Schlichtungsverfahren aus Sachsen-Anhalt im Jahr 2016

Antragsentwicklung Norddeutsche Schlichtungsstelle 2010 - 2016

2016 ist mit 4070 neuen Fällen in der Gesamtbetrachtung des gesamten norddeutschen Zuständigkeitsbereiches, der sich auf die 10 Landesärztekammerbereiche Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen erstreckt, im Vergleich zu den Jahren 2015 (4290) und 2014 (4265), ein Rückgang der Antragszahlen um 5,1 % zu verzeichnen.

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Zurück in mein Leben – beruflicher Wiedereinstieg nach Krebs

Ein spezielles Beratungsangebot der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, 2017 auch in Magdeburg

Der Erhalt der Erwerbsfähigkeit an Krebs erkrankter Menschen ist sowohl für die einzelnen Betroffenen als auch für die gesamte Volkswirtschaft von Bedeutung. Für viele Krebspatienten besteht eine hohe Motivation auch während der Behandlung in ihr Erwerbsleben integriert zu sein oder aber nach der Behandlung dahin zurück zu kehren. Wesentlich sind hierbei nicht nur die Aspekte der finanziellen Absicherung, sondern auch die sinnstiftenden Elemente.

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Klinisches Verbundcurriculum für die Weiterbildung zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Ein erstes Resümee

In den neuen Bundesländern gibt es seit 2013 ein Klinisches Verbundcurriculum, mit dem Ärzte und Ärztinnen in Weiterbildung zum Facharzt Psychosomatische Medizin und Psychotherapie eine praxisorientierte Weiterbildung erfahren. Das Curriculum wurde von einer Arbeitsgemeinschaft von Chefärzten psychosomatischer Einrichtungen der neuen Bundesländer entwickelt und in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Weiterbildungskreis unter dem Dach der DGPM organisiert entwickelt.

Ausgangspunkt der Initiative war die Erfahrung, dass klinische Inhalte und spezifische psychosomatische Themen in den psychologisch geprägten regionalen Weiterbildungsinstituten zu kurz kommen. Sie vermitteln zwar fundierte Kenntnisse in den speziellen psychotherapeutischen Richtlinienverfahren, die klinischen Schwerpunkte der integrierten psychosomatischen Versorgung aber werden häufig vernachlässigt. Die Idee war daher, ein Angebot zu schaffen, mit dem die meist theoretischen Inhalte der Weiterbildung durch klinische Beispiele und Anwendungen der Psychosomatischen Medizin ergänzt werden. Neben der Einführung in nonverbale Verfahren, wie beispielsweise Körper-, Kunst- oder Musiktherapie waren den Initiatoren die Einführung in die Eltern-Kind-Therapie oder Konsil- und Liaisontätigkeit, Psychoonkologie, Psychokardiologie, Psychosomatische Frauenheilkunde und andere essentielle psychosomatische Themen ein wichtiges Anliegen. Diese Schwerpunkte finden sich in den Kliniken in unterschiedlicher Intensität und werden regional unterschiedlich praktiziert, in den Weiterbildungsinstituten aber gar nicht oder nur sporadisch vermittelt. Daneben war die unmittelbare Verknüpfung theoretischer Grundlagen des Fachgebietes mit praktischen Arbeitsweisen ein zentrales Anliegen.

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Pneumologie und Perspektiven – Was tun am Ende der Facharztausbildung

Für junge Pneumologen in Sachsen-Anhalt gibt es vielfältige Perspektiven. Dies wurde durch den Berufsverband der Pneumologen Sachsen-Anhalt in einer Tagung am letzten Novemberwochenende eindrucksvoll dargelegt.
Dafür wandte sich der 2016 neu gewählte Vorstand des Berufsverbandes der Pneumologen Sachsen-Anhalt um Thomas Ulrich in einer ganz neuen Art und Weise den jungen Kollegen zu. Von der Universität zur Lungenklinik, über MVZ, eigener Niederlassung in einer Praxis und diversen Kooperationen untereinander und interdisziplinär wurden diese unterschiedlichen Perspektiven aufgezeigt. Neben einem grundsätzlichen Überblick über ambulante Gestaltungsmöglichkeiten durch Dr. Burkhard John (Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen-Anhalt) und Beiträgen aus Sicht einer Kardiologin sowie eines Onkologen wurden auch finanzielle Aspekte der pneumologischen Tätigkeit in Anstellung und Niederlassung dargelegt. Prof. Jens Schreiber, Direktor der Universitätslungenklinik Magdeburg, wagte einen Blick in die Zukunft und thematisierte die Pneumologie in 10 oder 20 Jahren, Frau Dr. med. Barbara Wagener, Präsidentin der MDGP und Chefärztin der Lungenklinik Ballenstedt referierte über Perspektiven des weiblichen Nachwuchses.

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Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS)

Die Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) fand vom 21.10.2016 bis 23.10.2016 in Halle (Saale) statt. Die Räumlichkeiten der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, bildeten einen beeindruckenden Rahmen. Das Generalthema „Suizidalität im Kontext hausärztlicher Betreuung“ sprach Ärzte und andere Berufsgruppen weit über den psychiatrisch-psychotherapeutischen Bereich hinaus an. Geleitet und eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. med. Dan Rujescu, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Halle, sowie von Frau Professor Dr. med. Barbara Schneider, Köln, Vorstandsvorsitzende der DGS. Ein Grußwort hielt Dr. med. Bernd Langer, Halle, als Vorsitzender des sachsen-anhaltinischen Psychiatrieausschusses. Er verwies darauf, dass die Suizidforschung seit langem Risikofaktoren für suizidales Verhalten beschrieben hat. Allein schon die demografische Situation in Sachsen-Anhalt bedinge eine ungünstige Konstellation. Ein Drittel der Bevölkerung von rund 2,2 Millionen ist über 60 Jahre alt. Die anhaltend hohe Prävalenz von Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit stelle einen weiteren bekannten Risikofaktor dar. Depressionen als wichtige Ursache von Suiziden sind gut erkennbar, gut behandelbar und häufig. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung der Depression stellt deswegen einen idealen Angriffspunkt für die Suizidprävention dar. Unbedingt unterstützenswert sind in diesem Zusammenhang Aktivitäten des Bündnisses gegen Depression.

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