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Universitätsmedizin Halle übernimmt

Koordinierung vom Partizipations-forschungs-Netzwerk ICPHR

Koordinierung vom Partizipations-forschungs-Netzwerk ICPHR
Prof. Wright besuchte die KPTG in Halle. (v. l. n. r.): Prof. Dr. Patrick Jahn (wiss. Leitung TPG und der AG Versorgungsforschung an der UMH), Jerry Olear, Celine Schreiber, Dr. Franziska Fink (alle drei KPTG), Prof. Dr. Michael T. Wright (Foto: Cornelia Fuhrmann)

Die Universitätsmedizin Halle übernimmt für fünf Jahre die Koordinierung der International Collaboration for Participatory Health Research (ICPHR) und setzt damit ein starkes Signal für die partizipative Gesundheitsforschung in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus.

Konkret wird das Kompetenzkolleg für Partizipationsforschung und Transformation in der Gesundheitsversorgung (KPTG) die neue Gastgeberin des weltweit agierenden Netzwerks, das die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft in der Gesundheitsforschung stärkt.

Gerade auch für Ärztinnen und Ärzte gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung. Partizipative Forschung verbessert die Anpassung von Versorgungsstrukturen an reale Bedarfe, weil sie alle beteiligten Akteurinnen und Akteure einbezieht. Das wiederum erhöht die Akzeptanz neuer Versorgungsmodelle und unterstützt eine patientenzentrierte Medizin. Gerade in Zeiten komplexer Herausforderungen bieten Partizipation und die Forschung dazu konkrete Ansätze, um die Versorgung gemeinsam mit Patientinnen/Patienten und Versorgenden weiterzuentwickeln.

Dr. Franziska Fink

Mit der Ansiedlung der ICPHR in Halle wird Sachsen-Anhalt international sichtbar als Standort für innovative Versorgungs- und Partizipationsforschung. Die Leitung der Geschäftsstelle der ICPHR wird alle fünf Jahre neu ausgeschrieben. In diesem Jahr erhielt erstmals Halle den Zuschlag, obwohl es bis dato kein Mitglied im Partizipationsnetzwerk war. „Die Bewerbung aus Halle hat die Mitglieder der Steuerungsgruppe allerdings komplett überzeugt“, sagt Prof. Dr. Michael T. Wright, der für die Übergabe der Geschäfte und eine erste Einführung in die Gastgeber-Aufgaben der ICPHR Mitte Mai nach Halle gekommen war. Wright, Mitbegründer des Netzwerks, hat viele Jahre in Deutschland gearbeitet und gilt international als einer der bekanntesten Partizipationsforscher.

Die ICPHR wurde 2009 gegründet, um die partizipative Gesundheitsforschung weltweit zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft zu fördern. Ziel dieses Ansatzes ist es, Beteiligung systematisch in Forschungs- und Entscheidungsprozesse im Gesundheitswesen zu integrieren. Das internationale Netzwerk war zuvor an der Morgan State University (Baltimore, USA) angesiedelt.

Hintergrund: Das KPTG wird bis Ende 2027 mit rund 948.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördert. Es ist Teil der AG Versorgungsforschung | Pflege im Krankenhaus (AGV; Leitung: Prof. Dr. Patrick Jahn) der Universitätsmedizin Halle (UMH).

Portraitfoto: Stefan Schwendtner

Korrespondenzadresse:

Dr. Franziska Fink
Leiterin des Kompetenzkollegs für Partizipationsforschung & Transformation in der Gesundheitsversorgung (KPTG)
AG Versorgungsforschung/Pflege im Krankenhaus
Universitätsmedizin Halle
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