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50-jähriges Jubiläum der Immatrikulation

Alumni der Humanmedizin erkunden den Campus bei einem Rundgang

Alumni der Humanmedizin erkunden den Campus bei einem Rundgang
Alumni des Humanmedizinstudiums Matrikel 1975 im Demonstrationshörsaal des Instituts für Pathologie, Haus 28, nehmen die Sitzreihen ein (Foto: privat – bereitgestellt mit frdl. Erlaubnis von Frau Dr. Marlies Schindler)

Schindler, M.; Kaemmerer, N.*; Meyer, F.**
Ärztin (im Ruhestand), Magdeburg;

* Betreuung Alumni, Career Service national und Sponsoring; Medien, Kommunikation und Marketing (MKM), Abteilung Relationship Management, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
** Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit Universitätsklinikum

Am 12. November 2025 trafen sich frühere Absolventen1 der Humanmedizin zu einem besonderen Campusrundgang auf dem Gelände des Universitätsklinikums Magdeburg. Die Führung war auf Wunsch dieser Absolventen zustande gekommen und wurde durch die Alumni-Arbeit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unterstützt.

Man reflektierte gleich eingangs: „Wir hatten 1975 an der damaligen ,Medizinischen Akademie Magdeburg‘ unser Studium aufgenommen und 1981 unsere ärztliche Approbation in der Stadthalle Magdeburg erhalten. Für viele von uns war es die erste Rückkehr an unsere frühere Ausbildungsstätte seit langer Zeit. Anlass unseres Treffens war das 50-jährige Jubiläum unserer Immatrikulation.“

Wiedersehen am historischen Studienort

Begleitet wurde der Rundgang durch Prof. Frank Meyer, Allgemein- und Viszeralchirurg an der hiesigen Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, der dem Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät seit Jahrzehnten mit Beginn seines Studiums hier verbunden ist. Gemeinsam mit Frau Dr. Winckler-Struck, der Leiterin des Studiendekanats, setzt er sich für solche Rundgänge zur Traditionspflege seit Jahren ein.

Die Teilnehmer konstatierten: Als kenntnisreicher Guide führte Prof. Meyer über den Campus und verband aktuelle Entwicklungen mit Erinnerungen an die frühere Studienzeit. Dabei wurde schnell deutlich, wie stark persönliche Erinnerungen und berufliche Biografien bis heute mit dem Standort Magdeburg verbunden sind.

Erinnerungen treffen auf moderne Medizin

Treffpunkt war der neue Hörsaal 7, der heute moderne Bedingungen für die medizinische Lehre bietet und zugleich den hohen Stellenwert der Ausbildung am Universitätsklinikum unterstreicht. Von dort führte der Rundgang zunächst in das traditionsreiche Haus 28 mit den Hörsälen der Pathologie und Rechtsmedizin. Viele der Rundgangsteilnehmer erinnerten sich hier an Vorlesungen, Prüfungen und erste intensive Erfahrungen im klinischen Studienabschnitt (siehe Foto).

Weitere Stationen waren das Studentenwohnheim sowie der frühere Studentenklub „Kiste“, der bei vielen sofort Erinnerungen an gemeinsame Abende und das studentische Leben wachrief. Schnell entstanden Gespräche über frühere Lehrende, bekannte Gesichter und prägende Erlebnisse aus der Studienzeit.

Die Führung ging auch am „Magdeburger Ausbildungszentrums für Medizinische Basisfertigkeiten“ (MAMBA) entlang. Dort wurden Erläuterungen zu modernen Lehrkonzepten des sogenannten „Skills-Lab“-Trainings gegeben. In den Lehrkabinetten werden heute praktische Fähigkeiten wie Untersuchungstechniken, chirurgische Basiseingriffe oder Notfallmaßnahmen trainiert – Möglichkeiten, die es in dieser Form zur Studienzeit der Alumni noch nicht gab. Herr Prof. Meyer erläuterte dabei anschaulich, wie sich die medizinische Ausbildung in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat und welche Bedeutung praxisnahe Lehrkonzepte inzwischen besitzen.

Der Rundgang führte anschließend weiter über den Campus vorbei an zahlreichen vertrauten Gebäuden und Kliniken. Besonders eindrucksvoll war nach Meinung der Teilnehmer der Blick auf die umfangreichen baulichen Veränderungen und Zukunftspläne des Universitätsklinikums. Immer wieder entstanden Gespräche über frühere Professoren, klinische Abläufe und persönliche Erinnerungen aus dem Studienalltag.

Auch die kontinuierliche Alumni-Erfassung der Medizinischen Fakultät bzw. der Medizinischen Akademie als Vorgänger wurde thematisiert.

Alumni-Arbeit verbindet Vergangenheit und Zukunft

Alumni übernehmen eine bedeutende Rolle: Sie tragen Erfahrungen aus Studium, Klinik und Forschung weiter, fördern den Austausch zwischen den Generationen und bleiben als Botschafter ihrer Alma Mater mit dem Hochschulstandort verbunden. Zugleich bieten solche Begegnungen die Möglichkeit, Entwicklungen in Lehre, Forschung und Krankenversorgung unmittelbar mitzuerleben.

Die Organisation der Alumni-Arbeit erfolgt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durch den Bereich Medien, Kommunikation und Marketing sowie das Relationship Management, vor allem in Person von Frau Nancy Kaemmerer (Betreuung Alumni, Career Service national und Sponsoring). Besonders die Jubiläumsveranstaltungen nach 50 und 60 Jahren Approbation haben sich in den vergangenen Jahren zu einer geschätzten Tradition entwickelt.
Nach rund 90 Minuten endete der Rundgang im Zentralen Hörsaal. Die Zeit war wie im Flug vergangen. Neben zahlreichen neuen Eindrücken stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Einig waren sich die Teilnehmer darin, zum geplanten goldenen Jubiläum der Approbation erneut nach Magdeburg zurückzukehren – um gemeinsam weitere Veränderungen auf dem Campus zu entdecken und Erinnerungen an die Studienzeit aufleben zu lassen.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Alumni-Arbeit sein kann: als Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen persönlicher Erinnerung und moderner Universitätsentwicklung – und als Ausdruck einer gewachsenen Gemeinschaft, die auch Jahrzehnte nach dem Studium fortbesteht.

Die Alumni danken Frau Kaemmerer und Herrn Prof. Meyer sehr herzlich für den gelungenen Vormittag.


M. Schindler (auch im Namen der teilnehmenden Alumni)
N. Kaemmerer
F. Meyer

1 Aus Gründen eines angezeigten Textflusses und einer geeigneten Lesbarkeit wurde formulierend nur eine Geschlechtsform verwendet; es sind jedoch stets alle Formen gemeint und einbezogen.

Korrespondenzadresse:

Dr. med. M. Schindler
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