Jubiläums-Jahrgang der „Klasse Allgemeinmedizin“ in Halle geht an den Start

Das erste Seminar mit den Teilnehmenden der neuen „Klasse Allgemeinmedizin“ und Koordinatorin Melanie Nafziger fand aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation online statt.
Das erste Seminar mit den Teilnehmenden der neuen „Klasse Allgemeinmedizin“ und Koordinatorin Melanie Nafziger fand aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation online statt.

Seit einem Jahrzehnt ein Erfolgsmodell

Es war eine Idee, die es damals deutschlandweit noch nicht gab, die es zur bundesweiten Auszeichnung „Ort im Land der Ideen“ brachte und die seitdem unbescheiden als Erfolgsmodell bezeichnet werden kann: Die „Klasse Allgemeinmedizin“ (KAM) an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Nun ist mit dem Jahrgang 2020 – leicht verzögert wegen der Corona-Pandemie und des damit einhergehenden späteren Semesterstarts – der 10. Jahrgang an den Start gegangen. Erneut durchlaufen 40 Studierende während ihres Medizinstudiums ab dem ersten Semester das spezielle allgemeinmedizinische Zusatz-Curriculum.

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2. Ethiktag am Universitätsklinikum Halle (Saale)

Vernetzungstreffen von Ethikberater*innen in Mitteldeutschland und virtuelle Podiumsdiskussion stoßen auf breite Resonanz

Der Ethiktag fand in diesem Jahr als Online-Veranstaltung statt. (Foto: Andre Nowak)
Der Ethiktag fand in diesem Jahr als Online-Veranstaltung statt. (Foto: Andre Nowak)

Über das kontroverse Thema der assistierten Selbsttötung und über weitere klinisch-ethische Herausforderungen diskutierten am 12. November 2020 mehr als 130 Teilnehmende des 2. Ethiktages, veranstaltet vom Klinischen Ethikkomitee (KEK) am Universitätsklinikum Halle (UKH).

Bei der ganztägigen Veranstaltung, die dieses Jahr aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie als Onlineveranstaltung durchgeführt wurde, standen diesmal die klinisch-ethischen Beratungsangebote in der Region sowie die Implikationen der im Februar 2020 verkündeten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungswidrigkeit des Paragraphen 217 StGB im Fokus.

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Eine Einrichtung stellt sich vor: Geriatrische Leiteinrichtungen des Bundeslandes, wie das Diakoniekrankenhaus Halle

Diakoniekrankenhaus Halle (Saale)Die Geriatrie in Sachsen-Anhalt, eine Standortbestimmung – insbesondere unter Berücksichtigung des bundesweiten Geriatriekonzeptes

Geriatrie führt akutmedizinische, fachübergreifend frührehabilitationsmedizinische und rehabilitationsmedizinische Behandlungen durch, zumeist über die reine Organmedizin hinaus und erbringt zusätzliche Leistungen vor allem im Bereich der multidisziplinär orientierten Diagnostik und funktionellen Therapie, sowie im Bereich der Prävention und der Palliation. Geriatrische Medizin muss sich häufig mit dem Problem gestörter Willensbildung und dem besonderen rechtlichen Schutzbedürfnis der Kranken befassen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie im November 2018 in Potsdam haben die Vertreter der Mitgliedseinrichtungen erstmalig ein bundesweites Geriatriekonzept verabschiedet. Der Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie, wie er in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin etabliert werden konnte, war auch ein Diskussionspunkt. Durch Einwirkung des Vorstandes des Landesverbandes Sachsen-Anhalt fand diese Gebietsbezeichnung auch ihren Niederschlag im bundesweiten Geriatriekonzept. Es ist als große Errungenschaft zu bezeichnen, dass diese drei Bundesländer es geschafft haben, eine Gebietsbezeichnung Geriatrie zu etablieren (in der Inneren Medizin). Die Empfehlungen dafür kamen von verschiedenen Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Geriatrie – DDG, Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie – DGGG, Berufsverband Deutscher Internisten e. V. – BDI, Bundesverband Geriatrie – BVG). Bzgl. der Geriatrie als Teil der Inneren Medizin gibt es auch eine Sektion im BDI.

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Jubiläum: Kinderklinik am Klinikum Magdeburg besteht seit 30 Jahren

Mehr als 20 Jahre war Dr. med. Barbara Knittel (r.) Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. 2014 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.
Mehr als 20 Jahre war Dr. med. Barbara Knittel (r.) Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. 2014 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.

Seit 1990 hat sich die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Magdeburg einen guten Ruf, auch über die Stadtgrenzen hinaus, erarbeitet – und das durch hohe fachliche Kompetenz, Kontinuität, Fleiß, Teamgeist und durch schnelle Reaktion auf strukturelle und inhaltliche Notwendigkeiten.

Dabei stellten die vergangenen Jahre und Jahrzehnte dieses Fachgebiet vor Herausforderungen. „In keinem Fachgebiet waren die Veränderungen durch die äußeren Bedingungen so gravierend wie in der Kinderheilkunde“, sagt Dr. med. Matthias Heiduk, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Gemeint sind beispielsweise der Geburtenrückgang in den Nachwendejahren sowie die Fortschritte und Weiterentwicklungen in der Medizin. Durch diese modernen Behandlungsmöglichkeiten haben sich unter anderem die sogenannten Liegezeiten der Patienten extrem verkürzt.

Heiduk hat die Kinderklinik 2014 übernommen. Seine Vorgängerin ist Dr. Barbara Knittel – sie hat die Kinderklinik seit der Eröffnung im Jahr 1990 aufgebaut und geleitet. „Die neue Kinderklinik war damals entsprechend dem Alter der Patienten in drei Pflegebereiche mit jeweils 24 Betten gegliedert – also insgesamt 72 Betten“, blickt die ehemalige Chefärztin zurück. Das waren die K1 (Neonatologie und Säuglingsstation), K2 (0- bis 6-Jährige) und die K3 (7- bis 17-Jährige).

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Erfolgreiche Premiere – das erste virtuelle Einsendertreffen des Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt

online-Fortbildung (Foto: E. Lindner, Universitätsmedizin Magdeburg)
online-Fortbildung (Foto: E. Lindner, Universitätsmedizin Magdeburg)

Spätestens in Zeiten von COVID-19 erfreut sich die Internet-Video-Übertragung als ein lebendiges Instrument der Online-Kommunikation zunehmender Beliebtheit. Das Medium war auch für die Fortbildungsveranstaltung am 04.11.2020 die Möglichkeit, die Inhalte anschaulich und vor allem live wiederzugeben! Aufgrund der Einschränkungen der Corona-Pandemie konnte die geplante Präsenzveranstaltung nicht stattfinden und fand kurzfristig virtuell mit einem live gesendeten Anteil und einem Video-Teil statt. Es folgten 63 Teilnehmer aus ambulanten und stationären Einrichtungen und Beratungsstellen der Einladung.

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