Ungewöhnliche Ursache eines akuten Thoraxschmerzes bei einem jungen Mann in der Chest-Pain-Unit

Schmidt, H. 1, 5; Reichel, T. ¹; Schaffranke, A. ¹; Voigt, H. 2; Kessner, S. 3; Moritz, S. ⁴; Mittag, J. ¹

1 Klinik für Kardiologie und Diabetologie, Klinikum Magdeburg
2 Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Klinikum Magdeburg
3 Zentralapotheke, Klinikum Magdeburg
4 Klinische Infektiologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätsklinikum Halle (Saale)
5 Zentrum für Innere Medizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätsklinikum Halle (Saale)


Befund


Ende 2019 begann die weltweite Ausbreitung des respiratorischen Virus SARS-CoV-2, die bis dato in einer in den letzten Jahrzehnten nicht gekannten Pandemie mündete. Die Coronapandemie stellt die Weltgemeinschaft vor eine beispiellose Herausforderung. Die Entwicklung sicherer und wirksamer Impfstoffe gegen COVID-19 ist dabei ein grundlegender Bestandteil der Pandemiebekämpfung. In den vergangenen Monaten kam es zunehmend zu Meldungen von Myokarditiden in zeitlichem Zusammenhang mit einer mRNA-Impfung gegen COVID-19.

In diesem Beitrag wird ein Fall von Myokarditis nach einer Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Pfizer/Biontech (Comirnaty) vorgestellt.

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Herzinfarkt nach Covid-19-Impfung – Koinzidenz oder Nebenwirkung?

Paul-Christoph Zeisler
Paul-Christoph Zeisler
(Foto: privat)

Zeisler, P.-C. 1; Müller, M.2

1 Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
2 Klinik für Innere Medizin I, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau


Zusammenfassung


Der Impfstoff Spikevax® mRNS-1273 (MODERNA BIOTECH SPAIN, S.L., Madrid, Spanien) wird erfolgreich zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie eingesetzt. Mit zunehmender Anzahl an verabreichten Impfdosen können auch seltene Nebenwirkungen detektiert werden.

Anamnese und klinischer Befund
Es wird von einem 90-jährigen Patienten ohne bekannte kardiale Vorerkrankungen, der in zeitlichem Zusammenhang mit der Erstdosis des Covid-19-Impfstoffs Spikevax® mRNS-1273 (MODERNA BIOTECH SPAIN, S.L., Madrid, Spanien) einen ST-Hebungsinfarkt (STEMI) erlitten hat, berichtet. Die Symptome, die wenige Stunden nach der Impfung auftraten, interpretierte der Patient als Impfreaktion.

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Günstiger Langzeitverlauf eines metastasierten nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms mit EML4/ALK-Fusion unter Tyrosinkinaseninhibitor-Therapie

Niklas Abele
Niklas Abele

Abele N 1,2, Hanke B 1, Horter S 3, Kern, BC 4†, Schütte W 3, Schildhaus H-U 5, Mawrin C 1*

1) Institut für Neuropathologie, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg
2) Institut für Pathologie, FAU Erlangen
3) Klinik für Innere Medizin II, Krankenhaus Martha-Maria, Halle (Saale)
4) Klinik für Neurochirurgie, BG-Kliniken, Halle (Saale)
5) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Essen
* Korrespondierender Autor


Einleitung


Bösartige Neubildungen der Lunge sind die größte Subgruppe unter den krebsbedingten Todesursachen weltweit. Nichtkleinzellige Lungenkarzinome (non-small-cell lung cancer/ NSCLC) machen dabei 85 % der Tumoren aus. Sie werden unter anderem weiter unterteilt in Plattenepithel- und Adenokarzinome. Die aktuelle Inzidenz liegt bei 87,9 (Männer) bzw. 45,7 (Frauen) Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und Jahr (1). Insbesondere metastasierte Erkrankungen zeigen dabei eine signifikant schlechtere Prognose. Das mediane Überleben von Patienten mit Hirnmetastasen liegt bei gerade einmal 5 Monaten und die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei etwa 7 % gegenüber 48 % bei Abwesenheit von Fernmetastasen (2).

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Körperliches Training zur Prävention – Bedeutung der Leistungsdiagnostik

Dr. med. Dörte Ahrens (Foto: Melitta Schubert/UMMD)
Dr. med. Dörte Ahrens
(Foto: Melitta Schubert/UMMD)

Ahrens, D.1; Törpel, A.2; Dietz, C.1; Braun-Dullaeus, R. C.1
1) Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R., Klinik für Kardiologie und Angiologie, Magdeburg
2) Deutscher Schwimm-Verband e. V., Kassel


Einleitung

Körperliche Aktivität und körperliches Training rücken in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der stetigen Zunahme lebensstilassoziierter Erkrankungen kontinuierlich in den Fokus präventivmedizinischer Interventionsansätze.

Dieser Beitrag soll einen Überblick über den Nutzen körperlicher Aktivität und körperlichen Trainings in Bezug auf die Senkung des Mortalitäts- und Morbiditätsrisiko bieten und in diesem Zusammenhang aufzeigen, inwieweit eine individualisierte Leistungsdiagnostik dazu beitragen kann, gesundheitsförderliche Effekte zu optimieren.

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Pooltestverfahren mit Gurgelproben zur Vermeidung von Ausbrüchen von SARS-CoV-2 in Schulen (STACAMA)

PD Dr. Catherine M. Sweeney-Reed  (Foto: Sarah Rinka/Uniklinik Magdeburg)
PD Dr. Catherine M. Sweeney-Reed (Foto: Sarah Rinka/
Uniklinik Magdeburg)

Sweeney-Reed, C. M.1,2*; Wolff, D.3; Faßhauer, H.3; Hörnschemeyer, S.3; Haase, A.3; Schomburg, D.4; Niggel, J.5, Kabesch, M.6,7; Apfelbacher, C.3,7
1 Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
2 Center for Behavioral Brain Sciences, Magdeburg, Deutschland
3 Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
4 Institut für Biometrie und Medizinische Informatik (IBMI), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Deutschland
5 Universität Regensburg, Regensburg, Deutschland
6 Kinder-Universitätsklinik für Ostbayern (KUNO) der Universität Regensburg in der Klinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder Regensburg, Regensburg, Deutschland
7 Mitglied des Wissenschafts- und Entwicklungscampus Regensburg (WECARE), Klinik St. Hedwig des Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Regensburg, Deutschland

1. Einleitung

Im März 2020 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO: World Health Organization) eine Pandemie des neuartigen SARS-CoV-2 (Engl., severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2: Schweres-akutes-Atemwegssyndrom-Coronavirus Typ 2) Virus ausgerufen.1 Daraufhin wurden in Deutschland, wie in zahlreichen anderen Ländern weltweit, die Schulen geschlossen. Dies geschah als Teil einer Lockdown-Strategie, um die Verbreitung des Virus durch Kontaktbeschränkungen einzudämmen. Obwohl die Infektionsinzidenz über den Zeitraum des Lockdowns deutlich niedriger wurde, erreichten die Infektionsraten trotz Hygienemaßnahmen inklusive der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske)2 neue Höhen, als im Herbst 2020 die Schulen wieder zum Regelbetrieb übergingen. Dazu entstehen neue, mutierte, ansteckendere Varianten des Virus, die die Verbreitung beschleunigen.3

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