Diskussion um Rechtfertigung für Sedierung am Lebensende ist wichtig

Viele Fragen offen:

Wann ist ein Leiden am Lebensende unerträglich? Wann ist ein Eingreifen mittels Sedierung gerechtfertigt, um Leiden zu lindern? Und wie kann das beurteilt werden, wenn die oder der Betroffene sich selbst nicht mehr äußern kann? Das sind essenzielle ethische und medizinische Fragen, denen ein Behandlungsteam bei der palliativen Versorgung am Lebensende gegenübersteht.

Professor Dr. med. Jan Schildmann, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, hat gemeinsam mit der Philosophin Dr. Claudia Bozzaro vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Probleme bei der Anwendung des Leidensbegriffs im Rahmen der Entscheidungsfindung in der klinischen Praxis untersucht. Erste Ergebnisse der interdisziplinären Untersuchung haben sie nun online in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Pain and Symptom Management (JPSM)“ veröffentlicht, die Veröffentlichung des gedruckten Artikels erfolgte am 2. August 2018.

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Chefarztwechsel

AMEOS Klinikum Aschersleben


Chefarzt im AMEOS Klinikum Aschersleben ist Herr Dr. med. Wolfgang Franz1 seit dem 01.01.2018 in der Klinik für Innere Medizin/Kardiologie.

Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal 


Im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal hat am 01.01.2018 Herr Dr. med. Gunnar Lohm2 als neuer Chefarzt die Leitung der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie übernommen.

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„Grüner“ MedGuide zu Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik erschienen

Neue Kommunikationshilfe zur Diagnose bei Menschen mit Migrationsgeschichte verfügbar

Cover: © Edition MedGuide

Der MedGuide/medizinische Sprachführer erleichtert die Kommunikation mit arabisch- oder farsi/persisch-sprechenden Patienten. Hierbei unterstützt der „grüne“ MedGuide insbesondere bei der Diagnose psychischer Störungen, auch wenn kein Dolmetscher verfügbar ist. Grundlage ist eine ausführliche psychiatrische und psychotherapeutische Anamnese.

Der MedGuide behandelt Fragen u. a. zur posttraumatischen Belastungsstörung und Dissoziation. Auch Migrationsaspekte – etwa der bislang erfolgte Grad der Integration – und einige kulturelle Besonderheiten kommen zur Sprache. Zahlreiche Illustrationen helfen, sich noch besser mit den Patienten zu verständigen.

Der MedGuide umfasst 192 Seiten und kostet € 39,90. Er ist nicht über den Buchhandel verfügbar, sondern wird direkt über www.edition-medguide.de mit beiliegender Rechnung verschickt.

| Pi MedGuide

Dem Leben verpflichtet – 70 Jahre Pathologie in Quedlinburg

Das Ärzte-Team am Institut für Pathologie im Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben in Quedlinburg: Oberärztin Martina Zander, Dr. Christian Schrader (links), Chefarzt Uwe Hildebrandt (Foto: Tom Koch/Harzklinikum)

Festveranstaltung am 12. September im Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben

Pathologen sind als „Lotsen in der Diagnostik und Therapie“ aus dem Klinikalltag nicht mehr wegzudenken. Uwe Hildebrandt, Chefarzt am Institut für Pathologie im Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben: „Mit der Eroberung des Körpers durch endoskopische Methoden und Biopsien ist der Pathologe vom Ende des Behandlungsprozesses an seinen Anfang gerückt.“ Die Möglichkeiten einer immunhistologischen Diagnostik, beispielsweise Hor-monrezeptor-Untersuchungen, HER2/neu-Testung usw. sowie die intraoperative Schnellschnitt-Diagnostik bieten bereits wichtige therapierelevante individuelle Untersuchungsergebnisse. „Mit dem Einzug molekularpathologischer Methoden in unseren Berufsalltag haben sich die Möglichkeiten einer zielgerichteten Behandlung bzw. einer individualisierten Therapie in den klinischen Fächern rasant entwickelt“, so der Institutschef.