Künftig Mukoviszidose-Screening für Neugeborene in Sachsen-Anhalt

Betroffene Kinder können gleich nach der Geburt behandelt werden

In Deutschland werden seit über 40 Jahren Neugeborene innerhalb der ersten 36 bis 72 Lebensstunden auf angeborene schwere Stoffwechseldefekte untersucht. Damit ist diese Vorsorgemaßnahme eine der erfolgreichsten Reihenuntersuchungen bei Kindern. Seit dem 1. September dieses Jahres wird für jedes in Deutschland geborene Kind zusätzlich ein Screening auf Mukoviszidose (auch Cystische Fibrose [CF] genannt) angeboten.

Hierbei handelt es sich um eine erbliche Krankheit, die ungefähr 1 von 3300 Kindern betrifft. Störungen des Salzaustausches in verschiedenen Drüsenzellen verursachen schwere Organstörungen, die bei den betroffenen Kindern zu Mangelgedeihen und schweren Lungenentzündungen mit lebenslanger Beeinträchtigung der Atemfunktion führen.

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Neuer Chefarzt im Zentrum Innere Medizin des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal

PD Dr. Christian Michael Gross
PD Dr. Christian Michael Gross

Eine Einrichtung stellt sich vor

Seit Januar 2016 ist PD Dr. Christian Michael Gross neuer Chefarzt im Zentrum Innere Medizin, Klinik für Kardiologie und Angiologie des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal.

PD Dr. Christian Michael Gross, Jahrgang 1962, absolvierte sein Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin und promovierte zum Thema „Über die photoablativen Effekte des Excimer-Lasers in der Angioplastie“. Seine Habilitation befasste sich mit dem Thema „Interventionelle Behandlungsstrategien der multivaskulären Athero­sklerose bei Patienten mit Koronarer Herzerkrankung“.

Am Deutschen Herzzentrum Berlin war er Assistenz- und Stationsarzt und absolvierte später an der Charité seine Facharztausbildung. Nach Stationen als klinischer Arbeitsgruppenleiter in der Grundlagenforschung der Franz-Volhard-Klinik am Max-Delbrück-Centrum Berlin-Buch war er lange Zeit als Oberarzt in der klinischen und molekularen Kardiologie und Leiter der Herzkatheterlabore am Campus Berlin-Buch tätig. Im Jahr 2009 wechselte er an den Campus Benjamin-Franklin und hatte zuletzt die Position des Stellvertretenden Klinikdirektors und Leiter der Herzkatheterlabore sowie der Sektion kardiovaskuläre Medizin der Charité-Universitätsmedizin Berlin inne. Das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal als Schwerpunktkrankenhaus und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Magdeburg hält modernste Strukturen und hohe medizinische Fachkompetenz vor. Es verfügt über rund 500 Betten in 13 Kliniken und ist nach KTQ und proCum Cert zertifiziert.

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Der Wunde Punkt 2016

Mit dem Thema „Baustelle Wunde“ wurde wieder ein aktuelles Querschnittsthema gewählt, das für alle ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Behandler von Bedeutung ist.

Allgemein-, Gefäß- und Plastische Chirurgen, Pflegeexperten und Wundtherapeuten boten den mehr als 200 Ärzten und Pflegenden ein ebenso spannendes wie interessantes Programm zur alljährlichen Fachtagung „Der Wund(e) Punkt“. Das MVZ und das Klinikum Magdeburg hatten gemeinsam am 17. Juni wieder in den Herrenkrug eingeladen. In vier spannende Vortragszyklen war die Interdisziplinäre Fachtagung für Wundbehandler in diesem Jahr unterteilt worden. Die angeregten Diskussionen jeweils im Anschluss der einzelnen Programmpunkte machten deutlich, dass die Tagungsorganisatoren den „Nerv der Zeit“ getroffen hatten. Wissensvermittlung, Anregungen und Erfahrungsaustausch prägten die Debatten, von denen alle Beteiligten für ihre Arbeit profitieren konnten.

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Organspende – Gedenkpark in Halle (Saale) wächst

„Mit dem Park des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens haben wir in Halle an der Saale einen einzigartigen Ort, der allen Menschen vor Augen führt, wie wichtig und wie menschlich Organspenden sind“, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), Dr. Bernd Wiegand (parteilos), im Rahmen der Festveranstaltung am 21. September 2016. Gleichzeitig sei der Park ein Symbol für den Dank an die verstorbenen Organspender und ein Zeichen der Hoffnung für diejenigen Menschen, die derzeit auf eine Transplantation warten.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Geländes erfolgt auf Initiative des Vereins zur Förderung der Organspende e. V. und der Stadt Halle (Saale). Die Zusammenarbeit wird vom Universitätsklinikum Halle und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) unterstützt. Im Rahmen der Festveranstaltung am 21. September 2016 wurden weitere Bäume gepflanzt und der Park wurde um eine Stele ergänzt, die die Besucher über die Bedeutung des Parks informieren soll. Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt und der Rotary-Club Halle finanzierten diese Stele, die mit einer Informationstafel versehen ist.

„Seitdem wir im Jahr 2008 den ersten Baum hier gepflanzt haben, ist der Park stetig gewachsen“, erklärte Dr. med. Christa Wachsmuth, Geschäftsführende Ärztin der DSO in der Region Ost. „Die gemeinsame Initiative für diesen Ort spiegelt das Engagement aller Beteiligten für die Organspende wider.“ Sie führte weiter aus: „So verbindet uns auch das gemeinsame Ziel, den Patienten auf den Wartelisten helfen zu wollen.“ Der Kaufmännische Vorstand der DSO, Thomas Biet, sagte: „Jeder sollte sich zu Lebzeiten mit der Organspende befassen und auf einer informierten Basis eine persönliche Entscheidung dazu treffen. Dies ist für die rund 10.000 Patienten, die auf eine Transplantation angewiesen sind, von großer Bedeutung. Gleichzeitig entlastet die selbstbestimmte Entscheidung die eigenen Angehörigen, die sich ansonsten in einer Ausnahmesituation der Trauer und des Verlustes auch noch mit dieser schwierigen Frage auseinandersetzen müssen“, so Biet. Wenn klar sei, wie der Verstorbene seinen Willen zur Organspende formuliert hat, sei dies eine große Entlastung für alle Beteiligten.

| Pi DSO

Foto: Thomas Ziegler Stadt Halle

Experten der Fehlbildungsepidemiologie zu Gast in Magdeburg

Das 43. jährliche Treffen der weltweiten Vereinigung der Fehlbildungsregister (International Clearinghouse for Birth Defects Surveillance and Research – ICBDSR) fand in diesem Jahr vom 18. - 21. September 2016 in Magdeburg statt. Wer ist ICBDSR? Eine internationale non-profit Organisation, die weltweit Fehlbildungsregister, Public Health Institute (Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes) und Ärzte mit dem Spezialgebiet der Fehlbildungsforschung vereinigt. Sie wurde 1974 gegründet und hat Mitglieder auf allen Kontinenten. In diesem Jahr wurde die Konferenz durch das Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt, selbst seit 1994 Mitglied in dem weltweiten Netzwerk, organisiert.
Am Sonntagnachmittag, nach Anmeldung und einem ersten Arbeitstreffen mit Vertretern der Charter-Organisationen zum Weltfehlbildungstag, wurden die insgesamt 67 Teilnehmer aus 18 Ländern von Frau Dr. med. H. Willer (Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration) in Sachsen-Anhalt willkommen geheißen.

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