Pooltestverfahren mit Gurgelproben zur Vermeidung von Ausbrüchen von SARS-CoV-2 in Schulen (STACAMA)

PD Dr. Catherine M. Sweeney-Reed  (Foto: Sarah Rinka/Uniklinik Magdeburg)
PD Dr. Catherine M. Sweeney-Reed (Foto: Sarah Rinka/
Uniklinik Magdeburg)

Sweeney-Reed, C. M.1,2*; Wolff, D.3; Faßhauer, H.3; Hörnschemeyer, S.3; Haase, A.3; Schomburg, D.4; Niggel, J.5, Kabesch, M.6,7; Apfelbacher, C.3,7
1 Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
2 Center for Behavioral Brain Sciences, Magdeburg, Deutschland
3 Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
4 Institut für Biometrie und Medizinische Informatik (IBMI), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
5 Universität Regensburg, Regensburg, Deutschland
6 Kinder-Universitätsklinik für Ostbayern (KUNO) der Universität Regensburg in der Klinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder Regensburg, Regensburg, Deutschland
7 Mitglied des Wissenschafts- und Entwicklungscampus Regensburg (WECARE), Klinik St. Hedwig des Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Regensburg, Deutschland

1. Einleitung

Im März 2020 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO: World Health Organization) eine Pandemie des neuartigen SARS-CoV-2 (Engl., severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2: Schweres-akutes-Atemwegssyndrom-Coronavirus Typ 2) Virus ausgerufen.1 Daraufhin wurden in Deutschland, wie in zahlreichen anderen Ländern weltweit, die Schulen geschlossen. Dies geschah als Teil einer Lockdown-Strategie, um die Verbreitung des Virus durch Kontaktbeschränkungen einzudämmen. Obwohl die Infektionsinzidenz über den Zeitraum des Lockdowns deutlich niedriger wurde, erreichten die Infektionsraten trotz Hygienemaßnahmen inklusive der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske)2 neue Höhen, als im Herbst 2020 die Schulen wieder zum Regelbetrieb übergingen. Dazu entstehen neue, mutierte, ansteckendere Varianten des Virus, die die Verbreitung beschleunigen.3

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Osteokartilaginäre Ursachen für thorakale Schmerzsyndrome

Dr. med. Bastian Fakundiny (Foto: Universitätsmedizin Magdeburg)
Dr. med. Bastian Fakundiny (Foto: Universitätsmedizin Magdeburg)

Fakundiny, B.; Walles, T.
Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Abtlg. Thoraxchirurgie, Universitätsmedizin Magdeburg

Einleitung

Der akute Thoraxschmerz ist ein häufiges Beschwerdebild, mit dem sich Patienten in Kliniken sowie in Arztpraxen vorstellen [1]. Die möglichen Pathologien reichen von potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen über muskuloskelettale Ursachen bis hin zu psychosomatischen Krankheiten. Die Prävalenz der zugrundeliegenden Erkrankungen differiert hierbei je nach Institution deutlich: Während bei Notarzteinsätzen 69 % der Patienten mit thorakalen Schmerzen eine kardiale Genese haben, reduziert sich der Anteil dieser Patienten in den Notaufnahmen von Akut-Kliniken bereits auf 45-50 % und beträgt in Arztpraxen nur noch 20 %. Dafür überwiegen bei letzteren neuromuskuläre Krankheitsbilder mit einem Anteil von 43 % [2, 3].
Das Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, die selteneren osteokartilaginären Ursachen des Thoraxschmerzes zu beleuchten und voneinander abzugrenzen.

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Adjuvante Möglichkeiten zur Senkung der Belastung mit durch Aerosol übertragbaren Erregern

Dr. med. Dr. med. dent.  Christian Zahl
Dr. med. Dr. med. dent. Christian Zahl (Foto: Autor)

Fachspezifisches klinisches Statement

Zahl, C.;Stanarius, T.; Lehmann, A.; Meyer, F.*
 Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie; Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.; Magdeburg
* Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.; Magdeburg

SARS-CoV-2 wird nach aktuellen Erkenntnissen hauptsächlich durch Aerosole der Atemtröpfchen übertragen, die von infizierten Personen ausgeatmet werden. Die Viruslast wird im Rahmen des Testabstrichs primär in der Nasenhöhle, dem Nasopharynx und im Oropharynx nachgewiesen. Die von dort stammenden Trägeraerosole verbreiten das Virus. Auch bei asymptomatischen Personen können Aerosole beim Atmen, Sprechen und Singen produziert werden und gelten daher als signifikante Treiber für die Verbreitung von SARS-CoV-2.

Die Anflugkontamination mit SARS-CoV-2 ist anfällig gegen verschiedene gängige Desinfektionsmittel (z. B. Alkohole), wodurch das lipoproteinhaltige Virus-Core durch Denaturierung und Lipolyse zerstört wird. Im praktischen Klinikalltag nutzen wir diese Erkenntnis nicht nur bei der Haut- und Händedesinfektion, sondern auch bei der Reinigung von Oberflächen (sog. Flächendesinfektion) und Instrumenten.

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Retrosternaler Schmerz, Schluckstörung und Regurgitation ohne Achalasie: Ösophago-gastrische Abflussstörung

Perorale endoskopische Myotomie (POEM) nach klinisch erfolgreicher Botulinumtoxin-Injektion in den unteren Ösophagussphinkter

Dr. Bert Hanke (Foto: Autor)
Dr. Bert Hanke (Foto: Autor)

D. Ensberg*, Th. Lalla**, B. Hanke*
Helios Bördeklinik, Oschersleben
* Zentrum für Innere Medizin; ** Chirurgie


Einleitung und Zielsetzung

Die Achalasie mit Leitsymptom Dysphagie lässt sich heute mit modernen Funktionsuntersuchungen wie der High-Resolution-Manometrie (HRM) in drei Subklassen einteilen. Die Diagnosekriterien sind nach den Chicago-Kriterien definiert. Die neue Leitlinie der European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) fasst die Studien zur fachgerechten Behandlung zusammen.

Allerdings finden sich immer wieder Grenzbefunde wie die ösophago-gastrische Abflussstörung. Dieser Befund ist charakterisiert durch eine fehlende Relaxation des unteren Ösophagussphinkters. Die typischen Zeichen der Achalasie in Bezug auf den tubulären Ösophagus fehlen: Fehlende tubuläre Peristaltik (Typ I), simultane tubuläre Peristaltik (Typ II) oder vermehrte spastische Kontraktionen des tubulären Ösophagus (Typ III). Der klinische Schweregrad ist variabel und reicht von nicht vorhandenen Symptomen bis zur schweren Dysphagie. Teils ist der Befund selbstlimitierend, teils über Jahre persistierend mit Entwicklung einer Achalasie. Handlungsrichtlinien existieren nicht. Mittels probatorischer Botulinumtoxin-Injektion in den unteren Ösophagussphinkter und Erfassung des klinischen Symptomenscores vor und nach Therapie, inklusive dem Relaps nach primär klinisch erfolgreicher Therapie, lässt sich die Prognose einer invasiveren Therapie mit pneumatischer Ballondilatation, Hellerscher Myotomie oder peroral endoskopischer Myotomie abschätzen.

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Schwierige Gegenwart – herausfordernde Zukunft: Ergebnisse einer Umfrage unter Leitenden Kinderärzt*innen in Sachsen-Anhalt

Dr. med. Roland Haase (Foto: Universitätsmedizin Halle/Saale)
Dr. med. Roland Haase
(Foto: Universitätsmedizin Halle/Saale)

Haase, R.
Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle,
Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Universitätsklinikum Halle

Einleitung

Seit der nunmehr 30 Jahre zurückliegenden Neugründung des Bundeslandes Sachsen-Anhalt (SA), größtenteils aus den ehemaligen DDR-Bezirken Magdeburg und Halle, hat es in der hiesigen Krankenhauslandschaft dramatische Veränderungen gegeben. Diese wurden u. a. durch die generelle Neuorganisation des Gesundheitswesens nach 1990, die Einführung des DRG-Systems ab 2006 und die demographische Entwicklung getriggert. Ohne Zweifel verfügen wir heute auch in der Kinder- und Jugendmedizin (KJM) über leistungsfähige Strukturen, gut ausgebildetes Personal und ausgezeichnete medizinische Möglichkeiten. Demographischer Wandel, Ökonomisierung und Fachkräftemangel stellen (auch) die KJM vor neue Herausforderungen. Fast reflexhaft wird bei ökonomischen Problemen die Existenz von Kinderkliniken (und Geburtshilfen) zur Disposition gestellt. Diese andauernde und vermutlich zur Schließung von weiteren Kinderkliniken führende Entwicklung, der Wechsel leitender Ärztinnen und Ärzte (LKÄ) in den ambulanten oder öffentlichen Sektor und die bekannten Schwierigkeiten, freie Positionen in der Pädiatrie neu zu besetzen, führte zur Initiierung einer 30 Punkte umfassenden Umfrage unter den LKÄ der KJM in SA. Ziel war es Ansichten der LKÄ zur stationären KJM des Bundeslandes zu erfragen.

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