Digitalisierung in der Medizin

Dr. phil. Josefin Bosch
Dr. phil. Josefin Bosch

Ein Curriculum für die ärztliche Weiterbildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bosch, J. 1; Ludwig , C. 1; Niebuhr  , J.2; Haucke, E.  1; Schwarz, K.  1; Prondzinsky , R. 2; Stoevesandt, D.1; Gekle , M. 3 
1 Dorothea Erxleben Lernzentrum, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
2 Carl-von-Basedow Klinikum Saalekreis gGmbH
3 Dekanat der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Einleitung

Die Digitalisierung in der Medizin ist ein Prozess, der bereits seit einigen Jahren stattfindet und der derzeit immer stärker an Fahrt aufnimmt. Politische und technologische Entwicklungen bringen neue Möglichkeiten und Chancen, genauso wie neue Verpflichtungen und Herausforderungen im ärztlichen Berufsalltag mit sich. Ein Kulturwandel wird vollzogen, der alle Bereiche der Gesundheitsversorgung berührt. Dadurch eröffnet sich die Chance, diesen Wandel mitzugestalten und die Rolle der Ärztinnen und Ärzte neu zu definieren (1). Elementare Voraussetzung dafür ist es, sich offen mit den Veränderungen auseinanderzusetzen und sich Fähigkeiten anzueignen, um die Transformation des Gesundheitswesens zu meistern (2, 3).

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Anämie-Prävalenz der älteren Bevölkerung in Sachsen-Anhalt

Prof. Dr. med. Thomas Fischer
Prof. Dr. med. Thomas Fischer

Mikusko, M. 1; Bartsch, R. 1; Wolleschak, D. 1; Wehde, N. 1; Lux, A.2; Kropf, S.2; Schraven, B. 3, 4, 5;
Mougiakakos, D .1,4;Fischer, T. 3, 4, 5, 6

1 Klinik für Hämatologie und Onkologie, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg
2 Institut für Biometrie und Medizinische Informatik, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg
3 Institut für Molekulare und Klinische Immunologie, Medizinische Fakultät, Otto-von- Guericke-Universität, Magdeburg
4 Gesundheitscampus Immunologie, Infektiologie und Entzündung (GCI3), Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg
5 Center for Health and Medical Prevention (CHaMP), Otto-von-Guericke Universität, Magdeburg
6 Prof. Dr. med. Thomas Fischer, Institut für Molekulare und Klinische Immunologie, Medizinische Fakultät,
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Einleitung

Nach WHO-Kriterien (World Health Organization) ist Anämie als eine Hämoglobin-Konzentration von weniger als 8,1 mmol/l (13,0 g/dl) bei erwachsenen Männern und weniger als 7,5 mmol/l (12,0 g/dl) bei nicht schwangeren erwachsenen Frauen definiert (1).

Die Anämie ist eine der häufigsten Befunde beim älteren Menschen (2 – 11). In einer populationsbasierten Studie an 4.199 Individuen mit einem Alter von mehr als 65 Jahren aus den USA wurde bei Frauen eine Anämieprävalenz von 10,2 % und bei Männern von 11,0 % ermittelt (2). Zwischen dem 75. und 84. Lebensjahr stieg die Prävalenz stark an und erreichte bei den Frauen 20 % und bei den Männern 15,7 % (2).

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Nichtabszedierende Probleme im Zusammenhang mit gefäßmedizinischen Entitäten und rekonstruktiven Interventionen:

Lymphozele, Lymphfistel, periprothetisches Serom, Erysipel, postoperatives Revaskularisationssyndrom, Lymphödem(+)

Priv.-Doz. Dr. med. habil. J. Tautenhahn
Priv.-Doz. Dr. med. habil. J. Tautenhahn

Tautenhahn, J.; Füllert, A.; Redlich, U.#; Pech, M.**; Meyer, F.*; Halloul, Z.* (Die Autoren F. M. und Z. H. sind gleichberechtigte „senior authors“.) Aus der Klinik für Gefäßchirurgie, Klinikum Magdeburg GmbH,
* Arbeitsbereich Gefäßchirurgie, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
# Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Klinikum Magdeburg GmbH
** Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
(+) Das Manuskript entspricht einer gekürzten und modifizierten Version von: Tautenhahn J. Lymphozele, Lymphfistel und periprothetisches Serom (Kapitel 13). In: Zühlke H et al. Septische Gefäßmedizin. Thieme, Stuttgart, 2019 (mit frdl. Genehmigung der Thieme Gruppe)

Einleitung

Neben den bedeutsamen putriden Wundkomplikationen sind nichtabszedierende Probleme im Zusammenhang mit gefäßmedizinischen Entitäten und rekonstruktiven Interventionen äußerst vielfältig und facettenreich. Sie unterteilen sich in lymphassoziierte (z. B. Lymphozele, Lymphfistel, Lymphödem) und differenzialdiagnostische Aspekte wie periprothetisches Serom, Erysipel und postoperatives Revaskularisationssyndrom. Ihre kompetente Unterscheidung und zeitnahe Diagnosestellung sowie das befundgerechte therapeutische Herangehen erfordert den klinisch erfahrenen Gefäßmediziner. Sie zählen zu den anspruchsvollsten peri-/postoperativen Problemfeldern in der Gefäßchirurgie und im klinisch-interdisziplinären Management. An diesen Entitäten muss sich der kompetente Fachkollege als Teil eines kooperierenden Fachvertreterteams mit all seiner Erfahrung beweisen.

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Moderne, winkelstabile Plattensysteme für Patellafrakturen

Dr. med.  Jan SchüttrumpfProf. Dr. med.  Stefan Piatek

J.P. Schüttrumpf und S. Piatek (v.l.)
Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Otto-von-Guericke-Universität, Medizinische Fakultät

Einleitung
Die Patellafraktur ist mit 1 % aller Frakturen selten, wird oft als unspektakulär angesehen und verharmlost. Tatsächlich aber können sich posttraumatische arthrotische Veränderungen an der Patellarückfläche dramatisch auf das femoropatellare Gleitlager auswirken. Nach wie vor sind auch unter heutigen Behandlungsstandards in mindestens 30 % belastungsabhängige oder dauernde Schmerzen, Arthrosebildung und chronische Reizzustände sowie Kraft- und Funktionsverlust nach Patellafraktur zu erwarten [8].
Insofern ist sie eher noch eine Problemfraktur, was unter anderem die Suche nach neuen „modernen“ Osteosyntheseverfahren erklärt. Aktuell zeichnet sich ein Trend zu winkelstabilen Plattensystemen für Patellafrakturen ab.

Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, den Leserinnen und Lesern die aktuellen Standards und Entwicklungen in der Versorgung von Patellafrakturen aufzuzeigen.

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Die regionale chirurgische Qualitätssicherung über die Landesärztekammern am Beispiel der Gallenchirurgie

Dr. med. Walter Asperger
Dr. med. Walter Asperger

Asperger, W.*; Meyer, F.*; Wolf, M. #; Lippert, H.; Gastinger, I.
* gleichberechtigte Erstautoren
Aus dem AN-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg;
# Abteilung Qualitätssicherung, Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Magdeburg; Deutschland

Einführung

Nach der Etablierung eines einheitlichen Systems der chirurgischen Leistungserfassung (ICD, ICP) und Qualitätssicherung durch flächendeckende, prospektive, multizentrische Beobachtungsstudien Anfang der neunziger Jahre [1] in Ostdeutschland ergab sich die Notwendigkeit, die Ergebnisse transparent und vergleichbar zu machen. Damit wurden Grundlagen für eine gemeinsame Auswertung geschaffen, die es letztlich ermöglichten, die externe Qualitätssicherung auf eine breite Basis zu stellen und flächendeckend durchzuführen.

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