Superwahljahr 2021

Dr. med. Uwe Rose
Dr. med. Uwe Rose

In diesem Jahr 2021 wählen in Deutschland insgesamt sechs Bundesländer ihre Landesparlamente. Im September wird dann auch die Bundestagswahl stattfinden. Ob und wie die Coronapandemie die geplanten Wahltermine beeinflussen wird, ist sicherlich zurzeit noch offen. Thüringen hat bereits die Wahl vom April in den September verschoben. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt steht am 6. Juni die Landtagswahl an. Leider hat man den Eindruck, dass ein vorgezogener Wahlkampf der Parteien das Management der Coronakrise überschattet.

Speziell für die Ärzteschaft von Sachsen-Anhalt sollte 2021 ebenfalls ein Superwahljahr durch unsere Kammerwahl werden und dies ohne jegliche Wahlkampagnen von Parteien. Wie Sie wissen, endet im März 2021 mit der erneuten Wahl zur Kammerversammlung die 7. Wahlperiode des Ärzteparlaments von Sachsen-Anhalt.

In insgesamt sechs Wahlkreisen (Nord, Süd, Ost, West, Halle und Magdeburg) können 13.185 Mitglieder (Stand 31.12.2020) der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (ÄKSA) ihre 37 Mitglieder in die Kammerversammlung wählen. Wir haben damit das Privileg, Ärztinnen und Ärzte aus allen Bereichen der Patientenversorgung, ob ambulant oder stationär, zu wählen. Es besteht für uns der Vorteil, das gesamte Spektrum der ärztlichen Erfahrung und Kompetenz in die Arbeit der Ärztekammer einzubringen.

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Licht am Ende des Tunnels

Dr. Simone Heinemann-Meerz
Dr. Simone Heinemann-Meerz

oder „Der nächste Urlaub kommt (hoffentlich) …“

„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue Dich auf’s Neue. Und war es schlecht, dann erst recht.“ (Söhler)

Das Jahr 2020 ist vorbei, es hat uns allen viel abverlangt. Hinter uns liegt ein Jahr im Ausnahmezustand, auch ein Jahr geprägt von Entsetzen, Ungläubigkeit und Empörung, ein Jahr mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen auf die Realität. Ich bin sicher, alle freuen sich auf das Jahr 2021 mit hoffentlich besserer Aussicht, vermehrter Einsicht und gereifter Durchsicht. Über unsere freiheitlichen Grundrechte muss nicht diskutiert werden. Sie müssen erhalten bleiben. Die Beschränkung dieser Rechte obliegt dem Parlament. Das Gefühl, dass in einem abgeschlossenen Kreis das Schicksal des Landes detektiert wird, darf sich bei den Bürgern nicht festsetzen.

„Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.“ (Aristoteles)

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Weihnachtsgrüße

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserinnen und Leser,

wie jedes Jahr ist scheinbar auch dieses Jahr wie im Flug vergangen. Es war ein mehr als turbulentes Jahr, ein ungewöhnliches Jahr. Vielen von Ihnen wurde in diesem Jahr noch mehr abverlangt, als es unser Berufsstand ohnehin von uns fordert. Da die Weihnachtszeit auch die Zeit des Dankes ist, möchten wir Ihnen für Ihr Engagement unseren ausdrücklichen Dank aussprechen.

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Das Krankenhaus am Tropf der Politik

Prof. Dr. Uwe Ebmeyer Foto: Archiv
Prof. Dr. Uwe Ebmeyer
Foto: Archiv

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir alle wissen, dass viele unserer Krankenhäuser seit langem selbst krank sind; die meisten Behandlungsversuche der letzten Jahre haben eher zu einer „Verschlimmbesserung“ als zu einer Genesung beigetragen. Ein Grundleiden, das DRG Fallpauschalensystem, welches für verschiedene Fehlentwicklungen im Krankenhausbereich maßgeblich verantwortlich ist und die Arbeit zwischen den Sektoren eher behindert als unterstützt, wird in dieser Legislaturperiode wohl keinem Behandlungsversuch mehr unterzogen. Der Ruf nach einer Reform der Krankenhausfinanzierung erlag regelmäßig auch den Schuldzuweisungen und dem Kompetenzgerangel zwischen Bundes- und Länderpolitik. Und doch (und nicht zuletzt auch unter dem Eindruck der COVID-19 Pandemie) sind die Krankenhäuser nun verstärkt in den Fokus des Bundesministeriums für Gesundheit gerückt. Am 18. September 2020 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG) beschlossen; der Bundesrat hat diesem am 9. Oktober zugestimmt. Hurra, hurra, naja. Erleben wir gerade die erste große Reform in der stationären Versorgung?

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Digitalisierung um jeden Preis!?

Thomas Dörrer
Thomas Dörrer

Die Zeiten unserer Kommunikation mittels Fax und Postbrief scheinen wohl gezählt zu sein. Die Telematikinfrastruktur wurde uns aufgezwungen und wird unser dienstliches Leben mehr und mehr bestimmen. Nach dem Beginn im ambulanten Bereich mit dem Datenabgleich folgen nun die stationären Einrichtungen. Und dann kommen Schlag auf Schlag die eAU, das eRezept und die ePatientenakte. Klingt ja alles schön und gut. Allerdings werden verschiedene Probleme einfach negiert.

In unserem Flächenland gibt es nicht „an jeder Milchkanne“ Internet. Da stellt sich mir schon die Frage, wie das Bundesministerium das alles durchsetzen will, ohne die Grundvoraussetzung flächendeckend zu schaffen. Ich sehe schon unsere Kollegen aus den Tälern des Harzes oder den weiten Flächen der Altmark mit einem Stick und Laptop auf einen Gipfel oder an einen Funkmast fahren, um die ePA zu bestücken!

Und was für eine Farce ist denn bitte die Umsetzung der eAU und des eRezepts! Das solle schließlich Bürokratie abbauen! Nun liebe Kolleginnen und Kollegen, genau das tut es nicht. Es verschiebt sie nur in unsere Praxen. Da lobe ich mir die skandinavischen Länder, wo das Rezept über einen sicheren Zugang an eine Apotheke der Wahl des Patienten übermittelt wird und der Patient es dann da abholen kann, ohne Papier, einfach mit der Chipkarte. Wie machen wir es? Wir schieben das Rezept in eine Wolke und drucken dem Patienten einen Zugangscode aus, den wir natürlich mit einer Online-Signatur versehen müssen! Warum? Damit die freie Apothekenwahl gewährleistet wird und natürlich der Patient das Rezept selbst jederzeit einsehen kann. Ist das eine Erleichterung für das Gesundheitssystem? Auf keinen Fall!

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