Mitteilungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Rote-Hand-Brief zu Novocart® 3D (autologe Chondrozyten):

Risiko einer mikrobiellen Infektion infolge einer möglicherweise unerkannten Produktkontamination

Aufgrund eines Stromausfalls wurde bei einigen Chargen von Novocart® 3D die automatisierte mikrobiologische Prüfung nicht vollständig durchgeführt. Eine mikrobiologische Kontamination kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.

  • Patientinnen und Patienten, die mit den betroffenen Chargen behandelt wurden, sollten auf Anzeichen einer Infektion oder anderer Nebenwirkungen untersucht werden. Die betroffenen Chargen sind dem Rote-Hand-Brief zu entnehmen.
  • Der Hersteller bittet um Mitteilung des Untersuchungsergebnisses.


Novocart® 3D wird unter bestimmten Voraussetzungen angewendet zur matrixgekoppelten Transplantation autologer Chondrozyten bei Gelenkknorpelschäden des Kniegelenks.

Rote-Hand-Brief zu Novocart® 3D (autologe Chondrozyten) vom 19.10.2022: https://t1p.de/novocart

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Sterbefälle wegen Herzkrankheiten leicht rückläufig – weniger Krankenhausaufnahmen

Die Covid-Pandemie wirkt sich auf das Versorgungsgeschehen aus

Nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland sind Durchblutungsstörungen durch Herzkranzgefäßverengungen, die sogenannte Koronare Herzkrankheit (KHK). Wie der aktuelle Deutsche Herzbericht 2021 zeigt, starben im Jahr 2020 insgesamt 121.462 Menschen an den Folgen der KHK, darunter 44.529 am akuten Herzinfarkt. Auch verursacht die KHK die höchste Zahl an Krankenhausaufnahmen innerhalb eines Jahres bei 564.059 vollstationären Fällen (2020) und sie ist die Hauptursache für Herzschwäche (Herzinsuffizienz), an der 34.855 Menschen im Jahr 2020 starben.

„Auffällig und erfreulich ist, dass die Sterblichkeitsrate bei den Herzkrankheiten KHK und Herzinsuffizienz spürbar gesunken ist. Ein Trend, der sich über die letzten Jahre fortgesetzt hat. Beide Herzerkrankungen sind Hauptursachen für den Plötzlichen Herztod mit 66.000 Todesfällen pro Jahr in Deutschland“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung bei der Vorstellung des aktuellen Deutschen Herzberichts 2021.

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Zeit, Zeichen zu setzen – am 4. Juni war Tag der Organspende

Aktion „Geschenkte Lebensjahre“ vor dem Mainzer Staatstheater
Aktion „Geschenkte Lebensjahre“ vor dem Mainzer Staatstheater

mit Vor-Ort-Aktionen in Mainz, anderen Städten sowie Online-Events

Am Samstag, den 4. Juni 2022, stand Deutschland ganz im Zeichen der Organspende: In vielen Städten fanden an diesem Tag Veranstaltungen statt. Patientenverbände, Behörden, Vereine und Kliniken engagierten sich, um der Bevölkerung das Thema Organspende näher zu bringen und eine Entscheidung anzustoßen. Wartelistenpatienten, Organempfänger sowie Angehörige von Organspendern gaben der Organspende und Transplantation ein Gesicht und erzählten ihre persönliche Lebensgeschichte.

„Jede und jeder von uns kann schon morgen auf ein Spenderorgan angewiesen sein – sei es durch eine Krankheit oder einen Unfall“, betonte Prof. Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit. „Organspende genießt prinzipiell eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Ich wünsche mir, dass die persönliche Erklärung für jede und jeden zu einer Selbstverständlichkeit wird. Dadurch bekommen mehr Menschen auf der Warteliste die Chance auf ein zweites Leben. Ich appelliere an alle: Nutzen Sie das vielfältige Informationsangebot und treffen Sie Ihre Entscheidung.“

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Chirurgische Qualitätssicherung in Deutschland

Veranstalter, Gastgeber und Ehrengäste des Spreewald-Symposiums „Chirurgische Qualitätssicherung – Ergebnisse der klinischen Versorgungsforschung“ (v. l. n. r.: Prof. Dr. Hartwig Bauer, Prof. Dr. Roland S. Croner, Prof. Dr. Klaus Gellert, Prof. Dr. Ingo Gastinger, Priv.-Doz. Dr. Rainer Kube, Prof. Dr. Thomas Manger)
Veranstalter, Gastgeber und Ehrengäste des Spreewald-Symposiums „Chirurgische Qualitätssicherung – Ergebnisse der klinischen Versorgungsforschung“ (v. l. n. r.: Prof. Dr. Hartwig Bauer, Prof. Dr. Roland S. Croner, Prof. Dr. Klaus Gellert, Prof. Dr. Ingo Gastinger, Priv.-Doz. Dr. Rainer Kube, Prof. Dr. Thomas Manger)

Schrittmacherthema der klinischen Chirurgie seit mehr als 3 Jahrzehnten:
(Spreewald-Symposium – Cottbus, 26. März 2022) +

Kube R, Meyer F*, Gastinger I, Croner RS*
Chirurgische Klinik, Carl-Thiem-Klinikum, Cottbus;
* Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität mit Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg;
+ In modifizierter Version zeitgleich beim „Brandenburgischen Ärzteblatt“ und „CHAZ“ (Kaden-Verlag), jeweils Rubrik Öffentlichkeitsarbeit, eingereicht.

Am 26. März 2022 fand in Cottbus das chirurgisch geprägte Spreewald-Symposium statt, das als Gastgeber von der Chirurgischen Klinik (Chefarzt: Herr Priv.-Doz. Dr. med habil. R. Kube) des Carl-Thiem-Klinikums in Kooperation mit dem „AN-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin“ (wissenschaftlicher Leiter: Herr Prof. Dr. med. R. S. Croner, MA, FACS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ausgerichtet wurde.

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Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) veröffentlicht Jahresbericht 2021

Sonderthemen in diesem Jahr: Angehörigenbegleitung und Nierentransplantation

Der Jahresbericht „Organspende und Transplantation in Deutschland 2021“ ist am 12. April 2022 erschienen und steht auf www.dso.de als PDF-Version zur Verfügung.

Mit detaillierten Grafiken und Statistiken, ergänzt durch Hintergrundinformationen zur Organisationsstruktur und zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen, bietet der Bericht einen umfassenden Blick auf die Situation der Organspende im vergangenen Jahr, sowohl bundesweit als auch regional. Wer sich schnell einen Überblick verschaffen will, findet die wichtigsten Daten kompakt zusammengefasst auf den vorderen Seiten des Berichts.

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