9. Vogelsänger Schmerztag mit großer Resonanz

Priv.-Doz. Dr. med. Michael A. Überall referierte über den Stellenwert von Cannabis als Medizin in der Behandlung chronischer Schmerzpatienten

Insgesamt 83 Ärzte und Therapeuten nahmen am 22.11.2017 am Schmerztag der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern im MVZ Magdeburg teil. Bereits zum neunten Mal lud Chefärztin Dr. med. Angela Stephan zur traditionellen Veranstaltung, die sich mit dem Thema „Cannabis als Medizin“ befasste.

„Der diesjährige Vogelsänger Schmerz-tag widmet sich einem Thema von nationaler Bedeutung, dem wir nun auch in Sachsen-Anhalt eine Bühne geben wollen. Mit dem sogenannten ‚Cannabis-Gesetz‘ vom 10. März 2017 sind die Möglichkeiten zur Verschreibung von medizinischem Cannabis erweitert worden“, begrüßte Dr. med. Angela Stephan, Chefärztin der Klinik für Schmerztherpie in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern, die 83 Teilnehmer der Veranstaltung. Schwerkranken und unter Schmerzen leidenden Patienten ist es möglich, künftig Cannabis-Arzneimittel auf Rezept zu erhalten. Andere therapeutische Möglichkeiten müssen jedoch ausgeschöpft sein oder der behandelnde Arzt entscheidet im Einzelfall, dass andere therapeutische Alternativen nicht angebracht sind.

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Magdeburger Hubschrauber bleibt rot-weiß

Die Entscheidung ist gefallen: Die DRF Luftrettung wird die Luftrettungsstation in Magdeburg für weitere sechs Jahre betreiben. Dies ist das Ergebnis einer vom Landesverwaltungsamt Halle durchgeführten europaweiten Neuausschreibung der Station. Die neu vergebene Konzession für die Primär-Luftrettung in Sachsen-Anhalt gilt für den Zeitraum 01.01.2018 bis 31.12.2023.

„Wir danken dem Landesverwaltungsamt Halle für das uns entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns, die Luftrettung auch an unserer zweiten Luftrettungsstation in Sachsen-Anhalt – nach Halle – weiter fortführen zu dürfen“, betont Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung. 679 Einsätze im ersten Halbjahr 2017 machen deutlich: Der Magdeburger Hubschrauber leistet einen wichtigen Beitrag zur notfallmedizinischen Versorgung der Menschen in der Region.

Die Magdeburger Luftrettungsstation ist die Heimat von „Christoph 36“, der von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang als schneller Notarztzubringer und für den Transport von Notfallpatienten in Kliniken bereit steht. Er ist mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten/Notfallsanitäter besetzt und nach Alarmierung innerhalb von zwei Minuten in der Luft. „Die erneute Vergabe der Konzession an die DRF Luftrettung ist ein Beleg für die zuverlässige Arbeit und das große Engagement unserer Besatzungen in Magdeburg“, freut sich Dr. Peter Huber.

Neuer Hubschraubertyp kommt
Zum Start der neuen Konzession wird die Station ein Luftfahrzeugmuster der neuesten Generation in Betrieb nehmen: Eine H 135. Erst vor Kurzem hat die DRF Luftrettung die ersten drei Maschinen dieses Typs in Empfang genommen. Die neueste und leistungsfähigere Variante der bisher in Magdeburg eingesetzten EC 135 zeichnet sich vor allem durch das hochmoderne Cockpit mit Avionik-System und einer verbesserten satellitengestützten Navigation aus. Eingebaut sind auch ein Kollisionswarngerät, das den Piloten an Bord in der Luftraumbeobachtung unterstützt, sowie ein Hinderniswarngerät. Damit treibt die DRF Luftrettung den Generationenwechsel bei ihren Hubschraubern weiter voran und unterstreicht ihren Willen, die Entwicklung der Luftrettung zum Wohle der Patienten weiter zu fördern.

| Pi DRF

Foto: DRF Luftrettung

„Gesundheitsheft für Asylbewerber“ in Sachsen-Anhalt eingeführt

Ziel ist die Verbesserung der Kontinuität in der Behandlung von Asylbewerbern

Seit Anfang November 2017 wird in Sachsen-Anhalt ein „Gesundheitsheft für Asylbewerber“ routinemäßig in der medizinischen Versorgung von Asylbewerbern und Asylbewerberinnen eingesetzt. Dieses Heft entstand aus einer Kooperation zwischen dem Fachbereich Gesundheit der Stadt Halle und dem gemeinnützigen Verein Medinetz Halle/Saale e. V. und wird vom Ministerium für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt finanziert.

Hintergrund
In den ersten Monaten ihres Aufenthaltes in Deutschland absolvieren viele Asylbewerber aufgrund der Abläufe im Asylverfahren eine Reihe von Ortswechseln. Insbesondere für chronisch Kranke führt dies regelhaft zu Verzögerungen im Behandlungsbeginn und zu Unterbrechungen bereits begonnener diagnostischer oder therapeutischer Bemühungen. Wie eine 2015 in Halle und Umgebung durchgeführte Studie 1 zeigen konnte, lassen sich dabei vier Kernprobleme identifizieren:
1. Asylbewerber in Sachsen-Anhalt erhielten bisher keine strukturierte Information zum deutschen Gesundheitssystem. Ihre gesundheitsbezogene Navigation verläuft daher oft unzielgerichtet.
2. Viele Ärzte sind mit den besonde-ren Lebensumständen von Asylbewerbern nicht vertraut und finden daher z. B. für die Überwindung von Sprachbarrieren oft keine zufrieden stellenden Lösungen.
3. Häufige Ortswechsel insbesondere zu Beginn des Asylverfahrens erschweren zudem die langfristige Anbindung an das Gesundheitssystem und untergraben regelhaft die Kontinuität der Behandlung.
4. Im Zuge dessen kommt es dazu, dass diagnostische Verfahren häufig mehrfach durchgeführt werden, wodurch Diagnosestellung und Behandlungsbeginn unnötige Verzögerungen erfahren und unnötige Kosten anfallen.

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Resümee zum 13. Einsendertreffen des Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt

Das Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt lud am 25.11.2017 das 13. Mal zum Einsendertreffen ein. Eine Gelegenheit, um sich bei den Einsendern der verschiedenen Fachrichtungen für die engagierte Mitarbeit an dem landesweiten Projekt zur Fehlbildungserfassung zu bedanken. Besondere Förderung und tatkräftige Unterstützung erhält das Register durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt. Frau Dr. med. H. Willer überbrachte ein Grußwort des Ministeriums. Als Ärztin dankte sie den Mitarbeitern der ambulanten und stationären Einrichtungen für ihr Engagement. Sie, die trotz hoher Arbeitsdichte der zusätzlichen ethischen Verantwortung nachkommen und über die Grenzen der Individualmedizin hinweg erst ein populationsbezogenes Fehlbildungsmonitoring möglich machen. Mit diesen Daten vertritt Sachsen-Anhalt Deutschland im weltweiten Verbund des International Clearinghouse for Birth Defects Surveillance and Research (ICBDSR) und dem europäischen Zentralregister EUROCAT.

Das Team um Frau Dr. med. A. Rißmann stellte den Jahresbericht 2016 (online einsehbar unter: www.angeborene-fehlbildungen.com) in Auszügen vor. Diesjähriges Leitthema sind die Skelettfehlbildungen. Eine Auswertung der Daten aus dem Fehlbildungsmonitoring (Zeitraum 2000 bis 2016) ergab, dass 44,7 pro 10.000 Geborene eine große Fehlbildung des Skelettsystems aufwiesen.

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Festakt zur Urkundenverleihung

Dritte Erxleben-Lecture als Festvortrag befasste sich mit dem Thema  „Gesund Altern: Aktuelle Beiträge aus der experimentellen Grundlagenforschung“

Über aktuelle Beiträge aus der experimentellen Grundlagenforschung für ein „Gesundes Altern“ sprach am 11. November 2017 Professorin Dr. Brigitte Vollmar. Die Professorin für experimentelle Chirurgie am Rudolf-Zenker-Institut der Universitätsmedizin Rostock hielt die dritte Erxleben-Lecture als Festvortrag im Rahmen des akademischen Festaktes anlässlich der Urkundenübergabe an einen Habilitanden und eine Habilitandin sowie 106 Doktoranden und Doktorandinnen der halleschen Medizinischen Fakultät. Die Veranstaltung fand in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität am Universitätsplatz statt.

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