Sicherheit und Rentabilität – dies sind zwei wichtige Grundsätze der Kapitalanlage der Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt. Gleichzeitig sind dies auch die Größen, an denen sich Versorgungswerke in öffentlichen Kontexten oftmals messen lassen müssen. In der Presseberichterstattung über Versorgungswerke der vergangenen zwei Jahre ist insbesondere der Faktor „Sicherheit“ in den Vordergrund gerückt.
Aufgabe der Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt ist die Sicherung der Angehörigen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt im Alter und bei Berufsunfähigkeit sowie ihrer Hinterbliebenen. Die Ärzteversorgung nimmt diese Aufgabe verantwortungsvoll wahr und hält verschiedene Sicherheiten vor, um auch extremen Kapitalmarktszenarien begegnen zu können. Diese werden regelmäßig unter anderem mittels eines Stresstests auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Die Stresstests der Vergangenheit haben die hohe Risikotragfähigkeit des Versorgungswerkes unterstrichen.
Um kritische Situationen vom Versorgungswerk abzuwenden, werden umfangreiche Vorkehrungen getroffen: Versorgungseinrichtungen sind verpflichtet, ausreichende Sicherheiten aufzubauen, um die Auszahlungen an ihre Mitglieder nicht zu gefährden. Die Ansprüche auf Leistungen der Mitglieder, welche mit der Zahlung von Beiträgen entstehen, sind in der Bilanz ausgewiesen. Die Rücklage, Rückstellungen und Reserven gewährleisten die künftige Auszahlung von Leistungen an die Mitglieder.
Die Ärzteversorgung unterliegt außerdem der Versicherungsaufsicht des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Diese überwacht den ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb, um sicherzustellen, dass die Belange der Mitglieder gewahrt werden. So bedürfen Satzungsänderungen und Leistungsanpassungen, die die Kammerversammlung beschlossen hat, der Genehmigung durch die Aufsicht. Zusätzlich wird das Versorgungswerk durch externe Aktuare unterstützt und die unabhängigen Versicherungsmathematiker bewerten die Angemessenheit der Rechnungsgrundlagen. Darüber hinaus überprüfen die Wirtschaftsprüfer die allgemeinen Geschäftsprozesse des Versorgungswerkes und kontrollieren die Arbeit der Aktuare. Zudem beurteilt das interne Risikomanagement regelmäßig die Risikotragfähigkeit des Versorgungswerkes.
In der Kapitalanlage setzt die Ärzteversorgung auf ein breit diversifiziertes Investment-Portfolio. Ein ausgewogenes Verhältnis von Sicherheit und Rentabilität ist entscheidend, damit auch langfristig getroffene Leistungszusagen erfüllt werden können. Der Ärzteversorgung geht es dabei um den langfristigen Erfolg der Kapitalanlage mit einem ausgewogenen Portfolio. Sie ist in vier Assetklassen investiert: Aktien, festverzinsliche Rentenanlagen, Immobilien und Alternative Investments. Dabei bilden Rentenanlagen, Immobilien und Aktien den Hauptbestandteil der Investitionen. Das Investment erfolgt zum Teil über direkte Investitionen in festverzinsliche Anleihen und Immobilien. Für die Verwaltung der weiteren Anlagen werden Asset-Manager mandatiert. Durch externe und interne Vorgaben, hohe Anforderungen an sowie sorgfältige Auswahl von Asset-Managern wird sichergestellt, dass die Kapitalanlage stets im Sinne und zum Wohle der Mitglieder erfolgt.
Ein aufsichtsrechtlich vorgegebener Anlagekatalog, der grundsätzlich zulässige Investitionen beschreibt, sowie diverse Vorschriften begrenzen das Risiko von Konzentrationen auf einzelne Investments und bestimmte Anlageklassen. So ist beispielsweise der Erwerb von Aktien eines einzelnen Unternehmens limitiert. Es soll verhindert werden, dass bei dessen Insolvenz zu große Verluste entstehen. Gleichzeitig darf nur ein gewisser Anteil des Vermögens in den Aktienmarkt investiert werden, um bei Marktschwankungen nicht zu große Verluste zu verzeichnen. Im Ergebnis entsteht ein ertragreiches, aber auch verantwortungsbewusstes Portfolio.
Die Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt ist sowohl strukturell als auch wirtschaftlich solide aufgestellt und verfügt über tragfähige Sicherheitsmechanismen, um auch in einem herausfordernden Umfeld langfristige Stabilität gewährleisten zu können.
Auch Vertrauen ist ein zentraler Wert für das Versorgungswerk. Dieses entsteht für die Ärzteversorgung zum einen durch die verantwortungsbewusste Wahrnehmung ihrer Geschäftstätigkeit und zum anderen durch Kommunikation. Neben individuellen Anfragen, die über verschiedene Kommunikationswege an das Versorgungswerk gerichtet werden können, informiert die Ärzteversorgung ihre Mitglieder im jährlich erscheinenden Mitgliedermagazin über wichtige Kennzahlen des Versorgungswerkes, Wissenswertes zur Mitgliedschaft sowie viele weitere Themen, die das Versorgungswerk betreffen. Auch auf ihrer Internetseite stellt die Ärzteversorgung wichtige Informationen bereit. Dazu gehören zum Beispiel zentrale Daten des Geschäftsberichtes.
Sicherheit, Rentabilität und Vertrauen spielen eine wichtige Rolle in der Erfüllung der Aufgabe der Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt.
Das Versorgungswerk trägt so seiner Verantwortung Rechnung – für die Zukunftssicherung seiner Mitglieder und ihrer Angehörigen.
Dr. med. Jörg Böhme
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt
Dr. med. Ulrich Kuminek
Vorsitzender des Vorstandes
Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt