Zum Hauptinhalt springen

Berufsbild MFA: Ärztekammer weitet Angebot zum Zukunftstag aus

Boys’Day jetzt in Magdeburg UND Halle erleben!

Boys’Day jetzt in Magdeburg UND Halle erleben!

Sitzung der Ärztekammer mit zahlreichen Teilnehmern an Tischen, Vortragendem am Podium und Präsentation im Konferenzraum.

Am 23. April 2026 ist Boys’Day, und einmal mehr öffnet die Ärztekammer Sachsen-Anhalt (ÄKSA) ihre Türen für die nächste Generation im Gesundheitswesen. Diesmal allerdings mit einer schönen Entwicklung: Wir laden 25 junge Schüler wie gewohnt ins Haus der Heilberufe in Magdeburg zum Schnupperpraktikum als Medizinischer Fachangestellter (MFA) ein. Zusätzlich weitet die Kammer aufgrund des Erfolges ihres Boys’Day-Konzeptes und der großen Nachfrage das Angebot auf Halle (Saale) aus, wo 18 junge Menschen an einem Tagespraktikum teilnehmen können. Dazu kooperiert die ÄKSA mit der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie wird vertreten durch eines der modernsten Ausbildungszentren des Landes, das Dorothea-Erxleben-Lernzentrum.

Das Berufsbild der Medizinischen Fachangestellten (MFA) hat sich in den letzten Jahren rasant gewandelt. MFA sind oftmals die rechte und linke Hand der Ärzteschaft zugleich. Sie sind Manager des Praxisalltags, Ersthelfer in Notfällen, technisch versierte Assistenten bei Behandlungen und empathische Schnittstellen zu den Patienten. „Der Beruf ist hochgradig anspruchsvoll, krisensicher und bietet durch die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen spannende technische Facetten, die gerade für junge Männer hochattraktiv sind“, so Dr. Dietrich Stoevesandt, Leiter des Dorothea-Erxleben-Lernzentrums.

Allgemeinmedizinerin und Hausärztin Hildegard Anz, die den Boys’Day in Halle (Saale) mitbetreut, wirbt ebenfalls mit Leidenschaft für den Beruf und ergänzt: „MFA ist einer der abwechslungsreichsten Berufe, die man sich aussuchen kann. Das ist kein Bürojob, hier ist kein Tag wie der andere: Man ist intellektuell enorm gefordert, aber auch Empathie und Fürsorge spielen eine große Rolle.“ Nicht umsonst bildet sie in ihrer Praxis selbst aus.

Um den Schülern ein realistisches Bild zu vermitteln, hat die ÄKSA ihr interaktives Stationskonzept weiterentwickelt. In der Landeshauptstadt können die Jungen in Workshops unter fachlicher Anleitung medizinische Basics wie zum Beispiel Blutdruckmessen, Verbände anlegen oder Reanimation ausprobieren. Der Praxisalltag wird erklärt, unsere Referenten aus den verschiedensten MFA-Einsatzorten erzählen von ihren Erfahrungen. In Halle (Saale), wo die ÄKSA eine zweite Geschäftsstelle betreibt, können die Jungs im Modul „Instant Aging“ zusätzlich durch das Anlegen eines Spezial-Anzugs selbst erfahren, welche Herausforderungen das Alter bereithalten kann und so ihre Empathie für ältere Mitmenschen schulen.

„Wir wollen hier zeigen, dass die Arbeit in der Patientenversorgung keine Frage des Geschlechts ist, sondern der Kompetenz und Leidenschaft“, betont der Geschäftsstellenleiter Magdeburg, Henrik Straub, Vorstandsmitglied, selbst niedergelassener Hausarzt und MFA-Ausbilder. „Ziel des Tages ist es, junge Männer für einen Karriereweg zu begeistern, den sie bisher vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatten.“ Dr. Stoevesandt ergänzt: „Je diverser ein Praxisteam aufgestellt ist, um so flexibler kann es auf Veränderungen und andere Umstände reagieren. Deswegen gehören in jeden Beruf möglichst viele unterschiedliche Menschen – und das schließt auch die Geschlechter ein.“

Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe waren noch wenige Plätze an beiden Standorten verfügbar: Interessierte Jungen ab 12 Jahren melden sich bitte für den Boys’Day über die QR-Codes an. Auch Mädchen und queere Kids sind herzlich willkommen.

K. Basaran

Weitere Artikel

Vielfältiger Austausch mit Beteiligung aus Sachsen-Anhalt
Ausgerichtet durch die universitären Bereiche für Gefäßchirurgie aus Halle und Magdeburg
Die Kassenärztliche Vereinigung schreibt aus: