Neue Professoren an der Universitätsmedizin Halle (Saale)

Logo UKHAn der Universitätsmedizin Halle (Saale) sind zum Wintersemester 2016/17 neue Professoren berufen worden. Die Berufungen betreffen das Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik, die Universitäts- und Poliklinik für Innere Medizin I und als Vertretungsprofessur das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin.

Weiterlesen ...

Neue Medizintechnik erhalten: Das Herz in vier Dimensionen

Die HELIOS Klinik Köthen verfügt seit Neuestem über eines der weltweit modernsten Herzultraschallgeräte. Mit diesem können die Köthener Ärzte das Herz dreidimensional sowie in Echtzeit auf dem Bildschirm schlagen sehen und kardiale Erkrankungen so noch präziser und schneller feststellen.

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens ist eine Routineuntersuchung. Sie arbeitet mit schonenden Schallwellen und kann, je nach Anforderung, in Ruhe oder unter Belastung erfolgen. Dafür wird ein Schallkopf auf die Brusthaut über dem Herzen gesetzt. Dieser sendet Ultraschallwellen aus, welche von den Herzstrukturen reflektiert und zum Schallkopf zurückgesendet werden. Dies ermöglicht die bildliche Darstellung und die Beurteilung verschiedener Herzstrukturen und ihrer Funktionen.
In der HELIOS Klinik Köthen lassen sich seit Neuestem dank modernster 4D-Ultraschalltechnologie auch alle Bewegungen des Herzens dreidimensional darstellen. „Während das Herz schlägt, kann man den Herzmuskel, alle Herzklappen und die angrenzenden Gefäße mit dem neuen Gerät dreidimensional und in Echtzeit, somit vierdimensional, beurteilen. Dadurch wird die Diagnostik von strukturellen Herzkrankheiten und Erkrankungen der großen Gefäße deutlich genauer. Sogar die regionale Durchblutung des Herzmuskelgewebes lässt sich so untersuchen“, erklärt Dr. med. Robert R. Flieger, Chefarzt der Klinik für Kardiologie.

Weiterlesen ...

Diakoniekrankenhaus nimmt neue Angiographieabteilung in Betrieb

Mit einem feierlichen Empfang wurde am Mittwoch, dem 26. Oktober 2016, ein neues Angiographiegerät im Diakoniekrankenhaus Halle eingeweiht. Bereits seit 11. Oktober 2016 ist die neue Anlage im Betrieb. Nach dreimonatiger Bauzeit wurde die ehemalige Radiologie im Bauteil F des Krankenhauses völlig umgestaltet und die neuen Behandlungsräume der Angiographie eingerichtet.

Angiographie bezeichnet die Darstellung von Gefäßen mit Hilfe diagnostischer Bildgebungsverfahren. Gefäßerkrankungen, wie die arterielle Durchblutungsstörung an den Gehirn- und Extremitätengefäßen können damit diagnostiziert und auch behandelt werden. Somit können Erkrankungen wie ein Schlaganfall verhindert und Beschwerden zum Beispiel beim Raucherbein gemindert werden. Mit der hochwertigen und modernen Anlage, die sich durch besondere Beweglichkeit auszeichnet, kann im Diakoniekrankenhaus nahezu das gesamte Spektrum der interventionellen Gefäßmedizin abgedeckt werden. Mit der Möglichkeit, neben der Diagnostik auch eine Behandlung durchzuführen, lassen sich aufwendigere Operationen bei Gefäßpatienten vermeiden. So können durch minimal-invasive Technik mit Hilfe von Kathetern und Stents verengte Gefäße aufgedehnt werden. Die neue Anlage bietet vor allem eine bessere Bildauflösung und damit eine schnellere und patientenfreundlichere Behandlung. Besonders die Strahlenbelastung und die Menge verabreichter Kontrastmittel werden reduziert.

Weiterlesen ...

Die HPV-Impfung – wirksame Prävention gegen Krebserkrankungen oder pharma-getriggerte Pseudobehandlung?

TOP-Thema beim interdisziplinären Symposium – Kontroversen in der Uro-Onkologie 2017

Selten hat ein Thema die Ärzteschaft so gespalten wie die Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer HPV-Impfung von Mädchen und Jungen. Der 2008 an Prof. W. zur Hausen verliehene Nobelpreis für Medizin ist eine wesentliche Trumpfkarte, die von Impfbefürwortern stets ausgespielt wird. In der Tat äußern sich das RKI und die ständige Impfkommission der Bundesrepublik STIKO, zumindest zur Impfung von Mädchen, im Sinne einer klaren Empfehlung. Die angestrebte Impfungsrate, um einen nachhaltigen Effekt erzielen zu können, wird in der Bundesrepublik jedoch derzeit weit verfehlt.

Weiterlesen ...

Investitionsstau an den Unikliniken Halle und Magdeburg beseitigen – Ärztekammer fordert auskömmliche Finanzierung der Hochschulmedizin

Logo Ärztekammer Sachsen-AnhaltAnlässlich des Aktionstages an den Unikliniken Halle und Magdeburg veröffentlichte die Ärztekammer Sachsen-Anhalt folgende Pressemitteilung:

In der Diskussion um die Finanzierung der Unikliniken in Sachsen-Anhalt fordert die Ärztekammer mehr Geld für Investitionen. „Beide Unikliniken sind gerade bei schweren, seltenen und aufwendigen Erkrankungen für eine hochqualitative medizinische Versorgung unverzichtbar“, erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Die derzeitige Finanzierung spiegelt diese außergewöhnliche Bedeutung der Universitätsmedizin nicht wider.

Unsere Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken behandeln schwierige und komplizierte Fälle, die nur unter geeigneten Bedingungen versorgt werden können. Sie wollen ihren Patienten auch zukünftig diese hochwertige Versorgung anbieten. Hierfür bedarf es eines deutlichen Bekenntnisses der Landespolitik. Der erhebliche Investitionsstau der vergangenen Jahre hat sich weiter verschärft. Den Klinken fehlt die notwendige Planungssicherheit für die Zukunft.

„Ich kenne den Zustand des Bettenhauses 2 an der Universitätsklinik in Halle. Auch aus Berichten meiner Patienten. Dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, wird niemand bestreiten. Die medizinisch gute Versorgung durch unsere Kollegen verliert an Wert, wenn die Unterbringung der Patienten diesem Anspruch nicht gerecht wird“, so die Kammerpräsidentin. Sie kennt den Nachholbedarf aus Berichten. „Gerade die Kollegen in Magdeburg schildern mir auch den erheblichen Investitionsbedarf für medizinische Geräte“. Sie appelliert daher an die Politik, die Investitionen nicht auf ein Minimum weiter einzufrieren. Die Investitionen sichern die medizinische Versorgung einer weiter alternden Gemeinschaft und stützen die Kliniken als Forschungseinrichtungen und bedeutende Arbeitgeber im Land.

Die Ärztekammer verweist zudem darauf, dass Unikliniken die Verantwortung für die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses tragen. Auch im Interesse des dringend benötigten ärztlichen Nachwuchses im Land, empfiehlt die Ärztekammer, die Appelle der Universitätsmediziner im Land ernst zu nehmen.