Herzinfarktsterblichkeit in Sachsen-Anhalt

Logo Universitätsklinikum Halle (Saale)Mehr Aufklärung über Symptome notwendig – Neues Herzinfarktregister leistet wertvolle Arbeit

Die Herzinfarktsterblichkeit in Deutschland ist den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Auch im Bundesland Sachsen-Anhalt hat die Sterblichkeit am Herzinfarkt abgenommen. Im Jahr 2000 lag diese nach Korrektur für das Alter noch bei 108 pro 100.000 Einwohner. 2010 waren es nur 77 pro 100.000 Einwohner. Trotz dieses positiven Trends lag Sachsen-Anhalt bezüglich der Herzinfarktsterblichkeit im Jahr 2012 38 Prozent über dem Bundesdurchschnitt und nahm nach Brandenburg bundesweit eine Spitzenposition ein. Belastbare Daten zur Ursache dieser erhöhten Sterblichkeit lagen bisher nicht vor. Das Land Sachsen-Anhalt, die AOK Sachsen-Anhalt, die IKK gesund plus, der Verband der Ersatzkassen und die beiden Medizinischen Fakultäten in Magdeburg und Halle haben daraufhin vor etwas mehr als zwei Jahren das Regionale Herzinfarktregister Sachsen-Anhalt (RHESA) ins Leben gerufen.
Am 30. September 2015 haben der Gesundheitsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Norbert Bischoff, und die beiden RHESA-Vertreter, Prof. Dr. Wilfried Mau (Halle; Leiter) und Prof. Dr. Bernt-Peter Robra (Magdeburg, stellv. Leiter) erste Studienergebnisse vorgelegt.

Weiterlesen ...

Das Bündnis „Junge Ärzte“

als neue interdisziplinäre Plattform für eine Verbesserung der Berufs- und Arbeitsbedingungen der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland – Gedanken eines ihrer Mitbegründer

Ende des Jahres 2013 hat sich in Berlin ein Bündnis „Junge Ärzte“ gegründet (www.bjae.de). Dieses interdisziplinäre, verbands- und fachgesellschaftsübergreifende Bündnis junger Ärztinnen und Ärzte möchte sich gemeinsam dafür einsetzten, dass sowohl die Patientenversorgung als auch die Berufs- und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Mitglieder sind die gewählten Vertreter/innen der Assistenzärzte/innen und Fachärzte/innen der größten Berufsverbände und Fachgesellschaften.

Das Bündnis „Junge Ärzte“ hat eine Geschäftsordnung und trifft sich mindestens zweimal im Jahr und führt regelmäßige Telephonkonferenzen durch. Hier werden aktuelle Entwicklungen und Projekte diskutiert sowie das weitere Vorgehen abgestimmt. Das Bündnis wächst stetig und immer mehr Fachgesellschaften und Berufsverbände bitten um Aufnahme.  

Weiterlesen ...

Neues Verfahren und dessen Anwendung in Nature Communications vorgestellt

Logo Leibniz-Instititu für NeurobiologieInnovative Methode macht neu hergestellte Proteine in lebenden Fliegen sichtbar

Damit Gewebe und Organe funktionieren und vielzellige Organismen lebensfähig sind, ist das Zusammenspiel verschiedener Zelltypen entscheidend: Nervenzellen, Nierenzellen oder Muskelzellen unterscheiden sich enorm in ihrer Form und Funktion. Proteine (Eiweiße) bilden das individuelle Mobiliar der Zellen, aber auch ihre Werkzeugkiste und Infrastruktur – sie sorgen für die Vielfalt der Zellen. Bisher war es jedoch nicht möglich, die Bildung individueller Eiweiße in ganz bestimmten Zellen zu beobachten und so die Dynamik im Proteinhaushalt zu verstehen. Details zu einer neuen Forschungsmethode haben Wissenschaftler um Prof. Dr. Daniela Dieterich vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und Dr. Ulrich Thomas vom Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) nun im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.

Weiterlesen ...

Bewerber für Medizinstudium in Magdeburg absolvierten Auswahltest

Logo medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität MagdeburgTrotz Semesterferien herrschte am 14. August 2015 reger Andrang in den Hörsälen auf dem Campus der Universität und des Uniklinikums: Die Medizinische Fakultät Magdeburg hatte etwa 700 Bewerber bis zu einem Abiturnotendurchschnitt von 1,9 für einen Studienplatz im Wintersemester 2015/16 zu einem naturwissenschaftlichen Auswahltest eingeladen.

Als Auswahltest wird der sogenannte „HAM-Nat“ (Naturwissenschaftstest der Medizinischen Fakultät Hamburg) eingesetzt. Der HAM-Nat ist ein Multiple-choice-Test mit 80 Fragen zu medizinisch relevanten Aspekten der Fächer Mathematik, Physik, Chemie und Biologie. Die Fragen überprüfen Kenntnisse auf Gymnasialniveau und deren Anwendung.

Weiterlesen ...

Ethische Entscheidungen am Lebensanfang

Wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt, erfüllen Liebe und Glück den Raum. Umso dunkler sind die Gefühle, wenn das freudige Ereignis von Krankheit oder Behinderung überschattet wird. Doch auch mit solchen teilweise tragischen Situationen müssen sich Ärzte und Pflegekräfte tagtäglich beschäftigen und sind dabei in ihrer Entscheidungsfindung oft ethischen Konflikten ausgesetzt.

Am 08.04.2015 versammelten sich deshalb über 70 Teilnehmer, davon Ärzte (52 %) und Schwestern (27 %) aus Klinik und Praxis sowie Berater (3 %) und Seelsorger zur Fortbildung zum Thema „Ethische Entscheidungen am Lebensanfang“ im Universitätsklinikum Magdeburg.

Weiterlesen ...