COVID-Pneumonie und Niacin (als Therapeutikum eines Chronic Fatigue Syndroms) – hoch dosiert

Dr. Michael Scheven
Dr. Michael Scheven

Ein 62-jähriger Patient (der Autor) nimmt seit ca. 8 Jahren täglich 500 mg Niacin zur Linderung eines Chronic Fatigue Syndroms ein. Die Kasuistik wurde im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt beschrieben (1). Im Folgenden wird die (vermutliche) Wirkung des Niacins auf die kapillare Sauerstoffsättigung bei Zustand nach COVID-Pneumonie beschrieben:

62-jähriger Patient, guter Allgemein- und Ernährungszustand, Zustand nach 3 „Corona“-Impfungen (Biontech, Comirnaty), erkrankte im Juli 2022 perakut an einer COVID-19-Pneumonie (Schnelltest und PCR positiv, Ct-Wert rund 17). Nach 2 offenbar durch Hypoxämie verursachten Synkopen erfolgte die stationäre Einweisung durch den ärztlichen Notdienst. Bei der Aufnahme bestand Fieber mit 38,5 °C, die Röntgenuntersuchung erbrachte eine Milchglasverschattung in der rechten Lunge, vor allem in basalen Segmenten.

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Prävention und Therapie vaskulär bedingter kognitiver Beeinträchtigungen

Aktueller Stand und Perspektiven

Dr. rer. medic. Patrick Müller 1,2,3; Prof. Dr. med. Stefanie Schreiber 1,3,4,5; Dr. med. Katharina Lechner 6, Dr. med. Dörte Ahrens 2Prof. Dr. phil. Anita Hökelmann 7, Prof. Dr. med. Frank Meyer 8; Dr. med. Tarek Bekfani 2; Prof. Dr. med. Emrah Düzel 1,3,5,9Prof. Dr. med. Rüdiger Braun-Dullaeus 2

Dr. rer. medic. Patrick Müller
Dr. rer. medic. Patrick Müller

1 Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Magdeburg
2Klinik für Kardiologie und Angiologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
3 Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG), Magdeburg
4 Klinik für Neurologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
5 Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
6 Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen, Deutsches Herzzentrum München, Technische Universität München
7 Bereich Sportwissenschaft, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
8 Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
9 Institut für kognitive Neurologie und Demenzforschung (IKND), Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Einleitung

Dieser Übersichtsartikel befasst sich mit der Prävention und Therapie vaskulär bedingter kognitiver Beeinträchtigungen (engl. vascular cognitive impairment [VCI]), inklusive der vaskulären Demenz. Vaskuläre Demenzen sind mit einem Anteil von 10 bis 15 % die zweithäufigste Demenzursache. Zusätzlich zeigt sich bei bis zu 75 % aller Demenzen eine vaskuläre Komponente (1).

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Unterschätzte Technik:

Die kombinierte Oberflächenhyperthermie/hypofraktionierte Radiotherapie (HRT) für lokal rezidivierte Mammakarzinome, Plattenepithelkarzinome sowie Basalzellkarzinome der Haut

Dr. med. Peter Hass 1, 2, Dr. med. Ahmed Gawish 1, Dr. med. Franziska Thele 3, Prof. Dr. med. Thomas Tüting 4Prof. Dr. med. Atanas Ignatov 3, Prof. Dr. med. Thomas B. Brunner 1, 5
1 Universitätsklinik für Strahlentherapie, Universitätsmedizin Magdeburg
2 jetzt: Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Helios-Klinikum Erfurt
3 Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Geburts- und Reproduktionsmedizin, Universitätsmedizin Magdeburg
4 Universitätshautklinik, Universitätsmedizin Magdeburg
5 jetzt: Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie Graz, Österreich

Einleitung

Brustkrebs ist der häufigste Krebs der Frau und jede achte Frau ist in ihrem Leben davon betroffen. Registerdaten aus Deutschland zeigen, dass innerhalb von zehn Jahren bei 8 % der Patientinnen mit Brustkrebs nach einer Resektion im Gesunden (R0-Resektion) lokoregionäre Rezidive auftreten [1].

Auch wenn für die meisten Patientinnen das Auftreten einer Fernmetastasierung am meisten mit einer hohen psychischen Belastung einhergeht, darf die Bedeutung eines lokoregionären Rezidives für die Lebensqualität der Patientinnen nicht unterschätzt werden. Inoperable Lokalrezidive belasten die Patientinnen durch Schmerzen, Ulzera, Blutungen und Einschnürungen („cancer en cuirasse“). Darüber hinaus können sie zu Superinfektionen und Lymphödemen führen.

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Post-COVID-Syndrom: Bedeutung für Sachsen-Anhalt

Axel Schlitt 1, 2
1 Paracelsus-Harz-Klinik, Abteilung Kardiologie und Diabetologie
2 Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Abbildung 1: Überblick über die Covid-19-Nomenklatur (aus 2)
Abbildung 1: Überblick über die Covid-19-Nomenklatur (aus 2)

Einleitung

Die Infektion mit SARS-CoV-2 (severe acute respiratory syndrome coronavirus Type 2) und die häufig daraus resultierende Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) haben zu einer Pandemie mit mehr als 550 Millionen Erkrankten geführt. Bis Anfang September 2022 sind weltweit mehr als 6,5 Millionen an und mit dieser Erkrankung verstorben, in Deutschland mehr als 147.000 Menschen (1).

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Ausbruch der Affenpocken – ist das zu vernachlässigen?

Dr. rer. nat. Martha A. L. Böning¹, Dr. med. Jacqueline Färber¹, Dr. med. Wilfried Obst²Prof. Dr. med. Verena Keitel², Prof. Dr. med. Achim J. Kaasch¹

Prof. Dr. med. Achim J. Kaasch
Prof. Dr. med. Achim J. Kaasch

¹,² Zentrum für Infektionsmedizin,
¹ Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene,
² Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R., Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke Universität, Magdeburg

Aktuelles

Vor allem in Europa verbreiten sich die Affenpocken, so dass die WHO am 26.07.2022 eine „Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite“ erklärt hat, um die internationale Koordination zu erleichtern. Mit Stand 31.08.2022 wurden weltweit mehr als 50.000 Fälle erfasst, davon mehr als 22.500 aus Europa (1). Auf Deutschland entfielen dabei 3.467 Affenpockenfälle, welche aus allen 16 Bundesländern an das Robert Koch Institut (RKI) gemeldet wurden, 5 Fälle davon weiblich. Pro Woche kommen aktuell etwa 80 Fälle dazu (2). Die aktuellen Risikogruppen sind derzeit Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben.

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