120 Jahre im Herzen von Halle

Foto: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara

Rückblick auf die Festwoche zum Jubiläum des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara

Am 8. September 1897 weihten die Schwestern von der hl. Elisabeth in Halle ein Krankenhaus mit 75 Betten ein. Aus diesem Ursprung und dem Anliegen, die medizinische und pflegerische Versorgung vor Ort entscheidend voranzubringen, entstand das zweitgrößte Krankenhaus in der Stadt Halle. An den zwei Standorten des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara mit seinen zwölf Kliniken und einem angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentrum arbeiten heute rund 1.300 Menschen. Auch innerhalb des Elisabeth Vinzenz Verbundes mit insgesamt zehn Krankenhäusern im gesamten Bundesgebiet setzt das hallesche Haus auf ein breites und gut vernetztes Leistungsspektrum. Zum 120-jährigen Jubiläum luden die Krankenhausverantwortlichen alle Bürger, Patienten, Mitarbeiter und Freunde zu einer Reihe von Veranstaltungen ein, um die Gründung und das erfolgreiche Wachsen des Hauses gemeinsam zu feiern.

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Zahnklinik der halleschen Universitätsmedizin wird am neuen Standort eingeweiht

Foto: UKH

Finale einer 135-jährigen Geschichte:

Kurz vor halb 6 am Abend war der große Moment gekommen: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff griff zur Schere, forderte die beiden Studentinnen auf: „Rutscht ran hier“, und durchschnitt begleitet vom Klicken der Kameras das glänzend-rote Band. Die hallesche Zahnklinik wurde damit am 12. September 2017 am neuen Standort auf dem Medizin-Campus Steintor in der Magdeburger Straße offiziell eingeweiht. Der feierliche Akt setzte den Schlussakzent einer nervenaufreibenden Zeit.

2012 ist das Schicksalsjahr für die hallesche Zahnklinik gewesen. Ein großer Wasserschaden am alten Standort in der Großen Steinstraße führte zu der Frage: Wie soll es weitergehen? Dass diese zu einer existenziellen Bedrohung für die gesamte hallesche Universitätsmedizin werden sollte, machte die kommende Zeit aufreibend, weckte aber auch den Kampfgeist, der 2013 unter dem Motto „Halle bleibt!“ sichtbar wurde. Daran erinnerten der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale) PD Dr. Thomas Klöss, Ministerpräsident Haseloff, der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Michael Gekle, der Vizepräsident der sachsen-anhaltischen Zahnärztekammer Dipl.-Stom. Maik Pietsch, die Präsidentin der Ärztekammer Dr. Simone Heinemann-Meerz und der Chef des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Prof. Dr. Hans-Günter Schaller in ihren Reden.

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Kompetenzzentrum für den allgemeinmedizinischen Nachwuchs

Foto: UKH/Fotostelle

an der Universitätsmedizin Halle (Saale) nimmt Arbeit auf

An der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nahm am 20. September 2017 eines von zwei sachsen-anhaltischen Kompetenzzentren für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin seine Arbeit auf.

„Schon jetzt fehlen in Sachsen-Anhalt etwa 140 Hausärzte und jedes Jahr werden mindestens 20 Fachärzte mehr für Allgemeinmedizin benötigt, als aktuell weitergebildet werden. Mit diesem Kompetenzzentrum sorgen wir dafür, die Vorteile und Möglichkeiten, die das Land Sachsen-Anhalt jungen Ärzten bietet, in einer klaren Berufsperspektive aufzuzeigen und treten frühzeitig in den Dialog mit der nachfolgenden Ärztegeneration“, sagte Prof. Dr. Thomas Frese, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin, an dem das hallesche Kompetenzzentrum angesiedelt ist. Ein weiteres Kompetenzzentrum entsteht am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Magdeburg.

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Organspende – Gedenkpark in Halle erhält zum zehnten Mal Zuwachs durch neue Bäume

Ministerin Petra Grimm-Benne: Die Organspende braucht mehr Anerkennung und Wertschätzung in unserer Gesellschaft

„Die Entscheidung zur Organspende ist eine sehr wichtige. Sie kann das Leben von Patienten retten, die auf eine neue Niere oder Lunge angewiesen sind. Gleichzeitig gibt sie den eigenen Angehörigen Gewissheit, wenn sie zum Willen des Verstorbenen gefragt werden“, erklärte Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt. „Der Gedenkpark in Halle will uns mit seinem lebendigen Dasein an die Sinnhaftigkeit der Organspende erinnern. Mit der Pflanzung weiterer Bäume wollen wir ihn wieder ein Stück wachsen lassen. So verdient auch die Organspende mehr Wertschätzung und Anerkennung in unserer Gesellschaft.“

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Wie uns bewusst wird, was wir tun

Freigeist-Stipendium der VolkswagenStiftung an Magdeburger Neurologen verliehen

Dr. Max-Philipp Stenner
Dr. Max-Philipp Stenner

Der Verhaltensneurologe Dr. Max-Philipp Stenner vom Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) und der Universitätsklinik für Neurologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erhält für seine Untersuchungen zum menschlichen Bewusstsein ein Freigeist-Stipendium der VolkswagenStiftung. Gefördert wird damit seine Arbeit zu Fragen, wie der Mensch Bewegungen zielgerichtet steuert und wie er sich dabei seiner Handlungen bewusst wird. Mit jeweils einer Million Euro unterstützt die VolkswagenStiftung junge Forscher aller Fachgebiete und deren Projekte, die durch ihre außergewöhnlichen Lösungsansätze hervorstechen.

Wir erleben es beim Tennisspielen, beim Musizieren oder bei alltäglichen Handlungen wie Schreiben oder Sprechen: Während sich unsere Muskeln in exakt aufeinander abgestimmter Abfolge zusammenziehen und wieder entspannen und unseren Körper da durch zielgerichtet bewegen, haben wir nichts anderes als eben dieses Ziel vor Augen: den gegnerischen Spieler in die linke Ecke zu treiben, eine Melodie zu spielen oder in Wörtern auszudrücken, was wir sagen wollen. Aber wie kommt es zu den rasanten, exakt koordinierten und höchst anpassungsfähigen Abfolgen von Muskelkontraktionen, die nötig sind, um diese Ziele zu erreichen? Und wie entsteht dabei unser bewusstes Erleben der eigenen Handlung? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wurde Max-Philipp Stenner jetzt für sein Projekt „Sensorimotor Rhythms for Internal Forward Modelling in the Human Brain“ mit einem Freigeist-Stipendium der VolkswagenStiftung ausgezeichnet.

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