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Leben weitergeben und Hoffnung schenken

Klinikum Cracau für vorbildliche Organspende geehrt

Klinikum Cracau für vorbildliche Organspende geehrt
Auszeichnung des Klinikums Cracau bei Pfeiffers der Universitätsmedizin Magdeburg für ihr besonderes Engagement für die Organspende | Foto: Uwe Köhn

Bei einer feierlichen Festveranstaltung in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt sind am 29. April 2026 das Klinikum Cracau bei Pfeiffers der Universitätsmedizin Magdeburg sowie zwei weitere Krankenhäuser aus Sachsen und Thüringen für ihr besonderes Engagement für die Organspende ausgezeichnet worden. Die Ehrung nahmen die jeweils zuständigen Landesministerien gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) Region Ost vor.

Petra Grimm-Benne, Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin, begrüßte alle Teilnehmenden im Festsaal der Staatskanzlei: „Organspende rettet Leben. Jede und jeder von uns kann in Folge eines Unfalls oder einer Krankheit auf ein lebenswichtiges Organ angewiesen sein.“ Organspenden seien nur möglich, wenn Menschen sich bereiterklären, ihre Organe zur Verfügung zu stellen, wenn der Tod unausweichlich ist. „Organtransplantationen erfordern engagierte Beschäftigte in den Krankenhäusern, die den sensiblen Prozess mit menschlicher Empathie und hoher medizinischer Kompetenz begleiten. Die geehrten Krankenhäuser stehen stellvertretend für alle Häuser, die Organspenden möglich machen. Wir danken den Mitarbeitenden in den heute ausgezeichneten Kliniken stellvertretend für alle, die sich dieser Verantwortung stellen.“

Das Klinikum Cracau habe sehr frühzeitig sowohl ärztliche als auch pflegerische Transplantationsbeauftragte bestellt, die in regelmäßigem Kontakt zur DSO stehen. Konkrete Verfahrensanweisungen für den Fall einer Organspende gewährleisten, dass alle Beteiligten im Fall einer Organspende ihre Aufgaben kennen und sicher umsetzen können. Fortbildungen zum Thema Organspende für das gesamte Krankenhauspersonal gehören im Klinikum Cracau obligatorisch dazu.

Thomas Schröder, Geschäftsführer des Klinikums Cracau, betont die Bedeutung der Auszeichnung: „Diese Ehrung ist eine Anerkennung für die hervorragende Arbeit unseres gesamten Hauses. Eine erfolgreiche Organspende ist keine Einzelleistung, sondern das Ergebnis einer perfekten Versorgungskette – von der Notaufnahme über die Anästhesie bis hin zur Intensivstation und dem OP-Team. Es erfüllt uns mit Stolz, dass die Professionalität und die menschliche Wärme, mit der unsere Mitarbeitenden diesen Prozess begleiten, heute auf Landesebene gewürdigt werden.“

Dr. med. Bernhard Mertz, Transplantationsbeauftragter im Klinikum Cracau, ergänzt: „Wir erleben täglich, wie wichtig die frühzeitige Wachsamkeit und Sensibilität des Teams sind. Gleichzeitig sehen wir in den Gesprächen mit den Familien, wie schwer eine Entscheidung zur Organspende fällt, wenn der Wille des Verstorbenen zu Lebzeiten nicht dokumentiert wurde. Wir verstehen uns daher auch als Botschafter für die eigene Willensbildung. Ein ausgefüllter Organspendeausweis entlastet die Angehörigen in einer Situation tiefster Trauer und schenkt gleichzeitig anderen Menschen die Hoffnung auf ein Weiterleben.“

Ministerin Grimm-Benne: „Rund 8.000 Menschen warten derzeit in Deutschland auf ein lebenswichtiges Spenderorgan. Das sind schwer kranke Patientinnen und Patienten, die gemeinsam mit ihren Familien hoffen und bangen. Viele Menschen auf der Warteliste sterben, bevor sie eine Transplantation erhalten. Die Einführung der Widerspruchslösung bietet die große Chance, die Zahl der Organspenden deutlich zu erhöhen und damit mehr Leben zu retten.“

Pi (Auszug) Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt