringe interne bei hoher externer Validität [1]
  • Vergleichbarkeit nur mit Risikoadjustierung.

Eine Standardisierung präoperativer Untersuchungen, operativer Techniken und die Langzeitkomplikationsanalyse, wie sie für die Chirurgie und Operationen bzw. das perioperative Management wesentlich sind, sind jedoch anhand von Routinedaten als Qualitätsparameter nicht gewährleistet.

Patienten mit gleicher Grunderkrankung unterscheiden sich hinsichtlich Alter, Geschlecht, Schweregrad, Begleiterkrankungen, Funktionsfähigkeit und weiteren Faktoren, die den Behandlungserfolg beeinflussen können. Eine Möglichkeit, doch eine Vergleichbarkeit herzustellen, ist die Risiko-Adjustierung bezüglich gezielter Faktoren wie beispielsweise des BMI (body mass index), der Begleit- bzw. Folgeerkrankungen und deren Schweregrad, der Vorerkrankungen und Voroperationen. Auch demografische Faktoren, subjektiver Gesundheitsstatus, kognitive, seelische und soziale Funktionen und auch Lebensstil-Faktoren sind in die Risiko-Adjustierung einzubeziehen.

Zusätzlich kann durch ausreichend hohe Fallzahlen aus vielen Kliniken unterschiedlichen Profils unter Nutzung moderner biostatistischer Methoden die umgehende Evaluierung neuer operativer/interventioneller (auch medikamentöser) Behandlungsverfahren erfolgen.

Über langjährige Erfahrungen mit dieser Form der chirurgischen Qualitätssicherung verfügt das „An-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das 1998 gegründet wurde.

Die Qualitätssicherungsstudien, die an diesem Institut durchgeführt werden, wie z. B. für die:

  • Therapie des Kolon- und Rektumkarzinoms *)
  • Therapie des Magenkarzinoms
  • Therapie der akuten Appendicitis **)
  • operative Therapie der Adipositas ***)
  • Pankreas-assoziierten operativen Eingriffe
  • SILS (Single-Incision Laparoscopic Surgery)

sind hierfür sehr geeignete Instrumente.

Zeitweise wurden mit den laufenden Qualitätssicherungsstudien zirka 75 bis 85 % aller Eingriffe in den genannten Feldern der Viszeralchirurgie in Deutschland erfasst mit einem flächendeckenden Netzwerk von bis 300 beteiligten Kliniken jeglichen Profils.

*) Fußnote 1:

> So wurden beispielsweise in dem Zeitraum vom 01.01.2000 bis 31.12.2010 33.724 Patienten (!) mit einem Rektumkarzinom in der Qualitätssicherungsstudie „Rektumkarzinom“ erfasst [5]. Ein wichtiger onkochirurgischer Teilaspekt ist die Durchführung der totalen mesorektalen Exzision (TME).

> Die Resektion von in den unteren 2 Rektumdritteln lokalisierten Karzinomen kann in der flächendeckenden Versorgung heute als etabliert angesehen werden. Während zu Beginn der Datenerfassung im Jahr 2000 die TME-Rate noch bei 75,2 % lag, wurden im Jahr 2010 95,3 % der Rektumkarzinome in den unteren 2 Dritteln nach dem Prinzip der TME behandelt.

> Ein weiterer Meilenstein war, dass die 5-Jahres-Lokalrezidivrate der 2005/2006 resezierten Patienten im UICC-Stadium I bis III mit 4,6 % signifikant niedriger (p < 0,001) als 2000/2001 (11,7 %) lag (UICC: Union internationale contre le cancer). Erreicht wurde diese Verbesserung der onkologischen Ergebnisqualität durch eine kontinuierliche Qualitätskontrolle und die daraus resultierenden praxisrelevanten Konsequenzen.

**) Fußnote 2:

> Die Appendektomie stellt mit ca. 135.000 Operationen pro Jahr einen der häufigsten operativen Eingriffe in der Allgemein- und Viszeralchirurgie dar.

> In der Studie 2008/09 zeigte sich ein signifikanter Vorteil der laparoskopischen Vorgehensweise gegenüber dem konventionellen Verfahren bei Wundheilungsstörungen (p < 0,001) und der Gesamtaufenthaltsdauer (p < 0,001).

> In keinem Entzündungsstadium der Appendizitis war eine signifikant erhöhte Rate intraabdomineller Abszesse nachweisbar.

> Die Operationszeit der laparoskopischen Appendektomie war kürzer als beim konventionellen Verfahren (46,6 min vs. 53,5 min).

> Die laparoskopische Appendektomie ist in der aktuellen operativen Therapie das deutlich dominierende Verfahren. Die früher publizierten Nachteile der laparoskopischen Appendektomie sind heute nicht mehr nachweisbar [6].

***) Fußnote 3:

> Für die Adipositas und Metabolische Chirurgie war die Teilnahme an der Studie für Qualitätssicherung in der operativen Therapie der Adipositas = German Bariatric Surgery Registry (GBSR) in den Jahren 2005 – 2018 Voraussetzung für die Zertifizierung durch die CAADIP (Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Adipositastherapie). Sie gehörte bis zum Jahr 2015 und dem Beginn des Studoq-Registers zu den größten Datenbanken zur Adipositas und Metabolischen Chirurgie weltweit. Mehr als 70 Publikationen in peer reviewed journals waren das Ergebnis des GBSR [7-8]. 

Die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppen des An-Instituts, erzielt mit einer repräsentativen Patientenzahl aus jedem Betreuungslevel der chirurgischen Versorgung (Regionalkrankenhaus bis Universitätsklinik) über einen adäquaten Zeitraum, können damit flächendeckend die tägliche chirurgische Praxis analysieren und gestatten wissenschaftlich begründete Aussagen zur (intendierten) chirurgischen Qualitätssicherung. Eine hohe Aussagekraft der Ergebnisse der Qualitätssicherungsstudien ist nur durch eine repräsentative Teilnahme der Einrichtungen zu erreichen.

Die Aufgabe der Fachgesellschaften und Kostenträger ist es daher, die Voraussetzungen entsprechend der gesetzlichen Richtlinien zu verbessern. Für die Beurteilung und Einschätzung von Mindestmengen, deren Effekt auf die Ergebnisqualität bisher nicht in allen Facetten durchweg belegt ist, sind Qualitätssicherungsstudien nicht zuletzt ein wesentlicher Faktor [9-12].

Resumé

Derzeit wird geschätzt, dass nur ca. 15 bis 40 % aller medizinischen Entscheidungen auf wissenschaftlicher Evidenz beruhen [13].

Fragestellungen hinsichtlich qualitätssichernder Aspekte der interventionellen/operativen Medizin lassen sich mit der Studienform der klinisch-systematischen, prospektiven, multizentrischen Observationsstudien als Beitrag zur klinischen Versorgungsforschung klären [14-16]. Die Ergebnisse dieser Beobachtungsstudien ermöglichen eine vergleichende Analyse der aktuellen Behandlungssituation eines Krankheitsbildes.

Literatur:

  1. Rawlings D. On the evidence for decisions about use of therapeutic interventions. Delivered before the Fellows of the Royal College of Physiciancs of London. De Testimonio. The Harveian Oration 2008: 1-54. 

  2. Kube R, Gastinger I, Mroczkowski P, Ptok H, Wolff S, Lippert H. The care of patients with colon cancer: current treatment, and evaluation of new surgical approaches. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(4): 41-46 

  3. Feinstein AR. Epidemiologic analyses of causation: the unlearned scientific lesson of randomised trials. J Clin Epidemiol 1989; 42: 481-489. 

  4. Benson K, Hartz AJ. A comparison of observational studies and randomized, controlled trials. N Engl J Med 2000; 342: 1878-1886. 

  5. Ptok H, Mundt A, Lippert H, Gastinger I. [Rectal cancer surgery in Germany - a 10-year-analysis based on the data of the "Institute of Quality Assurance in Operative Medicine" at the Otto-von-Guericke University Magdeburg]. Zentralbl Chir 2013; 138(4): 418-426 

  6. Sahm M, Koch A, Schmidt U, Wolff S, Pross M, Gastinger I, Lippert H. [Acute appendicitis - clinical health-service research on the current surgical therapy]. Zentralbl Chir. 2013; 138(3): 270-277 

  7. Stroh C, Weiner R, Horbach T, Ludwig K, Dressler M, Lippert H, Wolff S, Büsing M, Schmidt U, Manger T; Kompetenznetz Adipositas; Arbeitsgruppe Adipositaschirurgie. [New data on quality assurance in bariatric surgery in Germany]. Zentralbl Chir. 2013; 138(2): 180-188 

  8. Thaher O, Driouch J, Hukauf M, Glatz T, Croner RS, Stroh C. Is development in bariatric surgery in Germany compatible with international standards? A review of 16 years of data. Updates Surg. 2022; 74(5): 1571-1579 

  9. Gastinger I, Meyer F, Ridwelski K, Ptok H, Lippert H. Chirurgische Qualitätssicherung im Rahmen der klinischen Versorgungsforschung. Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 2012; 23(11): 58-59.  

  10. Gastinger I, Meyer F, Ridwelski K, Ptok H, Lippert H. Chirurgische Qualitätssicherung im Rahmen der klinischen Versorgungsforschung. Brandenburgisches Ärzteblatt 2013; 23(1): 18-19. (http://www.laekb.de/40presse/20Aerzteblatt/10Titelseite/baeb_Mitteilungsblatt.pdf).

  11. Meyer F, Meyer L, Asperger W, Dralle H, Gastinger I, Lippert H, Ostdeutsche Arbeitsgruppe für Qualitätssicherung & regionale Entwicklung in der Chirurgie e.V. Qualitätssicherung am Beispiel des Magenkarzinoms mittels klinischer Versorgungsforschung zur Reflexion und Optimierung der klinischen Praxis. tumorzentrum aktuell 2007; 4(2): 6-10 

  12. Meyer F, Wenisch HJC, Ernst M, Gastinger I, Lippert H & die Ostdeutsche Arbeitsgruppe für Qualitätssicherung & regionale Entwicklung in der Chirurgie e.V. Klinische Forschung zur Qualitätssicherung beim Magenkarzinom. Berlin Medical 2007; 4: 4-8 (ISSN 1614-0990) 

  13. Ellis J, Mulligan I, Rowe J, Sackett DL. Inpatient general medicine is evidence based. A-Team, Nuffield Departement of Clinical Medicine. Lancet 1995; 346: 407-410. 

  14. Lippert H, Gastinger I. Versorgung von Patienten mit Rektumkarzinomen in Deutschland Dtsch Ärztebl 2006; 103: A - 2704 

  15. Lippert H. Erfahrungen mit der Qualitätssicherung in der Viszeralchirurgie. Mitteilungen BDC 2007 - Online 01.07.2007 

  16. Ridwelski K, Gastinger I, Ptok H, Meyer F, Dralle H, Lippert H. [Surgical treatment of gastric carcinoma. German multicenter observational studies]. Chirurg 2013; 84(1): 46-52 

Korrespondenzanschrift:

Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. Hans Lippert

Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie 
Otto-von-Guericke-Universität mit Universitätsklinikum
Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg

Tel.: 0391/67 15652
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Gewidmet Herrn Prof. Dr. I. Gastinger (†)

Foto: privat (Prof. h. c. Dr. med. A. Koch, Cottbus)

Von Prof. Dr. I. Gastinger zu berichten, über ihn zu schreiben, heißt, von der (viszeral-)chirurgischen
Qualitätssicherung zu sprechen.

Wie kaum ein Anderer prägte er diese viszeral-chirurgische Qualitätssicherung in Deutschland – sein großes unverwechselbares Verdienst, das sich mit seinem Namen neben so vielen anderen Facetten verbindet!

Zeugnis seiner wissenschaftlichen Leistung ist folgendes Buch, das wohl jede Aktivität dieser verfolgten chirurgischen Qualitätssicherung beinhaltet und damit einen wirklich geeigneten und vollständigen Überblick vermittelt: Ingo Gastinger, Hans Lippert, Ferdinand Köckerling, Henning Dralle (Hrsg.), Chirurgische Qualitätssicherung, 296 Seiten, Kaden, R (Verlag), 2022 (ISBN: 978-3-942825-93-1).

Am 01.03.2026 verstarb Prof. I. Gastinger überraschend – ein großer Verlust für die Allgemein- und Viszeralchirurgie, vor allem Ostdeutschlands.

Ingo Gastinger hat, wie nur wenige Andere, die Allgemein- und Viszeralchirurgie in Deutschland in so vielen Feldern während seiner Amtszeiten mitbestimmt, ja geprägt, von der Präsidentschaft der DGAV (1999 – 2000), Chefarztposition an der Chi-rurgischen Klinik des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus (einem Maximalversorger) bis zur wissenschaftlichen Leitung des 1998 gegründeten „An-Instituts für Qualitätssicherung in der operativen Medizin“ (zusammen mit seinem Weggefährten Prof. Hans Lippert) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Wir werden Prof. Dr. Ingo Gastinger ein ehrendes Angedenken bewahren!

Kolleginnen und Kollegen,
Weggefährten und Schüler

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