Hoffnung im Herbst

Dr. Torsten Kudela
Dr. Torsten Kudela

Nach einem aufregenden Frühjahr mit Lockdown, Impfkampagne und den Kammerwahlen, dem doch relativ entspannten Sommer mit etwas Normalität und der konstituierenden  Kammerversammlung, haben wir nun den heißen Herbst nach der Bundestagswahl und eine hoffentlich besinnliche Vorweihnachtszeit und Weihnachtszeit. Auch hier hoffe ich auf etwas mehr Normalität als im letzten Jahr.

Im Sommer durfte ich einige Wettkämpfe unter den entsprechenden Corona-Auflagen absolvieren, konnte wieder essen gehen und im Sportverein trainieren und war darüber sehr dankbar und hoffe, diese wiedererlangten Freiheiten weiter zu nutzen. Als Anfang Juli die ersten Neuinfektionen in Magdeburg auftraten, äußerte ich in der Praxis die Befürchtung, dass es sich um den Beginn der 4. Welle handelt. Seit Mitte August ist auch das RKI dieser Ansicht.

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Die Herausforderungen zusammen meistern!

Prof. Hermann-Josef Rothkötter
Prof. Hermann-Josef Rothkötter

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Leserinnen und Leser,

die konstituierende Kammerversammlung hat mich als Chefredakteur des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt gewählt, für das entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich herzlich bedanken. Über lange Jahre hat Frau Dr. Heinemann-Meerz die Chef­redaktion übernommen – dafür gebührt ihr unser aller Dank. Das Redaktionsteam in der Ärztekammer, besonders Frau Fremmer und Herr Brehme als Pressesprecher, haben umsichtig die vielfältigen Aufgaben bei der Auswahl der fachlichen Beiträge sowie bei der Veröffentlichung der Informationen aus dem Kammerbereich übernommen, vielen Dank dafür. Eine wichtige Rolle spielt der Redaktionsbeirat, der bei den wissenschaftlichen Artikeln die Redaktion berät. Und – viele von uns lesen gerne die Buch-Rezensionen von Herrn Professor Erle.

Wir alle müssen gemeinsam eine Richtung entwickeln, wie unsere Zeitschrift mit ihren digitalen Ergänzungen unsere Anforderungen erfüllt. Das Ärzteblatt lebt von der Beteiligung der Lesenden – Ihre Anregungen und Ihre Beiträge sind herzlich willkommen. Die drängenden Fragen, die wir Ärztinnen und Ärzte und alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen und in der medizinischen Forschung und Lehre haben, finden sich in den Wahlprogrammen der Parteien kaum, daher hat eine kritische wie konstruktive Begleitung der Gesundheits- und Wissenschaftspolitik der Landesregierung ihren Platz im Ärzteblatt.

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Gemeinsam können wir viel erreichen!

Prof. Dr. Uwe Ebmeyer
Prof. Dr. Uwe Ebmeyer

Am 26. Juni 2021 fand die konstituierende Sitzung der neuen Kammerversammlung statt. Mit der Wahl des Vorstandes, des Präsidiums und erster Ausschüsse wurden wichtige Grundlagen für das kontinuierliche Funktionieren der Selbstverwaltung unseres Berufsstandes in der VIII. Wahlperiode geschaffen. Ausführliche Informationen zur Kammerversammlung und deren Beschlüsse finden Sie in einem Beitrag in diesem Ärzteblatt.

Als Ihr neuer Präsident möchte ich mich an dieser Stelle, auch im Namen aller gewählten Kolleginnen und Kollegen, für das in uns gesetzte Vertrauen bedanken. Ebenso möchte ich Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, dazu ermutigen, aktiver Teil unserer Selbstverwaltung zu sein. Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich jeder von Ihnen einbringen kann, darf und sollte. Ihre Erfahrungen, Ihr Urteil und Ihr Rat sind mir sehr wichtig! Nehmen Sie teil an der Gremienarbeit, genauso wie bei der Weiterbildung junger Kollegen, mit Engagement an Ihren Wirkstätten und in Ihren Kommunen, mit neuen Ideen und konstruktiver Kritik. Die vor uns stehenden Aufgaben sind genauso vielfältig wie die Ärzteschaft selbst. Selbstverständlich gibt es bei unserer gemeinsamen Arbeit auch Schwerpunkte.

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„Gender*itis“ oder „Gendern um jeden Preis“ ...

Dr. Simone Heinemann-Meerz
Dr. Simone Heinemann-Meerz

Soll als Nächstes der sehr männliche Bundesadler als Wappentier ein „Gender-Gefieder“ bekommen? Bezüglich der Genderitis stirbt die Hoffnung zuletzt, dass nicht alles mit deutscher Gründlichkeit zu Ende gebracht werden muss.

Die Überschrift beschreibt einen Zeitgeist, der immer weiter um sich greift. Politik, Verwaltung und Medien haben sich den Kampf für die gendersensible Sprache, die niemanden diskriminiert und alle mitdenken, auf die Fahne geschrieben.

Um den Preis der Verstümmlung der deutschen Sprache werden Schreib- und Sprechungetüme wie „Insass*innen“ (gesprochen: „Insass“ – Pause – „innen“) kreiert, die nicht nur lexikalisch-orthografisch falsch sind, sondern gleichzeitig den untauglichen Versuch darstellen, Gleichstellung und Gleichbehandlung der Geschlechter herbei zu schreiben.

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Der umgekehrte Rumpelstilzchen-Effekt

Dr. Simone Heinemann-Meerz
Dr. Simone Heinemann-Meerz

In der Management-Literatur ist das ein bekannter Begriff.Sobald ein Phänomen einen Namen bekommen hat, wird es zum allgemeinen Gesprächsgegenstand, in diesem Falle das Wort mit C. Corona oder Covid-19 oder …
In der Regel werden auf diese Weise komplexe Phänomene zur scheinbar klaren Sache. Die bloße Benennung solcher Phänomene suggeriert ein Verständnis und eine Klarheit, welche so nicht gegeben sind und welche dann durch mediale Bearbeitung simplifizierend erzeugt werden.

So entbehrt die Festlegung eines „R“-Wertes jeglicher wissenschaftlichen Grundlage. Das kann und darf die Politik willkürlich festlegen. Sie darf das nur nicht unter einem wissenschaftlichen Deckmantel tun. Von „50“ war die Rede, dann kam die „35“ und dann … jetzt scheint die 100 der Favorit zu sein. Inzwischen sind wir bei 200 in Sachsen-Anhalt (zum Zeitpunkt vor dem Druck des Ärzteblattes). Kurz vor Druck wurde noch schnell das Wort „Brückenlockdown“ erfunden.

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