Die Stadt Halle und das Stadtmuseum Halle fördern den Nachwuchs an Carilloneuren mit einem dreijährigen Ausbildungsprogramm zum Halleschen Stadtcarilloneur. Es ist schier gewaltig quasi mitten zwischen den Glocken zu sitzen, von den Tönen umgeben zu sein und mit ihnen über Halles Dächer zu schweben. Zu hören sind die Glocken während wöchentlicher Konzerte/Live-Anspiele sonntags um 16 Uhr, sonst gibt es mehrmals täglich automatische Anspiele. Zu sehen und zu hören sind die Glocken und die imponierende Geschichte des Roten Turmes während Turm-Führungen (es gibt auch spezielle Glöckner-Führungen, auch privat buchbar über das Stadtmuseum Halle).
Doch wo liegt nun die namensgebende Gemeinsamkeit? Immerhin ist beides aus Metall. Die laut Herstellerangaben (nicht primär ersichtliche) Glocken-anmutende Form des Drahtgeflechts lässt auch einen Telefonhörer, eine Schöpfkelle oder Bären-Öhrchen erahnen, wobei der gewählte Name wahrscheinlich der wohlklingendste ist. Kommen Sie gerne vorbei und baden Sie in den Glockenklängen.
Dr. med. Philipp Steinau,
im 5. Weiterbildungsjahr zum FA Allgemeinmedizin,
im 3. Weiterbildungsjahr zum Halleschen Stadtcarilloneur
Fotos: Beate Krauße