Kinder-Reha: Wissenslücken an der Schnittstelle

Kinderärzte sind wichtige „Gatekeeper“ in der gesundheitlichen Versorgung. Ihnen mangelt es jedoch an Wissen über die Rehabilitation, um Kindern und Jugendlichen nachhaltig helfen zu können. Das haben Soziologen der Uni Halle herausgefunden. Eine zielgruppenorientierte Broschüre soll nun für mehr Verständigung an der Schnittstelle sorgen.

Am Übergang von der Kinder- und Jugendmedizin und der Rehabilitation gibt es offenbar viele Missverständnisse. Das hat das Institut für Medizinische Soziologie der Uni Halle unter der Leitung von Professor Dr. Matthias Richter in einer aktuellen Studie herausgefunden. So nehmen zum Beispiel niedergelassene Ärzte, die häufige Ablehnung eines Antrages als abschreckend und demotivierend für die Betroffenen wahr. Andere Kinder- und Jugendmediziner haben wiederum den Eindruck, dass ihre professionelle ärztliche Sicht beim Reha-Gutachter gar nicht ankomme.  Dass sich Misstrauen und Vorbehalte zwischen Kinderärzte und Reha-Träger so deutlich zeigen, hat die Projektkoordinatorin Nadine Schumann verblüfft. „Ärzte und Gutachter stimmen in fachlichen Fragen wie etwa der Einschätzung eines Reha-Bedarf häufig überein. Es fehlt ihnen jedoch eine gemeinsame Sprache, um sich zu verständigen“, sagt die Soziologin und Reha-Wissenschaftlerin.

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Uni Magdeburg: 1,5 Millionen Euro für exzellente Infektionsforschung

ERC Starting Grant fördert die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Immunzellen und Krankheitserregern

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Prof. Dr. Andreas Müller, Institut für Molekulare und Klinische Immunologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU), einen mit knapp 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant bewilligt. Damit wird seinem Forschungsprojekt „Dissecting the interplay between the dynamics of immune responses and pathogen proliferation in vivo“ internationale wissenschaftliche Exzellenz bescheinigt. Prof. Müller leitet seit 2013 die Gruppe "Intravitalmikroskopie von Infektion und Immunität", die ihren Sitz an der Universität Magdeburg hat und gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und der OVGU finanziert wird.

Prof. Müller ist einer von nur etwa 370 WissenschaftlerInnen aller Disziplinen jährlich europaweit, die diese begehrte Förderung erhalten. In der Kategorie „Infektion und Immunantwort“ können sich in Deutschland pro Jahr nur 2-3 Forscher einen ERC Starting Grant sichern. Dieser gibt Prof. Müller und seinem Team den finanziellen Freiraum, sich in den nächsten fünf Jahren ganz den spannenden wissenschaftlichen Fragen zu widmen.

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Unterstützung für Pflegende Angehörige: Universitätsmedizin Halle (Saale) an BMBF-Präventionsprojekt beteiligt

Logo Universitätsklinikum HalleWenn Menschen ihre Angehörigen Zuhause selbst pflegen, kann das häufig mit Fortschreiten der Pflegebedürftigkeit belastend werden. Das Projekt MoCaB, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden drei Jahren mit zwei Millionen Euro gefördert wird, will untersuchen, wie Pflegende – Laien wie auch professionelle - unterstützt werden können. Die Pflegeforschung und die Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Halle (Saale) sind mit dem Teilprojekt MoCaB prevent im Umfang von 200.000 Euro ebenfalls daran beteiligt. Es soll dazu beitragen, Präventionsmaßnahmen für pflegende Angehörige zu identifizieren, damit diese frühzeitig einer Überforderung entgegensteuern können.

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Deutsche Schlaganfall-Hilfe ehrt Dr. Wohlfahrt

Privatdozent Dr. Kai Wohlfarth, Direktor der Klinik für Neurologie am BG Klinikum Bergmannstrost Halle, wurde am vergangenen Wochenende mit dem Motivationspreis der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ausgezeichnet. Prämiert wurde damit sein besonderes Engagement in der Schlaganfall-Versorgung. Überreicht hat den Preis im westfälischen Gütersloh die Stiftungsgründerin Liz Mohn.

Wohlfahrth engagiert sich seit 2008 als ehrenamtlicher Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Zugleich unterstützt er seit vielen Jahren die Arbeit der Selbsthilfegruppe Schlaganfall Halle-Saalekreis. Als Regionalbeauftragter steht er der Selbsthilfegruppe als medizinischer Ansprechpartner zur Seite und leistet zum Beispiel mit Informationsveranstaltungen für Patienten wichtige Aufklärungsarbeit in Sachen Schlaganfall. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, ist sie doch eine wichtige Anerkennung unserer Arbeit“, so Wohlfarth. Zusammen mit seinem Team behandelt er über 700 Schlaganfallpatienten pro Jahr in der überregionalen Schlaganfall-Akut-Station (Stroke Unit) am Bergmannstrost.
Insgesamt wurden 25 Neurologen aus vielen Teilen Deutschlands mit dem Preis am 10. September, ausgezeichnet. „Als Regionalbeauftragte sind Sie Teil der Arbeit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe“, erklärte die Präsidentin. „Dank Ihnen ist es uns möglich, in ganz Deutschland Menschen über den Schlaganfall zu informieren und Schlaganfälle zu verhindern.“

Alle Preisträger sind leitende Ärzte, Chefärzte oder Direktoren bedeutender Akut- oder Rehabilitationskliniken, die sich neben Klinikalltag und Forschungsaufgaben für das Thema Schlaganfall engagieren.
Erstmalig wurden mit dem Motivationspreis in diesem Jahr Neurologen ausgezeichnet. Seit 2012 wird der Preis an Menschen verliehen, die besondere Verdienste in der Schlaganfall-Versorgung erworben haben und durch ihr gutes Beispiel auch andere dazu motivieren.

Quelle Text & Foto: Deutsche Schlaganfall-Hilfe
| Pi Bergmannstrost

Filmreihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“

Die Filmreihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“ präsentiert eine Auswahl von Filmen, in denen ethische und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit medizinischer Praxis im Zentrum stehen. Expert*innen und Praktiker*innen aus Medizin, Ethik und Recht begleiten die Filmvorführungen mit einer kurzen Einführung und der Möglichkeit eines anschließenden Filmgespräches. Alle Veranstaltungen finden im LUCHSKINO am Zoo, Seebener Straße 172, 06114 Halle (Saale) statt. Der Eintritt beträgt 6,50 €/ ermäßigt 5,50 €.

Es liefen bereits erfolgreich die Filme „24 Wochen“ am 19.10.2016 und „The Danisch Girl“ am 02.11.2016.

Weitere Informationen finden Sie unter
https://blogs.urz.uni-halle.de/mrecinema

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