Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die konstituierende Kammerversammlung am 27. Juni liegt hinter uns – und mit ihr der erfolgreiche Auftakt zur IX. Legislatur im Land. Dass Sie einer Vielzahl im Amt bewährter Kolleginnen und Kollegen – und auch mir – erneut so geschlossen das Vertrauen geschenkt haben, ist ein überwältigendes Signal. Wir verstehen dies nicht als persönliches Geschenk, sondern sind Ihnen dankbar, dass Sie unseren Kurs an den Wahlurnen bestätigt haben. Es zeigt, dass wir gemeinsam vieles richtig gemacht haben und ein Fundament besitzen, auf dem wir nun nahtlos aufbauen können.
Dieses Vertrauen ist für uns Motivation und Auftrag zugleich. Unser Ziel als Vorstand ist es, nicht nur für Sie zu sprechen, sondern auf Ihr Wort zu hören. Wir stehen für Transparenz und offene Kommunikation. Eine starke Stimme auf Landes- und Bundesebene können wir aber nur sein, wenn wir uns alle einbringen. Und wir können es uns in diesen Zeiten schlicht nicht leisten, still zu sein. Werden Sie laut, engagieren Sie sich – damit wir Ihnen eine kraftvolle Stimme geben können! Das verlangt auch, dass wir als Einheit auftreten. Achten wir aufeinander, schauen wir hin, wo die Bedürfnisse in den Kliniken, bei Fachärztinnen und Fachärzten sowie Hausärztinnen und Hausärzten liegen und wo es krankt. Nehmen wir besonders unseren ärztlichen Nachwuchs in den Blick, für dessen Zukunft wir Verantwortung tragen. Nur so verteidigen wir unsere Freiberuflichkeit. Sie steht aktuell akut auf dem Spiel – und mit ihr das Fundament von autonomer Berufsausübung, Fort- und Weiterbildung sowie der Rentenversorgung.
Ein reibungsloser Auftakt ist das Ergebnis von Teamarbeit. Mein persönlicher Dank gilt den Delegierten für den Vorschuss, dem unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt sowie der Unterstützung durch unser Hauptamt. Dank des neuen TED-Systems wurden alle Gremien zügig und transparent gewählt; Details entnehmen Sie bitte der Berichterstattung.
Uns bleibt nun keine Atempause. Am 6. September steht die Landtagswahl an. Als Kammer agieren wir politisch neutral, werden aber potenzielle Konsequenzen abwehren und Politik im Sinne unserer Mitglieder aktiv gestalten. Parallel rollen Reformen auf uns zu, die uns empfindlich treffen können. Hier müssen wir wach bleiben und konsequent dagegenhalten, um die Versorgung im Land zukunftsfest zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir Sie so vertreten werden, wie Sie es zu Recht erwarten, und unsere Interessen erfolgreich voranbringen können. Lassen Sie uns die Zukunftsaufgaben mutig annehmen. Aber es geht nur gemeinsam. Vielen Dank für Ihr Vertrauen!
Ihr Professor Uwe Ebmeyer
Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt