Wie kann der Rettungsdienst verbessert werden?

Universität Magdeburg leitet Forschungsprojekt zur Verbesserung des Rettungsdienstes: „Inno_RD“

Wie kann die Notfallversorgung rund um den Rettungsdienst verbessert werden? Wissenschaftler des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie (ISMG) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg analysieren ab 2018, Versorgungsabläufe, an denen der Rettungsdienst beteiligt ist. Dafür warben sie mit  Partnern erfolgreich Fördermittel des Innovationsfonds (Gemeinsamer Bundesausschuss) ein. Zum Projektkonsortium unter der Gesamtleitung von Professor Bernt-Peter Robra (ISMG) gehören: Der BKK Dachverband, das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes, die Universitätsklinik für Unfallchirurgie Magdeburg sowie die Abteilung Medizinische Informatik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Das Konsortium wird durch die Verknüpfung von Routinedaten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit Leitstellendaten und Einsatzprotokollen des Rettungsdienstes erstmalig das Versorgungsgeschehen vor, während und nach Rettungsdiensteinsätzen systematisch sichtbar machen. Fragestellungen sind beispielsweise: Werden die Patienten in die passende Zielklinik gebracht? Wie häufig und unter welchen Bedingungen kommt es zu Verzögerungen, weil ein Notarzt nachgefordert werden muss? Wie entwickelt sich der Gesundheitszustand des Patienten nach der Versorgung durch den Rettungsdienst weiter? Sind Patientengruppen erkennbar, die keinen Rettungsdiensteinsatz benötigen?

Prof. Robra: „Darüber hinaus sollen Betroffene zu ihren Erfahrungen mit den Einsätzen befragt werden. Darauf aufbauend werden dann Experten Verbesserungsvorschläge für die Rettungsdienstversorgung ausarbeiten.“

Das Projekt „Integrierte Notfallversorgung: Rettungsdienst im Fokus – Inno_RD“ startet am 01.04.2018 mit einer Laufzeit von 27 Monaten.

Kontakt:
Institut für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie (ISMG)
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Silke Piedmont
Tel: (0391) 67 24302
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Das Internetportal der Kliniken Sachsen-Anhalts präsentiert sich neu: komplett überarbeitete Oberfläche mit erweiterter Suchfunktion

Dem wachsenden Informationsbedürfnis der Menschen Rechnung tragen

Ab sofort präsentiert sich das digitale Krankenhaus- und MVZ-Verzeichnis der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt mit neuem Design und verbesserter Funktionalität. Wer eine Klinik für seinen planbaren stationären Aufenthalt oder eine ambulante fachärztliche Behandlungsmöglichkeit in Wohnortnähe sucht oder sich allgemein über Kliniken und ihre Behandlungsmöglichkeiten informieren will, wird auf dem benutzerfreundlichen Internetportal der Kliniken Sachsen-Anhalts garantiert fündig.

Dazu Dr. Gösta Heelemann, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt (KGSAN):

„Wir freuen uns, dass den Menschen in unserem Bundesland nun noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Neben den altbewährten Suchkriterien wie Region, Fachgebiet, Leistungsspektrum und Behandlungsangebot können die Menschen in Sachsen-Anhalt nun auch Informationen zu Krankheitsbildern und deren Symptome abrufen. Damit werden wir dem wachsenden Informationsbedürfnis der Bevölkerung in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft gerecht. Als weiteren zusätzlichen Service haben wir unser MVZ-Verzeichnis um Sprechzeiten und Kontaktdaten erweitert. Zugleich steht jedem Nutzer ein Online-Formular (E-Mail) zur Verfügung, mit dem er einen Termin bei einem Facharzt oder einer Fachärztin in seinem MVZ anfragen kann.“

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Hugo-Junkers-Preis 2017 für Therapie zur Verhinderung von extremen Frühgeburten

Professor Dr. med. Michael Tchirikov ist der Gewinner in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“ des Hugo-Junkers-Preises 2017. Der Preis ist dem Direktor der Universitätsklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Halle (Saale) in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle für seine Entwicklung „Künstliches Fruchtwasser und perinatales Port-System zur Behandlung eines vorzeitigen Blasensprunges“ verliehen worden. 

Mit dem künstlichen Fruchtwasser, das über einen Zugang in die Gebärmutter geleitet wird, gelingt es Prof. Tchirikov, drohende extreme Frühgeburten bei einem vorzeitigen Blasensprung zwischen der 22. und 28. Schwangerschaftswoche weitestgehend zu verhindern. In einem solchen Fall fließt das Fruchtwasser zu früh ab, es drohen Infektionen in der Gebärmutter und eine Frühgeburt, die beim Kind mit erheblichen gesundheitlichen Schäden wie Hirnblutungen einhergehen kann. 

Tchirikov hat jedoch eine Lösung entwickelt, die dem natürlichen Fruchtwasser sehr nahekommt und über ein von ihm ebenfalls entwickeltes Portsystem mit einem hauchdünnen Katheter in die Gebärmutter geleitet wird. Da dieses auch immer wieder abfließt, nimmt es Bakterien, die eine gefährliche Infektion verursachen könnten, gleich mit und minimiert so das Risiko für Mutter und Kind. Das künstliche Fruchtwasser ermöglicht dem ungeborenen Kind damit noch mehrere Wochen Zeit im Mutterleib, in denen es sich gesund weiterentwickeln kann. Kommt das Kind nach den bis zu sieben Wochen mehr Zeit auf die Welt, ist es gut entwickelt, bringt etwa 2000 Gramm auf die Waage und drohen kaum schwere gesundheitliche Folgeschäden.

Für beide Entwicklungen, die nun mit dem Junkerspreis ausgezeichnet wurden, hat Tchirikov zudem mehrere Patente inne. 

Der Hugo-Junkers-Preis wird seit 26 Jahren vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt ausgelobt. Er wird in fünf Kategorien verliehen. Mit dem „Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt“ soll die Leistung innovativer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmerinnen und Unternehmer Wissenschaftler/innen ausgezeichnet werden. Er gilt als der wichtigste Forschungs- und Innovationspreis des Landes Sachsen-Anhalt.

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Medizinertreffen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

9. HNO-Herbstsymposium des Städtischen Klinikums Dessau

Bereits zum neunten Mal kamen Fachärzte aus dem gesamten Bundesgebiet zum HNO-Herbstsymposium im Städtischen Klinikum Dessau zusammen. „Unsere Tagung hat sich als feste Größe zum Fachaustausch zu neuesten Erkenntnissen der Diagnostik und Therapie der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde etabliert. Diesmal erwarten wir Arztkollegen aus Bayern, Sachsen und Thüringen“, berichtete Prof. Dr. med. Stephan Knipping. Der Chefarzt der Dessauer Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Plastische Operationen veranstaltet das Symposium jährlich und freut sich, dass die renommierten Fachkollegen das Themenspektrum am 4. November weit spannten. Neben der chirurgischen HNO-Heilkunde standen strahlentherapeutische Aspekte und auch alternative Behandlungsansätze auf dem Programm.

Von Cochlea Implantaten bis Stimmprothesen
Im ersten Themenblock beleuchtete Prof. Dr. med. Andreas Riederer die Nachoperation bei Nasenkorrekturen - die sogenannte Revisionsrhinoplastik. Der sehr erfahrene Facharzt mit eigener HNO-Praxis in München gilt als Spezialist auf diesem Gebiet. Revisionen bei Nasenkorrekturen müssen durchgeführt werden, wenn Patienten mit den voroperierten Ergebnissen unzufrieden sind. Funktionelle Gründe wie Atemprobleme können ebenso dafür sprechen wie ästhetische. Die Nasenkorrektur-Techniken sind inzwischen sehr schonend und häufig auch endoskopisch realisierbar.

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25 Jahre Cochlea-Implantation in Magdeburg

Kann es ein schöneres Ergebnis geben?

Die Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Magdeburg führt seit 25 Jahren Cochlea-Implantat-Operationen durch. Diese Operation macht es möglich, dass  taube oder hochgradig schwerhörige Patienten hören können. Aus diesem Anlass lädt die Klinik am 11. November 2017 zu einem Symposium ein. Mittlerweile sind über 500  Patienten versorgt worden. Dabei spielt die Versorgung älterer Erwachsener mit hochgradiger oder an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit, bei denen mit einem Hörgerät kein ausreichendes Sprachverstehen mehr erreicht werden kann, eine immer größere Rolle.

„Hören ist eine wesentliche Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Nicht zu hören, isoliert den Menschen von der Umwelt, da er sich an Gesprächen nicht mehr beteiligen kann. Daher ist es von großer Bedeutung, Menschen mit Hörproblemen das Hören wieder zu ermöglichen“, betont Prof. Dr. Christoph Arens, Direktor der HNO-Universitätsklinik.

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