Jahresrückblick Innere Medizin am 15. Januar 2022

Ein weiteres Mal musste der Jahresrückblick Innere Medizin des Department für Innere Medizin am Universitätsklinikum Halle (Saale) online stattfinden. Das tat aber dem Interesse der zahlreich angemeldeten Teilnehmer:innen keinen Abbruch. Aus allen Schwerpunkten der Inneren Medizin gab es eine Vielzahl an neuen Entwicklungen zu berichten.

Frau Prof. M. Binder fasste neue Erkenntnisse auf den Gebieten der Hämatologie, Hämostaseologie und Onkologie zusammen. Mit der Einführung der Coronaimpfstoffe entstand ein neuartiges Krankheitsbild der Gerinnungsmedizin – die Vakzin-induzierte prothrombotische Thrombozytopenie (VIPIT).

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Symptomkontrolle bei Palliativpatienten als Leistung der häuslichen Krankenpflege

Hintergrund

Mit der Aufnahme der Leistungsnummer 24a „Symptomkontrolle bei Palliativpatientinnen oder Palliativpatienten“ in das Leistungsverzeichnis soll die pflegerische Versorgung von Palliativpatienten im Rahmen der häuslichen Krankenpflege verbessert werden.

Ziel der Leistung ist die Sicherstellung der ärztlichen Behandlung in der Häuslichkeit bei schwerstkranken und sterbenden Menschen mit einem palliativen Versorgungsbedarf, der keine Versorgung im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) gemäß § 37b SGB V erfordert.

In Abgrenzung zur SAPV liegt kein komplexes Symptomgeschehen vor, das eine 24-stündige ärztlich-pflegerische Ruf- und Einsatzbereitschaft aufgrund unvorhersehbarer oder nicht planbarer Interventionen erforderlich macht.

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Stationäre Strahlentherapie von Tumorerkrankungen in der COVID-Pandemie

Analyse von Daten der Medizininformatikinitiative veröffentlicht

Die COVID-Pandemie hat weltweit die medizinische Versorgung verschiedener Erkrankungen beeinträchtigt. Auch für Tumorpatientinnen und -patienten, die meist mit einer Operation, einer Strahlentherapie, einer medikamentösen Therapie, wie beispielsweise einer Chemotherapie, oder einer Kombination mehrerer Methoden behandelt werden, wurden Auswirkungen auf die therapeutische Praxis angenommen. Welche Auswirkungen die erste Welle der COVID-Pandemie im Jahr 2020 auf die Strahlentherapie häufiger Tumorarten tatsächlich hatte, wurde nun unter Federführung von Privatdozent Dr. med. Daniel Medenwald, Oberarzt der Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Halle, veröffentlicht.

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Magersucht: Wie mit Hilfe der Telemedizin eine Versorgungslücke geschlossen und Rückfälle verhindert werden sollen

Um Behandlungserfolge bei Magersucht dauerhaft zu erhalten, wird in der „SUSTAIN-Studie“ an der Universitätsmedizin Magdeburg der Einsatz von Tele-Psychotherapie für die Nachsorge untersucht. Für die Studie werden weitere Studienteilnehmer:innen gesucht!

Nach einer erfolgreichen (teil-)stationären Behandlung von Betroffenen mit Magersucht (Anorexia nervosa) bleiben oft Symptome bestehen, die zu wiederkehrenden Rückfällen führen. Für eine langfristige Genesung und um die Nachsorge von Betroffenen dauerhaft zu verbessern, wird in einer bundesweiten Studie die Wirksamkeit eines neuartigen ambulanten Therapie- und Versorgungskonzeptes mittels Video-basierter Telepsychotherapie zur Behandlung von Magersucht untersucht. Die Magdeburger Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Florian P. Junne ist eines von 9 Studienzentren in ganz Deutschland. Die Studie, koordiniert von der Universitätsklinik Tübingen, wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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Neue Einsichten in den programmierten Zelltod

Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Magdeburg gewinnen wichtige Erkenntnisse zur Entwicklung neuer therapeutischer Medikamente, insbesondere zur Behandlung von Entzündungs- und Krebserkrankungen.

Der Forschungsbereich Translationale Entzündungsforschung an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität hat 2021 zwei neue Übersichtsarbeiten veröffentlicht und liefert damit wichtige Erkenntnisse zum programmierten Zelltod (Apoptose) – ein Mechanismus der bei Entzündungs- und Krebserkrankungen gestört ist. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Inna N. Lavrik untersucht die genauen molekularen Vorgänge des programmierten Zelltods und schafft damit die Grundlagen für neue Therapien.

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