Hinweise und Erläuterungen für die ärztliche Praxis zum Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB)

Nach Einführung des Strafgesetzes erstellte die Bundesärztekammer nun Hinweise und Erläuterungen, um eine grundlegende Orientierung im Hinblick auf denkbare Fragen zu § 217 StGB zu ermöglichen. Abrufbar sind diese Informationen auf der Internetseite der Bundesärztekammer unter folgendem Link: http://www.bundesaerztekammer.de/recht/aktuelle-rechtliche-themen/verbot-der-geschaeftsmaessigen-foerderung-der-selbsttoetung/

Mehr Frauen sterben an Herzkrankheiten als Männer – Ursache: ungleiche Versorgung?

Logo Deutsche HerzstiftungDeutscher Herzbericht: Deutlich mehr Frauen als Männer sterben an Herzschwäche, Rhythmusstörungen und Klappenerkrankungen. Herzstiftung: Den Ursachen auf den Grund gehen

Wie in den Vorjahren sterben bei Betrachtung der Herzkrankheiten in der Summe mehr Frauen als Männer, wie der neue Deutsche Herzbericht 2016 dokumentiert. 110.915 Frauen gegenüber 97.061 Männern starben 2014 an koronarer Herzkrankheit (KHK)/Herzinfarkt, Herzklappenerkrankungen, Rhythmusstörungen, Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und angeborenen Herzfehlern. Der Herzbericht wird von der Deutschen Herzstiftung zusammen mit den ärztlichen Fachgesellschaften für Kardiologie (DGK), Herzchirurgie (DGTHG) und Kinderkardiologie (DGPK) alljährlich herausgegeben und kann kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzbericht angefordert werden. Besonders auffallend ist die deutlich höhere Sterblichkeit bei Frauen mit Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herzklappenerkrankungen. „Frauen mit diesen Herzkrankheiten haben offensichtlich eine ungünstigere Prognose als männliche Patienten“, unterstreicht der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Diese starken Sterblichkeitsunterschiede bestehen seit Jahren, sie stehen im Kontrast zur stationären Erkrankungshäufigkeit, die bei Männern deutlich höher ist, und sollten Anlass für genauere Untersuchungen sein, um Engpässe in der medizinischen Versorgung von Herzpatientinnen auszuschließen.“ So lag 2014 die Sterbeziffer (Gestorbene pro 100.000 Einwohner/EW) bei Herzschwäche für Frauen um 71,2% über dem Wert der Männer: bei Frauen lautete die Sterbeziffer 68,9 pro 100.000 EW, bei Männern 40,3. In absoluten Zahlen: 28.513 Frauen starben gegenüber 16.038 Männern an Herzschwäche. Bei den Herzrhythmusstörungen lag die Sterbeziffer der Frauen um 48,2% höher (Frauen: 37,8; Männer: 25,5): 15.620 Frauen starben gegenüber 10.154 Männern an Rhythmusstörungen. Bei Herzklappenerkrankungen lag die Sterbeziffer der Frauen um 54% höher als bei den Männern. Eine Ausnahme stellen KHK/Herzinfarkt dar, die generell eine deutlich höhere Zahl an Sterbefällen bei Männern als bei Frauen aufweisen. 

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Chefarztwechsel

Dr. med. Burcin ÖzüyamanAsklepios Klinik Weißenfels


Herr Dr. med. Burcin Özüyaman hat als Chefarzt zum 01.07.2016 die Leitung der Klinik für Kardiologie in der Asklepios Klinik Weißenfels übernommen.

Dr. med. Marcus KrügerKrankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau


Als Chefarzt in der Klinik für Thoraxchirurgie in dem Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau ist seit dem 01.07.2016 Herr Dr. med. Marcus Krüger tätig.

 

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Dr. Jens-Andreas Münch als Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt bestätigt

Dr. Jens-Andreas Münch
Dr. Jens-Andreas Münch

Dr. Jens-Andreas Münch ist als Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt bestätigt worden. Münch erhielt auf der konstituierenden Sitzung der Kammerversammlung am 16. November 2016 in Magdeburg 36 von insgesamt 37 Stimmen. Damit wird er weitere fünf Jahre die Geschicke der Apothekerkammer leiten. Der 53-jährige Dr. Jens-Andreas Münch bedankte sich für die Wiederwahl und betonte, Priorität seines künftigen Handelns habe weiterhin der Apotheker als Heilberufler. Münch ist selbständiger Apotheker, verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder.

Dr. Jens-Andreas Münch wurde 1995 erstmals Mitglied der Kammerversammlung. 2004 trat er in den Vorstand ein und seit 2011 ist er Präsident der Apothekerkammer. In seiner Rede erklärte er: „Wir Apotheker stehen vor großen Herausforderungen. Der Apotheker ist in erster Linie Heilberufler. Oberste Priorität hat der Erhalt der flächendeckenden wohnortnahen Arzneimittelversorgung. Unser Schwerpunkt bleibt unumstritten die patienten-orientierte Beratungsleistung für eine verbesserte Arzneimitteltherapie. Wir setzen alles daran, das Medikationsmanagement als regelhafte honorierte Serviceleistung der Apotheker im Netzwerk – insbesondere mit Ärzten – zu etablieren. Wir werden weiterhin hochkarätige unabhängige Fortbildungsangebote bereitstellen und an einem weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit den Ärzten arbeiten. Wichtige Aufgaben sind außerdem der Ausbau der Digitalisierung und die Nachwuchsgewinnung sowie dessen Ausbildung. Ich freue mich, für die vor uns liegenden Aufgaben einen schlagkräftigen Vorstand und engagierte Kollegen in der Kammerversammlung an meiner Seite zu haben.“

Zu den Vizepräsidenten wurden erneut Dr. Bernd Rattay (34 Stimmen) und Dr. Lars Alexander Mohrenweiser gewählt (36 Stimmen). Dr. Mohrenweiser führt in Magdeburg eine eigene Apotheke und Dr. Bernd Rattay ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pharmazie der Universität in Halle.

Weitere Mitglieder im neu zusammengesetzten Vorstand der Apothekerkammer sind Beate Egelkraut, Barbara Langhans, Karsta Wagner und Bettina Wieland. Neben Dr. Münch sind sowohl drei Apothekeninhaber als auch drei angestellte Apotheker im neu gewählten Vorstand vertreten.

| Pi AK-SA

Dr. Anne Schumacher erhält den Karin-Witte-Preis für Wissenschaftlerinnen 2016

Dr. Anne Schumacher
Dr. Anne Schumacher

Die Mitarbeiterin des Gesundheitscampus Immunologie, Infektiologie und Inflammation (GC-I³), Dr. Anne Schumacher, wurde im Rahmen des Akademischen Festakts der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg anlässlich des 414. Geburtstages ihres Namenspatrons in der Johanniskirche mit dem Karin-Witte-Preis für Wissenschaftlerinnen ausgezeichnet.

Die promovierte Biologin ist wissenschaftliche Mitarbeitern in der Abteilung für Experimentelle Gynäkologie und Geburtshilfe der Medizinischen Fakultät unter der Leitung von Prof. Dr. Ana Claudia Zenclussen. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt der Erforschung der Funktion von Immunzellen in der Schwangerschaft. In den letzten Jahren konnte verstärkt gezeigt werden, dass verschiedene Immunzelltypen einen entscheidenden Beitrag zur Toleranz des Fötus während der Schwangerschaft leisten. Denn der heranwachsende Fötus enthält auch Erbinformationen des Vaters – und das stellt das Immunsystem vor eine große Herausforderung, denn eigentlich würde es solches Gewebe als „fremd“ erkennen und abstoßen. Die Gebärmutter muss daher auf die Schwangerschaft vorbereitet werden und ihre Funktionen verändern, um den Fötus nicht abzustoßen, sondern ihn aktiv zu tolerieren. Dr. Schumacher widmet sich der interessanten Frage, welche Toleranzwege in der Schwangerschaft aktiviert werden um den Fötus solange zu beschützen, bis er bereit ist, zur Welt zu kommen. Denn heftige immunologische Abwehrreaktionen der Mutter sind nicht selten der Grund für Früh- oder Fehlgeburten. Das Verständnis dieser Mechanismen ist daher die Grundlage, um in der Zukunft hilfreiche Therapien für Patientinnen mit Schwangerschaftskomplikationen entwickeln zu können. „Durch meine Forschung irgendwann Frauen, die sich schon seit langer Zeit Kinder wünschen, zu helfen, ein gesundes Kind in den Armen zu halten, ist mein persönlicher Antrieb“, so die zielstrebige junge Wissenschaftlerin.

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