Tausende neuer Publikationen erscheinen jedes Jahr allein in der Inneren Medizin. Die Vielzahl an Informationen fördert die Spezialisierung, unsere Patienten hingegen wünschen sich breit informierte Ärztinnen und Ärzte. Es wundert daher nicht, dass Querschnittsfortbildungen Konjunktur haben. Eine traditionelle und gut eingeführte Veranstaltung ist der seit 2014 jeweils im Januar angebotene Jahresrückblick des Departments Innere Medizin der Universitätsmedizin Halle (UMH). In diesem Jahr fand er am 17. Januar 2026 in der Leopoldina statt und war wieder sehr gut besucht. Die Vertreter der internistischen Schwerpunkte hatten jeweils die wichtigsten Neuerungen mitgebracht und kommentierten sie fachkundig.
Der angiologische Jahresrückblick 2025 durch Dr. M. Mühlenweg machte deutlich, dass die zentrale Herausforderung weniger im Mangel an Evidenz liegt als in der Frage, wie diese klinisch wirksam werden kann. Für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) liegen substanzielle neue Daten vor: die systolische Akzelerationszeit (AT) und maximale systolische Beschleunigung (ACC) erlauben eine quantitative Beurteilung auch dann, wenn der Knöchel-Arm-Index an seine Grenzen stößt, etwa bei Mediasklerose.
Mit der STRIDE-Studie [1] konnte erstmals gezeigt werden, dass Semaglutid bei Patientinnen und Patienten mit PAVK und Typ-2-Diabetes die Gehstrecke signifikant verbessert. Epidemiologische Daten aus Dänemark unterstreichen gleichzeitig die Dimension des Problems: PAVK ist ein häufiges Krankheitsbild mit starkem sozioökonomischen Gradient – und damit auch ein numerisches Versorgungsproblem, dem begrenzte personelle Ressourcen gegenüberstehen.
Besonders deutlich wird das Spannungsfeld bei der Therapieadhärenz. Qualitative Untersuchungen zeigen, dass chronisch erkrankte PAVK-Patientinnen und Patienten ihre Erkrankung oft fragmentiert erleben und medizinische Empfehlungen als abstrakt wahrnehmen. Adhärenz ist damit weniger ein Wissens- als ein Übersetzungs- und Kommunikationsproblem, gerade bei sozial benachteiligten Patientengruppen. Eine manifeste Versorgungslücke besteht weiterhin bei der strukturierten Bewegungstherapie. Trotz klarer Empfehlung sind entsprechende Angebote begrenzt. Durch Kooperationen mit Reha-Sportvereinen konnten lokal Verbesserungen erzielt werden.
Auch im venösen Bereich wurden neue Akzente gesetzt: Die Leitlinie 2025 der European Society of Vascular Medicine zur interventionellen Behandlung der venösen Thromboembolie [2] empfiehlt bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit ilio-femoralen Thrombosen an spezialisierten Zentren die Prüfung einer interventionellen Rekanalisation zur Reduktion des postthrombotischen Syndroms.
Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt Bob vorgestellt, das auf eine Verbesserung der Versorgungsrealität durch drei zentrale Bausteine zielt: eine automatisierte medizinische Dokumentation zur Entlastung klinischer Arbeitsabläufe, ein befragbarer Patientenkontext, der verstreute Informationen strukturiert zusammenführt, sowie die grafische, intuitive Visualisierung medizinischer Daten. Insgesamt zeigt sich: Fortschritte in der Gefäßmedizin entstehen dort, wo Evidenz, Versorgungsrealität und geeignete Strukturen zusammengeführt werden – mit dem Ziel, Zeit und Aufmerksamkeit wieder auf das Wesentliche zu lenken: den informierten Dialog mit dem Patienten.
Hämatologie und Onkologie haben sich 2025 rasant weiterentwickelt, wie Prof. Dr. M. Heuser berichtete. Neue pathophysiologische Erkenntnisse, innovative Therapieformen und moderne Diagnostik verändern klinische Standards zunehmend auch in der ambulanten Versorgung. Aktuelle Daten zeigen, dass eine intravenöse Eisensubstitution bei Eisenmangelanämie trotz aktiver Infektion sicher ist und sogar Mortalität und Verlauf verbessern kann [3]. Statine weisen neben kardiovaskulären Effekten mögliche präventive und prognostische Vorteile bei hämatologischen Neoplasien auf, einschließlich akuter myeloischer Leukämie, myelodysplastischem Syndrom und chronisch lymphatischer Leukämie.
Die frühzeitige Differenzierung zwischen monoklonaler Gammopathie (MG) „unklarer Signifikanz“ (ohne nachweisbare Organschäden), MG mit „klinischer Signifikanz“(z. B. renale Schäden) und Smoldering Myelom gewinnt an Bedeutung, da Organschäden oft übersehen werden. Mit Daratumumab steht nun erstmals eine wirksame Therapie für Hochrisiko-Smoldering-Myelom zur Verfügung [4]. Inzwischen fest etabliert ist die Therapie mit reprogrammierten patienteneigenen T-Lymphozyten mit chimärem Antigen-Rezeptor (CAR-T). In-vivo-CAR-T-Zelltherapien könnten Zelltherapien vereinfachen und breiter verfügbar machen. Checkpoint-Inhibitoren werden zunehmend in der Erstlinie eingesetzt und ermöglichen bei ausgewählten Tumoren organerhaltende Strategien, erfordern jedoch ein sicheres Management immunvermittelter Nebenwirkungen [5].
Liquid Biopsy mittels Nachweis zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) erlaubt ein sensibles Monitoring auf minimale residuale Erkrankung und frühzeitige Therapieanpassungen [6]. Gleichzeitig wächst die Bedeutung strukturierter Langzeitnachsorge mit Fokus auf kardiometabolische Risiken, Fatigue, Prävention und Zweitmalignome. Insgesamt zeigt sich die Onkologie als interdisziplinäres Fach, das eine enge Zusammenarbeit zwischen Spezialzentren und Primärversorgung erfordert [7].

Für die Rheumatologie berichtete Prof. Dr. G. Keyßer. Die Rheumatoide Arthritis (RA) führte in einer französischen Kohorte bei 2 % der Betroffenen zu einer interstitiellen Lungenerkrankung (ILD). Diese tritt im Gegensatz zur ILD bei Kollagenosen später im Verlauf auf und erhöht die Hazard-Ratio für das Versterben massiv (EULAR 2025). Auch Feinstaub steigert das Risiko für eine ILD bei RA dosisabhängig [8]. Eine Behandlung mit Blockern des Tumor-Nekrose-Faktors (TNF) hat jedoch keinen Einfluss auf den Verlauf der RA-assoziierten ILD [8, 9]. Die Optionen für die Therapie der Spondyloarthritiden sind zahlreich, einfach zu handhaben und effektiv. Dies hat Auswirkungen auf die Therapieführung, die mit einer App und Online-Kontakten bei Bedarf nicht schlechter abschnitt als die Betreuung mit Konsultationen vor Ort [10]. Die Betreuung des Systemischen Lupus erythemathodes (SLE) folgt nun einer deutschen Leitlinie. Diese regelt erstmals das Vorgehen bei Antiphospholipidsyndrom und bei schwangeren SLE-Patientinnen [11]. Gegen B-Zellen gerichtete Ansätze für das Sjögren-Syndrom wie das Biologikum Ianalumab sind in ihrer Entwicklung weit fortgeschritten und erlangen in absehbarer Zeit Marktreife [12]. Auch für die IgG-4-assoziierten Erkrankungen existiert mit Inebilizumab ein B-Zell-gerichtetes Präparat [13]. Studien zu Riesenzellarteriitiden und Polymyalgia rheumatica zeigen Methotrexat als Alternative und Ergänzung zu Interleukin-6-gerichteten Therapien [14, 15].
Für den Fachbereich Endokrinologie/ Diabetologie berichtete Frau S. Fick über erweiterte Therapieoption des autoimmunen Typ 1 Diabetes mellitus (T1DM) im Stadium der Dysglykämie 2 (Auto-Antikörper positiv und Blutzucker-Werte im Graubereich) durch die Zulassung des monoklonalen Antikörpers Teplizumab, der gegen das CD3-Antigen der T-Lymphozyten gerichtet ist. Durch Verzögerung der Inselzellzerstörung verzögert sich die Manifestation der Erkrankung im Mittel um ca. 25 Monate [16]. Die Insulinpalette wird kleiner, die Herstellung von Insulin human, NPH-Insulin und Insulin detemir wird eingestellt.
SGLT2 (sodium-glucose cotransporter-2)-Inhibitoren und Inkretine sind als Antidiabetika für Insulinmangeldiabetikerinnen und -diabetiker weiterhin nicht zugelassen. Beide Präparate werden in Studien untersucht. Die relevanten unerwünschten Wirkungen der euglykämen Ketoazidose insbesondere bei Insulinmangeldiabetikerinnen und -diabetikern unter SGLT2-Einsatz bleibt ein relevantes Problem. Semaglutid wirkt in Typ-1-Diabetes (T1DM)-Studien therapiestabilisierend, reduziert die Insulindosis und das Gewicht bei etwas erhöhtem Hypoglykämierisiko [17]. Allerdings erschien wirkstoffspezifisch eine Warnung der European Medicines Agency (EMA) bzgl. des gehäuften Auftretens von Retinopathien.
9,1 Mio. Typ-2-Diabetikerinnen und -Diabetiker plus 2 Mio. nichtdiagnostizierte Patientinnen und Patienten leben 2025 in Deutschland (Gesundheitsbericht Diabetes 2025), 589 Mio. Diabetikerinnen und Diabetiker weltweit, mit weiter steigender Tendenz. Auch wenn unter Therapie mit Gliflozinen, Tw/Inkretinen effektiv eine Progressionshemmung der relevanten Komorbiditäten möglich ist, zeigt sich seit ca. 2010 wieder ein Trend der Zunahme tödlicher kardiovaskulärer Erkrankungen weltweit. Risikogruppe sind Adipöse mit einem body mass index > 30 kg/m2. Studien mit Inkretinen zeigten bereits bei Menschen mit Adipositas ohne Diabetes mellitus positive Effekte, z. B. in den Indikationen: PAVK, Herzinsuffizienz, Schlafapnoe (STRIDE, SELECT, STEP-Trials).
Die Notwendigkeit einer gezielten Adipositastherapie möglichst vor Auftreten manifester Endorganschäden (Lifestyleintervention, psychologischer Support, bariatrische Therapie, Antiadiposita) ist deutlich. Wichtig ist die Detektion von Risikopatienten, z. B. Kinder nach Schwangerschaftsdiabetes [18] und frühestmögliche Intervention. Unterstützend zur konservativen Therapie sind in Deutschland als medikamentöse Antiadiposita Liraglutid (neu: Generika!), Semaglutid und Tirzepatid verfügbar. Bei allen drei Präparaten handelt es sich um Selbstzahlerleistungen. Mit zunehmendem Verständnis der Pathophysiologie von Adipositas und Kenntnis des Vorkommens von endogenen GLP1-Rezeptoragonisten und GIP-Rezeptoragonisten handelt es sich hier um einen zielgerichteten Ansatz u. a. mit der Reduktion der bereits entstandenen viszeralen Adipozyten und der Manipulation des Appetitverhaltens, solange die Therapie erfolgt.
Durch zunehmende Indikationen für Checkpointinhibitoren in der Malignomtherapie steigt die Zahl der hierunter auftretenden immunrelated Adverse Events, diese betreffen in 5 – 25 % endokrine Drüsen. Pathophysiologisch kommt es zu einer autoimmunen Zerstörung des Zielorgans, die bei Endokrinopathien zu einem substitutionspflichtigen Hormondefizit führen. Meist trifft es die Schilddrüse, in der Häufigkeit gefolgt von hypophysärem Ausfall der corticotropen Achse, seltener entwickelt sich ein Insulinmangeldiabetes und am seltensten tritt eine adrenale Insuffizienz auf. Veränderungen der Schilddrüsenfunktion sind dabei in den Routinelaborkontrollen sicher detektabel. Gefährlich ist das Übersehen einer corticotropen Insuffizienz, da die prolongierte Addison-Symptomatik aus u. a. sukzessivem Gewichtsverlust, Adynamie, orthostatischer Dysregulation, Hyponatriämie und z. T. Hypoglykämie leicht als Ausdruck der Malignomerkrankung fehlinterpretiert wird. Hier wird bei Verdacht sofort der Beginn einer kalkulierten Therapie mit Hydrocortison z. B.: 20–10–0 mg mit nachfolgend zeitnaher endokrinologischer Abklärung empfohlen [19].

Das Jahr 2025 setzte wichtige Impulse für die geriatrische Versorgung durch geschärfte diagnostische Profile und aktualisierte S3-Leitlinien. In ihrem Jahresrückblick skizzierte Frau Dr. J. Kellner zentrale Entwicklungen für die klinische Praxis.
Die neue S3-Leitlinie zum Schmerzmanagement bei geriatrischen Patientinnen und Patienten [20] stellt ein interprofessionelles und sektorenübergreifendes Vorgehen in den Mittelpunkt. Die klinische Herausforderung bleibt die Balance zwischen suffizienter Analgesie und der Vermeidung von Polypharmazie. Shared Decision Making gewinnt dabei an Bedeutung, um individuelle Therapieziele mit Arzneimittelsicherheit zu vereinen.
Die überarbeitete S3-Leitlinie Demenzen [21] integriert erstmals ein eigenes Kapitel zur Palliativmedizin und betont den Stellenwert eines frühzeitigen Advanced Care Planning zur Sicherung der Lebensqualität in fortgeschrittenen Stadien.
Parallel wurde die Differenzialdiagnostik weiter präzisiert: Die neuen Kriterien zur „Limbic-predominant Age-related TDP-43-Encephalopathy (LATE)“ ermöglichen eine bessere Abgrenzung von Alzheimer-ähnlichen kognitiven Abbauprozessen bei Hochbetagten [22].
Mit dem blutbasierten Biomarker pTau217 steht zudem ein vielversprechendes Instrument zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit zur Verfügung [23]. Trotz neuer Therapieoptionen durch Antikörper wie Lecanemab und Donanemab bleibt deren Implementierung aufgrund logistischer Anforderungen und komplexer Patientenselektion herausfordernd [24, 25].
Zu den wichtigsten Themen in Nephrologie und Hypertensiologie gehört die Vermeidung und Verzögerung der Progression von diabetischen Nierenschäden, wie Prof. Dr. M. Girndt berichtete. Über die letzten zwei Jahrzehnte konnte ein Maßnahmenbündel auf Lebensstiländerungen und pharmakologischen Maßnahmen etabliert werden [26], die nachweislich das Dialyserisiko bei Diabetes senken, doch gibt es auch bei Umsetzung aller Interventionen noch immer Patienten, deren Nierenfunktion progredient schlechter wird. Somit kommt neuen Studien eine hohe Bedeutung zu, die eine additive Proteinuriesenkung durch die nichtsteroidalen Mineralokortikoidantagonisten Finerenon (CONFIDENCE-Studie [27]) oder Balcirenon (MIRO-CKD Studie [28]) belegen.
Aufgrund des umfangreichen pathophysiologischen Verständnisses der häufigsten Glomerulonephritis des Erwachsenen, der Immunglobulin-A-Nephropathie, haben sich die Therapieleitlinien [29] grundlegend geändert. Alle Patienten mit dieser Erkrankung sollen therapiert werden. Die zwei Säulen der Therapie sind die Intervention gegen die Immunpathogenese (differenziert nach Schweregrad und Verlaufsform) und die hämodynamische Entlastung der Glomeruli (alle Patienten). Neue Therapiekonzepte, wie eine gezielte B-Lymphozytenhemmung (VISIONARY- [30] und ORIGIN-3-Studien [31]) sind sehr vielversprechend. Eine ähnliche Bedeutung kommt einer Studie zum Einsatz des B-Zell-Antikörpers Obinutuzumab bei der hochaktiven Lupus-Nephritis (REGENCY-Studie [32]) zu.
Aktuell noch unklar ist die Konsequenz aus der PISCES-Studie [33], die durch den Einsatz von Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischöl das kardiovaskuläre Ereignisrisiko um enorme 43 % senkt, und das bei Dialysepatientinnen und -patienten, bei denen nahezu alle Interventionsversuche in dieser Hinsicht bisher gescheitert sind. Hier bedarf es unabhängiger Bestätigung und mechanistischer Untersuchungen.
Die Behandlung der resistenten oder schwer behandelbaren arteriellen Hypertonie könnte bald durch hochselektive Aldosteron-Synthasehemmer (Lorundrostat, ADVANCE-HTN-Studie [34] oder Baxdrostat, BaxHTN-Studie [35]) erleichtert werden. Eine Studie (BedMed-Studie [36]) an gebrechlichen Hypertoniepatienten belegt, dass der Einnahmezeitpunkt (morgens oder abends) für moderne Antihypertensiva keine wesentliche Rolle spielt, dies könnte eine deutliche Erleichterung für die Versorgung dieser Patienten erbringen.
In der Gastroenterologie, berichtet von Prof. Dr. J. Rosendahl, konnte gezeigt werden, dass die perioperative kombinierte Chemotherapie mit dem sog. „FLOT-Schema“ beim resektablen Ösophaguskarzinom das Gesamtüberleben im Vergleich zu einer präoperativen Radiochemotherapie nach dem sog. „CROSS-Protokoll“ signifikant verbessert [37]. Für den Kalium-kompetitiven Säureblocker Vonoprazan liegen für Patientinnen und Patienten mit erosiver Ösophagitis erste Langzeitdaten vor, die gleiche Heilungsraten und vergleichbare unerwünschte Nebenwirkungen belegen [38]. Die Medikamentengruppe könnte somit eine Alternative zu Protonenpumpeninhibitoren darstellen, wobei die Zulassung in Deutschland noch aussteht.

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz wird auch in der Gastroenterologie untersucht und mittels Deep Learning Algorithmen kann die zeitliche Notwendigkeit einer endoskopischen Diagnostik bei Patientinnen und Patienten mit gastrointestinaler Blutung bestimmt werden. So zeigte die Analyse von in den ersten 4 Stunden des Krankenhausaufenthalts erhobenen Daten mittels dieses Algorithmus eine Überlegenheit in der Vorhersage von Patientinnen und Patienten, die im ambulanten Sektor endoskopisch untersucht werden können [39]. Solche Herangehensweisen können sicherlich den Bereich der Akutversorgung von Patientinnen und Patienten entlasten, wobei der ambulante Sektor vor eine Herausforderung gestellt wird. In der komplexen Endoskopie entwickeln sich kontinuierlich neue Techniken, welche in erfahrenen Zentren angewendet werden sollten. In einer multizentrischen Studie konnte gezeigt werden, dass bei maligner Magenausgangsstenose die endosonografisch angelegte Gastroenterostomie mit einem lumen apposing metal stent im Verlauf weniger Reinterventionen im Vergleich zum Duodenalstent bedarf [40]. Somit stellt die endoskopische Gastroenterostomie ein weiteres Verfahren dar, um den Patientinnen und Patienten zu helfen, wobei bei der Durchführung unbedingt konsentierte Standards eingehalten werden sollten [41].
Für das Pankreaskarzinom können anhand von Krankenkassendaten die Versorgungsrealitäten in Deutschland erfasst werden. Hier zeigte eine Analyse von mehr als 23.000 Patienten nur geringe Verbesserungen im Gesamtüberleben, sodass neue Therapien wie die Inhibitoren der tumorfördernden KRAS-Proteine dringend benötigt werden [42]. Die Ultraschalldiagnostik hat einen festen Stellenwert in der Abklärung gastroenterologischer Erkrankungen.
Bei der Beobachtung von zystischen Pankreasläsionen zeigte eine Arbeit, dass Pankreasläsionen in Abhängigkeit der Größe der zystischen Läsionen und des body mass index des Patienten mittels der Abdomensonografie kontrolliert werden können [43]. Für die Implantation eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS) bei Patienten mit Leberzirrhose bestehen verschiedene Indikationen. Während der TIPS-Anlage kann erwogen werden, Kollateralkreisläufe zu embolisieren. Hier zeigten die Autoren einer chinesischen Arbeitsgruppe, dass die Re-Blutungsrate bei Patientinnen und Patienten mit gastrischen Varizen und Ösophagusvarizen mit Fundusbeteiligung durch die gleichzeitige Embolisation reduziert werden konnte [44].
Die Pneumologie des UKH hat die Zertifizierung als interventionelles Emphysemzentrum erhalten, wie PD Dr. S. Eisenmann berichtete. Sämtliche interventionellen Behandlungen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) werden in dem nationalen Emphysem-Register erfasst, wodurch Versorgungsforschung und Benchmarking möglich wird. Neue Methoden werden in klinischen Studien angeboten. In 2025 wurden Bronchus-Scaffolds, miniaturisierte Atemwegsstents, vorgestellt, eine Reduktion der Überblähung ist unabhängig von kollateraler Ventilation möglich.
Brensocatib ist nach positiven Ergebnissen der Aspen-Studie als erstes Präparat zur Reduktion der häufig entscheidenden neutrophilen Inflammation bei Bronchiektasen zugelassen. Weitere ähnlich wirkende Wirkstoffe werden in Studien getestet, zusätzlich auch bei Patienten mit Mukoviszidose. Letztere haben durch die Modulator-Therapie zumeist eine erhebliche Prognoseverbesserung. Welche Auswirkungen das auf den Erkrankungsverlauf in fortgeschrittenem Alter hat, ist Gegenstand der Forschung.
Bei interstitiellen Lungenerkrankungen wächst die Kooperation mit der Rheumatologie, eine pulmonale Mitreaktion verschlechtert die Prognose von rheumatologischen Erkrankungen deutlich. Diese sind intensiver nach Lungenbeteiligung zu screenen, hervorzuheben ist hierbei die systemische Sklerose. Mit Nerandomilast wurde zudem eine Substanz mit antifibrotischem und antiinflammatorischem Potenzial positiv evaluiert und wird in die Behandlung integriert.
Ab April 2026 ist das computertomographische Lungenkrebsscreening möglich. Bei konsequenter Umsetzung ist oft eine frühere Diagnose in kurativen Stadien möglich. Basis ist die Identifizierung geeigneter Patienten. Radiologisch wird mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Dignität der Befunde einzuordnen sein. Eine Abklärung sollte dann durch Nutzung modernster Methoden wie Navigationsbronchoskopie erfolgen. Diese Methoden sind am Universitätsklinikum Halle bereits seit Jahren etabliert.
Einen Überblick aus dem kardiologischen Bereich gab Dr. Jörn Tongers: ß-Blocker sind in der Therapie bei Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer (LV) Funktion fest etabliert, der Nutzen nach Myokardinfarkt unabhängig von der LV-Funktion allerdings unklar. Mehrere Studien belegten nun, dass ab einer LV-Funktion > 40 – 50 % kein Vorteil durch ß-Blocker post-Infarkt besteht [45, 46]. In einer Meta-Analyse von > 170.000 Infarkt-Patienten bestand kein Effekt bei einer LV-Funktion > 50 % [47].
Die orale Antikoagulation (OAK) ist auch nach Vorhofflimmer-Ablation abhängig vom CHA2DS2-VA Score indiziert. Zwei Studien untersuchten nun eine Beendigung der OAK nach unauffälligem Rezidiv-Screening über 1 Jahr nach Ablation bei Patienten mit niedrigem Thrombembolie-Risiko [48, 49]. In den stark selektierten Kollektiven bestand zwar kein Vorteil einer OAK gegenüber single antiplatelet therapy, allerdings braucht es weiterführende Evidenz vor einer Änderung des Managements.
Die Dauer der dualen Thrombozytenhemmung (DAPT) nach Koronarinterventionen wurde zuletzt gerade bei chronischem Koronarsyndrom deutlich verkürzt. Die frühzeitige Reduktion der post-interventionellen DAPT auch im Rahmen eines Myokardinfarktes mit niedrigem Rezidiv-Risiko kann ggf. bereits nach 4 Wochen beendet werden [50]. Hingegen ist das frühzeitige Absetzen des ASS schon wenige Tage nach der Koronarangioplastie im Rahmen eines akuten Koronarsyndroms ungünstig [51]. Die AQUATIC Studie lieferte nun Hinweise, dass eine ergänzende ASS-Therapie über 6 Monate hinaus auch bei erhöhtem arterothrombotischen Risiko keinen Nutzen bringt [52].
Ein hochnormales Serum-Kalium (4.5 – 5.0 mmol) reduziert die Zahl von ventrikulären Rhythmusstörungen in Risikokollektiven [53].
Leitlinien zu den Themen kardiovaskuläre Erkrankungen und Schwangerschaft [54], Dyslipidämie [55], mentale Gesundheit und kardiovaskuläre Erkrankungen [56] sowie Myokarditis und Perikarditis [57] wurden kürzlich auf europäischer Ebene publiziert/aktualisiert. Bemerkenswert sind hier u. a. Neuerungen in der Therapie von Herzklappenerkrankungen [58]. Alle Patienten ab 70 Jahren werden nunmehr katheter-gestützt behandelt (TAVI). Auch bei Kombinations-Eingriffen mit ergänzend zu revaskularisierender koronarer Herzkrankheit wird ein interventionelles Verfahren empfohlen. Auch bei den Insuffizienzen der atrioventrikularen Klappen gibt es Neuerungen: Die sekundäre Mitralklappeninsuffizienz (MI) sollte am ehesten katheter-gestützt edge-to-edge operiert werden (TEER). Nur bei primärer MI mit niedrigem OP-Risko wird ein operatives Verfahren möglichst rekonstruktiv favorisiert.
Prof. Dr. med. Matthias Girndt
Ärztlicher Leiter des Department für Innere Medizin
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Ernst-Grube-Straße 40, 06120 Halle (Saale)
Tel.: 0345/557 4978
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