Modellprojekte zur Weiterentwicklung der Psychiatrischen Versorgung nach § 64b SGB V

Bettina Wilms
Bettina Wilms

Nie waren sie so wertvoll wie heute

Wilms B.
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Carl-von- Basedow-Klinikum Saalekreis gGmbH

Einleitung
Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) kommt eine Reihe von Veränderungen verbunden mit neuen Herausforderungen und Aufgabenstellungen auf die Psychiatrie und Psychotherapie in Fachkliniken und Allgemeinkrankenhäusern zu. Vor allem die Ausgestaltung einer flexibleren Krankenhausbehandlung und die dazu nötigen Personalressourcen sind wesentliche Themen, die die Diskussion in den kommenden Jahren bestimmen werden. Mit § 64b SGB V1 wurde seit 2012 die Möglichkeit eröffnet, alternative Versorgungsmodelle zu erproben und mit einer ausreichend langen Laufzeit von maximal 8 Jahren in den betroffenen Regionen auch Schritte in den Regelbetrieb zu gehen. Bei weitem nicht alle Aspekte der gesetzlichen Vorgaben sind hierbei umgesetzt: weder die Vorgabe, mindestens ein Modellprojekt pro Bundesland zu etablieren, noch der Einbezug der Kinder- und Jugendpsychiatrie- und -psychotherapie.

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Gefäßverletzungen bei kriegerischen Auseinandersetzungen

Prof. Dr. M. Mhanna
Prof. Dr. M. Mhanna

der Gegenwart (Syrienkrieg) und ihre adäquate Versorgung unter Notfallbedingungen sowie limitierten Ressourcen – ein repräsentativer fallbasierter Überblick

Mhanna M.1, Meyer F.2, Halloul Z.3,
1 Dept. of Thoracic and Vascular Surgery, Zahi-Azrak Hospital, Lattakia (Syria);
2 Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg,
3 Bereich Gefäßchirurgie, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg

Einleitung

Auch in der Gegenwart bieten kriegerische Auseinandersetzungen wie im Syrienkonflikt noch immer erhebliches Potenzial für komplexe Verletzungen, bei denen jene der Gefäße als besonders anspruchsvoll und überlebensbestimmend mit im Vordergrund stehen.
Das Ziel der vorliegenden ausgewählten Fallzusammenstellung war es, mit illustrativen Bildserien einzelner repräsentativer Fälle aus Kriegsgebieten Syriens über den Betreuungsverlauf hinweg die herausfordernde Versorgung teils komplexer Verletzungen unter Einbeziehung mehrerer Organsysteme, insbesondere der Gefäße in Anbetracht limitierter Ressourcen als auch unter Dringlichkeitskautelen darzustellen.

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Stationär behandelte Patienten mit osteoporotischen Frakturen

PD Dr. Stefan Piatek
PD Dr. Stefan Piatek

Diagnostik, Therapie und weiterführende osteologische Versorgung

Piatek S. 1, Pozniak A. 1, Greiner F. 1, Walcher F. 1, Kekow J. 2
1    Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R
2    Klinik für Rheumatologie/Osteologisches Schwerpunktzentrum (DVO), Helios-Fachklinik Vogelsang-Gommern

Einleitung
Frakturen sind die bei der Osteoporose am stärksten gefürchteten Komplikationen und der klinisch relevante Endpunkt dieser Erkrankung. Nicht selten wird für viele Patienten erst die Fraktur zum Schlüsselereignis ihrer Osteoporose-Erkrankung. Diese Frakturen und ihre Folgen führen oft zu irreversiblen Einbußen an Lebensqualität, zu Behinderungen, Pflegebedürftigkeit und erhöhter Mortalität [2, 4, 6, 13, 16, 18, 20].

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Lungenvolumenreduktion bei Lungenemphysem

Dr. Thomas Blankenburg
Dr. Thomas Blankenburg

Bewertung der neuen endoskopischen Therapieverfahren

Blankenburg T.1, Krüger M.2, Schütte W.1
1 Klinik für Innere Medizin II, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau
2 Klinik für Thoraxchirurgie, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau

Einleitung
Die COPD mit den Phänotypen Chronisch-Obstruktive Bronchitis sowie Lungenemphysem tritt weltweit immer häufiger auf. In Deutschland liegt die Prävalenz bei Personen ab 40 Jahren bei 13 %1. Die Behandlung der COPD stellt eine der wesentlichen Herausforderungen für die Medizin in den nächsten Jahrzehnten dar 2.

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Behandlungsoptionen chronischer neuropathischer Schmerzen aus neurochirurgischer Sicht

Lars Büntjen
Lars Büntjen

Büntjen L., Voges J.
Universitätsklinik für Stereotaktische Neurochirurgie Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg

1. Einleitung
Neuropathische Schmerzen stellen eine klassische interdisziplinäre Problemstellung dar. Während der Großteil der betroffenen Patienten in hausärztlichen und neurologischen Praxen vorstellig und letztlich auch dort versorgt wird, findet nur ein geringer Anteil den Weg in eine spezialisierte Einrichtung zur Evaluation und Therapie. Jedoch erreichen selbst unter optimaler medikamentöser Therapie 40 - 60 % der Patienten kein befriedigendes Therapieergebnis [6]. Somit kommt den Primär- und Sekundärbehandlern eine Schlüsselfunktion bei der Koordination spezialisierter Behandlungsangebote zu. Die Kenntnis neuromodulativer Verfahren erweitert die Beratungs- und Handlungsoptionen in der Betreuung chronischer Schmerzpatienten.

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