Hygiene transparent – HELIOS Klinik Zerbst/Anhalt veröffentlicht Daten

Hygiene im Test – Keimnachweis in der Petrischale
Hygiene im Test – Keimnachweis in der Petrischale

Ab sofort ist im HELIOS Hygiene-Portal online nachzulesen, wie häufig die wichtigsten multiresistenten Keime in den Akutkliniken von HELIOS vorgekommen sind. Auch in der HELIOS Klinik Zerbst/Anhalt wurden Daten erhoben. In einer grafischen Darstellung wird die Entwicklung der Keimbelastung über die letzten Jahre hinweg bis Mitte 2016 abgebildet. Multiresistente Keime können für abwehrgeschwächte Patienten eine ernsthafte Gefahr darstellen, weil sie resistent –also unempfindlich gegen die meisten Antibiotika – und deshalb nur schwer zu bekämpfen sind.

Nach der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist jedes Krankenhaus seit 2012 dazu verpflichtet, die häufigsten infektionsrelevanten Erreger zu erfassen, zu dokumentieren und zu bewerten. Diese Daten werden zum Beispiel durch sogenannte Screenings erhoben: Patienten aus bestimmten Risikogruppen, die durch das Robert Koch-Institut Berlin (RKI) festgelegt wurden, werden bei ihrer Aufnahme auf eine Vielzahl von Erregern getestet. HELIOS stellt schon seit 2012 als einzige Klinikgruppe in Deutschland die Zahlen zur Keimbelastung in seinen Kliniken in einem eigenen Hygiene-Portal für alle einsehbar online. Zudem analysiert HELIOS seit der Änderung des IfSG für jede einzelne Klinik den Antibiotikaverbrauch im Zusammenhang mit Resistenzentwicklungen der Bakterien.

Zur besseren Verständlichkeit und Übersichtlichkeit hat HELIOS die Darstellung der Hygienedaten nun grundlegend überarbeitet. Für jede Klinik sind die drei wichtigsten Keim-Gruppen MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus), VRE (Vancomycin resistente Enterokokken) und MRGN (Multiresistente gramnegative Erreger) in Grafiken abgebildet. Hier lässt sich zum einen nachvollziehen, wie viele Patienten den Keim in die Klinik mitgebracht haben, also bereits bei ihrer Aufnahme positiv auf den Keim getestet wurden. Zum anderen ist sichtbar, wie viele Patienten den Keim während ihres Klinikaufenthaltes (nosokomial) erworben haben. Auch die Entwicklung beider Parameter über die Jahre hinweg lässt sich so gut erkennen.

Weiterlesen ...

Treffen der Hygieneexperten

Hygieneärzte und Hygienefachkräfte aus dem südlichen Sachsen-Anhalt kamen im Städtischen Klinikum Dessau zum Erfahrungsaustausch zusammen. Prof. Dr. med. Sabine Westphal, Chefärztin des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik (1. Reihe, 3. Person von rechts) begrüßte die Hygieneexperten vor Ort.
Hygieneärzte und Hygienefachkräfte aus dem südlichen Sachsen-Anhalt kamen im Städtischen Klinikum Dessau zum Erfahrungsaustausch zusammen. Prof. Dr. med. Sabine Westphal, Chefärztin des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik (1. Reihe, 3. Person von rechts) begrüßte die Hygieneexperten vor Ort.

Das Hygienemanagement steht in jedem Krankenhaus ganz oben auf der Prioritätenliste. Multiresistente Keime und Antibiotikaresistenzen sowie das Wiederauftreten von einst als besiegt geltenden Infektionskrankheiten wie beispielsweise Tuberkulose beschäftigen Hygieneexperten im ganzen Land. 25 dieser Fachleute aus dem südlichen Sachsen-Anhalt kamen am 22. November 2016 im Städtischen Klinikum Dessau zu einem freiwilligen Fachaustausch zusammen. „Um die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch zwischen den Kliniken zu intensivieren, dient seit 2009 ein Hygienestammtisch. Dieser fand bisher in Halle (Saale) statt, aber diesmal treffen wir uns hier in Dessau-Roßlau“, freute sich Prof. Dr. med. Sabine Westphal. Die Chefärztin leitet seit vier Jahren das Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik am Städtischen Klinikum Dessau und verantwortet die Stabsstelle Krankenhaushygiene in diesem 700-Betten-Haus. Sie selbst absolvierte inzwischen die zweijähri-ge Fortbildung „Krankenhaushygiene“ der Bundesärztekammer und brachte im Dessauer Klinikum das Antibiotic Stewardship (ABS)-Team zur Eindämmung von Antibiotikaresistenzen auf den Weg.

Im Rahmen des mehrstündigen Fachaustausches thematisierten die Hygieneärzte und Hygienefachkräfte die Aspekte Mikrobiologie und Diagnostik mit einem inhaltlichen Schwerpunkt zur Tuberkulose-Erkrankung.

| Pi und Foto: SKD

Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Halle (Saale) erfolgreich nach den europaweit gültigen JACIE-Richtlinien zertifiziert

Logo UKHAuszeichnung für die Stammzelltransplantations-Einheit an der Universitätsmedizin Halle: Das "Joint Accrediation Committee ISH-EBMT" (JACIE) hat die Transplantationseinheit der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV (Onkologie/Hämatologie) nach ihren europaweit gültigen Standards akkreditiert. Damit gehört die Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Halle (Saale) zu den ausgewählten Zentren in Deutschland, die den umfassenden und strengen Kriterien von JACIE genügt.

Die Prüforganisation JACIE wurde von der europäischen Organisation für Blut- und Knochenmarktransplantation (EBMT) und der amerikanischen Internationalen Gesellschaft für Zelltherapie (ISH) gegründet, den beiden international führenden wissenschaftlichen Organisationen in der Stammzelltransplantation. Für alle am Prozess beteiligten Bereiche geben die von JACIE definierten Standards genaue Kriterien vor – im klinischen Bereich beispielsweise eine Mindestzahl an Transplantationen, eine bestimmte räumliche und personelle Ausstattung sowie Qualifikation des ärztlichen und pflegerischen Personals, die Einhaltung und Umsetzung verschiedener, als Standard Operating Procedures (SOPs) standardisierter Vorgehensweisen.
Durch die Mitarbeiter/innen der Klinik wurden in über mehrere Jahre dauernden Vorarbeiten die Arbeitsabläufe strukturiert und optimiert sowie alle Aspekte der Stammzelltransplantation auf ihre Qualität und Sicherheit hin überprüft, um diese Kriterien zu erfüllen. Den Abschluss dieser umfangreichen Maßnahmen bildete eine Begutachtung durch die JACIE-Kommission, die im April 2016 in einem Audit vor Ort geprüft hat, ob alle geforderten Kriterien erfüllt werden. PD Dr. Lutz Müller, Leiter der Stammzelltransplantation, sieht in der Akkreditierung eine Wertschätzung der Arbeit des gesamten Teams, aber vor allem die Bestätigung, dass eine exzellente Betreuung von Patienten erfolgt: „Diese Akkreditierung unterstreicht die hohe Qualität der Stammzelltransplantationen am Universitätsklinikum Halle.“ Dieser Erfolg zeigt, dass die Stammzelltransplantation an der Universitätsmedizin Halle den hohen, international etablierten Qualitätsansprüchen genügt.

Weiterlesen ...

5 Jahre Palliativstation Martha-Maria in Halle-Dölau

Referenten Dr. Schulz und Nora Puls
Referenten Dr. Schulz und Nora Puls

„Berührungsängste abbauen“ – das war am Samstag, den 5. November das Thema des Festsymposions „5 Jahre Palliativstation am Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau“.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Sven Weise (Anhaltinische Krebsgesellschaft) überbrachten Grußworte.Gastreferent Dr. Christian Schulz (Palliativmediziner, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie) stellte das Projekt „30 junge Menschen“ und Nora Puls ihre Erfahrungen als Teilnehmerin des Projektes vor. Zwar sei die Auseinandersetzung mit einer unheilbaren Krankheit heutzutage kein Tabuthema mehr, aber durch die verbesserte Palliativmedizin finde mittlerweile ein „erfahrungsfernes Sterben“ in der Gesellschaft statt, so Dr. Schulz. Dem versuche das Projekt entgegenzuwirken. Das Projekt zeigt in einem Kurzfilm „lebe“ die Erfahrung von Teilnehmerin Nora Puls mit Hanne, einer unheilbar erkrankten Frau und mit deren Tochter. Der Vortrag rüttelte die Festgäste auf und gab Impulse, über das eigene Leben nachzudenken. Die Frage stand plötzlich für jeden Einzelnen im Raum: was möchte ich auf gar keinen Fall bedauern, wenn ich persönlich am Ende meines Lebens stehe.

Weiterlesen ...

Neues aus der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Diakoniekrankenhauses Halle

Dr. med. Thomas Plettner
Dr. med. Thomas Plettner

Am 01. Juli 2016 wurde Herrn Dr. med. Thomas Plettner die Leitung der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Diakoniekrankenhaus Halle in Nachfolge von Herrn Prof. Dr. med. Peter Würl übertragen.

Biografische Daten
In Anhalt geboren (am 30. Januar 1963 in Dessau) und aufgewachsen, studierte ich Medizin an der Martin-Luther-Universität in Halle.

Meine chirurgische Facharztausbildung begann 1989 am Diakonissenkrankenhaus in Dresden-Neustadt (Dr. H.-J. Simon). Von 1992 bis 1999 war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Chirurgischen Universitätsklinik Halle (Prof. Dr. A. Gläser, Prof. Dr. H. Dralle). Während dieser Zeit hatte ich im Rahmen des Jung-Stipendiums die Möglichkeit für mehrere Monate als wissenschaftlicher Assistent an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg (Prof. Dr. Ch. Herfarth) zu arbeiten. Von 1999 bis 2000 war ich Oberarzt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie am Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau (Dr. Ch. Richter) und wechselte 2000 in gleicher Position in die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Dr. W. Asperger). 2003 übernahm ich hier die Funktion des leitenden Oberarztes. Meine chirurgischen Arbeitsschwerpunkte resultieren aus den Stationen meines chirurgischen Werdeganges. Diese sind: die onkologische Chirurgie insbesondere des Gastrointestinaltraktes und der Weichteile (Weichteilsarkome), die minimal-invasive Chirurgie, die Chirurgie der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen, die Chirurgie bei chronischer Pankreatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sowie der gesamte Bereich der chirurgischen Coloproktologie bei gut- und bösartigen Erkrankungen.

Weiterlesen ...