Eine Einrichtung stellt sich vor: Geriatrische Leiteinrichtungen des Bundeslandes, wie das Diakoniekrankenhaus Halle

Diakoniekrankenhaus Halle (Saale)Die Geriatrie in Sachsen-Anhalt, eine Standortbestimmung – insbesondere unter Berücksichtigung des bundesweiten Geriatriekonzeptes

Geriatrie führt akutmedizinische, fachübergreifend frührehabilitationsmedizinische und rehabilitationsmedizinische Behandlungen durch, zumeist über die reine Organmedizin hinaus und erbringt zusätzliche Leistungen vor allem im Bereich der multidisziplinär orientierten Diagnostik und funktionellen Therapie, sowie im Bereich der Prävention und der Palliation. Geriatrische Medizin muss sich häufig mit dem Problem gestörter Willensbildung und dem besonderen rechtlichen Schutzbedürfnis der Kranken befassen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie im November 2018 in Potsdam haben die Vertreter der Mitgliedseinrichtungen erstmalig ein bundesweites Geriatriekonzept verabschiedet. Der Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie, wie er in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin etabliert werden konnte, war auch ein Diskussionspunkt. Durch Einwirkung des Vorstandes des Landesverbandes Sachsen-Anhalt fand diese Gebietsbezeichnung auch ihren Niederschlag im bundesweiten Geriatriekonzept. Es ist als große Errungenschaft zu bezeichnen, dass diese drei Bundesländer es geschafft haben, eine Gebietsbezeichnung Geriatrie zu etablieren (in der Inneren Medizin). Die Empfehlungen dafür kamen von verschiedenen Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Geriatrie – DDG, Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie – DGGG, Berufsverband Deutscher Internisten e. V. – BDI, Bundesverband Geriatrie – BVG). Bzgl. der Geriatrie als Teil der Inneren Medizin gibt es auch eine Sektion im BDI.

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Jubiläum: Kinderklinik am Klinikum Magdeburg besteht seit 30 Jahren

Mehr als 20 Jahre war Dr. med. Barbara Knittel (r.) Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. 2014 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.
Mehr als 20 Jahre war Dr. med. Barbara Knittel (r.) Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. 2014 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.

Seit 1990 hat sich die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Magdeburg einen guten Ruf, auch über die Stadtgrenzen hinaus, erarbeitet – und das durch hohe fachliche Kompetenz, Kontinuität, Fleiß, Teamgeist und durch schnelle Reaktion auf strukturelle und inhaltliche Notwendigkeiten.

Dabei stellten die vergangenen Jahre und Jahrzehnte dieses Fachgebiet vor Herausforderungen. „In keinem Fachgebiet waren die Veränderungen durch die äußeren Bedingungen so gravierend wie in der Kinderheilkunde“, sagt Dr. med. Matthias Heiduk, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Gemeint sind beispielsweise der Geburtenrückgang in den Nachwendejahren sowie die Fortschritte und Weiterentwicklungen in der Medizin. Durch diese modernen Behandlungsmöglichkeiten haben sich unter anderem die sogenannten Liegezeiten der Patienten extrem verkürzt.

Heiduk hat die Kinderklinik 2014 übernommen. Seine Vorgängerin ist Dr. Barbara Knittel – sie hat die Kinderklinik seit der Eröffnung im Jahr 1990 aufgebaut und geleitet. „Die neue Kinderklinik war damals entsprechend dem Alter der Patienten in drei Pflegebereiche mit jeweils 24 Betten gegliedert – also insgesamt 72 Betten“, blickt die ehemalige Chefärztin zurück. Das waren die K1 (Neonatologie und Säuglingsstation), K2 (0- bis 6-Jährige) und die K3 (7- bis 17-Jährige).

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Erfolgreiche Premiere – das erste virtuelle Einsendertreffen des Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt

online-Fortbildung (Foto: E. Lindner, Universitätsmedizin Magdeburg)
online-Fortbildung (Foto: E. Lindner, Universitätsmedizin Magdeburg)

Spätestens in Zeiten von COVID-19 erfreut sich die Internet-Video-Übertragung als ein lebendiges Instrument der Online-Kommunikation zunehmender Beliebtheit. Das Medium war auch für die Fortbildungsveranstaltung am 04.11.2020 die Möglichkeit, die Inhalte anschaulich und vor allem live wiederzugeben! Aufgrund der Einschränkungen der Corona-Pandemie konnte die geplante Präsenzveranstaltung nicht stattfinden und fand kurzfristig virtuell mit einem live gesendeten Anteil und einem Video-Teil statt. Es folgten 63 Teilnehmer aus ambulanten und stationären Einrichtungen und Beratungsstellen der Einladung.

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Das Regionale Herzinfarktregister Sachsen-Anhalt (RHESA) wird mit eRHESA zum elektronischen Register

Aus RHESA wird eRHESA zeigen Dr. Saskia Hartwig und Prof. Dr. Daniel Sedding von der Universitätsmedizin Halle (Saale). (Foto: Zentrale Fotostelle UKH)
Aus RHESA wird eRHESA zeigen Dr. Saskia Hartwig und Prof. Dr. Daniel Sedding von der Universitätsmedizin Halle (Saale). (Foto: Zentrale Fotostelle UKH)

Das Regionale Herzinfarktregister Sachsen-Anhalt, kurz RHESA, läutet eine neue Ära ein und wird vom papierbasierten Register in ein klinikbasiertes, elektronisches Register umgewandelt. Dieses Vorhaben, das unter Leitung der Universitätsmedizin Halle (Saale) umgesetzt wird, wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Integration des Landes Sachsen-Anhalt mit rund 640.000 Euro bis Ende 2022 gefördert.

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4. Ethiktag der Universitätsmedizin Magdeburg

Behandlung im Voraus planen – Chancen und Grenzen eines Beratungskonzepts

Foto: Peggy und Marco Lachmann-Anke auf PixabayAm 13. November 2020 fand der 4. Ethiktag der Universitätsmedizin Magdeburg (UMMD) statt. Die virtuelle Veranstaltung erfolgte erstmals in Kooperation mit dem Klinikum Magdeburg und den Pfeifferschen Stiftungen. Thematisiert wurde die gesundheitliche Vorausplanung als Instrument zur Wahrung der Patientenautonomie.

Die Wahrung der Patientenautonomie zählt zu den wichtigsten medizinethischen Prinzipien – insbesondere im Zustand eingeschränkter Einwilligungsfähigkeit der bzw. des Erkrankten. Leider sind die zu diesem Zweck entwickelten Vorsorgeinstrumente, wie die herkömmliche Patientenverfügung, in der Praxis nicht immer in der Lage, diesem Anspruch gerecht zu werden. Vage formulierte, auf die konkrete Situation nicht anwendbare oder im Notfall nicht auffindbare Willensbekundungen erschweren es den behandelnden Ärztinnen und Ärzten, den tatsächlichen Willen ihrer Patientinnen und Patienten einzuschätzen. Auch bei Angehörigen, Betreuern und Bevollmächtigten bestehen häufig Unsicherheiten.

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