Informationsfilme zu verschiedenen Gesundheitsthemen für Flüchtlinge und Zugewanderte

Gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen wurden sieben leicht verständliche Filme zu diversen Gesundheitsthemen für zugewanderte Menschen entwickelt. Diese sind jeweils in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch und Sorani (Kurdisch) zu folgenden Themen verfügbar:

  • Gesundheitssystem
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Schutz vor Infektionen
  • Psychische Gesundheit
  • Kindergesundheit
  • Gesunde Zähne
  • Krebsvorsorge


Sie können ebenso für die Arbeit von haupt- und ehrenamtlichen Tätigen u. a. in der Flüchtlingshilfe und im Gesundheitswesen hilfreich sein. Die Filme können in allen Sprachen kostenfrei auf der Internetseite des DRK heruntergeladen werden:

https://www.drk-gesundheitsfilme.de/

5. Symposium zur Ernährungsmedizin: Ernährung und Wunde im klinisch-pflegerischen Alltag

Am 09. Juni 2017 fand das 5. Symposium zur Ernährungsmedizin statt. Eine Kooperation der Klinik für Chirurgie des Carl-von-Basedow-Klinikums Saalkreis Bereich Querfurt, der Hochschule Anhalt, dem An-Institut Magdeburg für Qualitätssicherung in der operativen Medizin und dem Klinikum Magdeburg.

Diese schon traditionelle Veranstaltung etabliert sich immer mehr als Weiterbildung für Ärzte, Pflegekräfte und Studenten. Fast 100 Teilnehmer, aus dem gesamten Bundesgebiet, waren der Einladung in die Halber 85 gefolgt. Das diesjährige Programm „Ernährung und Wunde“ bot eine breite Themenpalette. Um 9 Uhr eröffnete der Geschäftsführer des Klinikum Magdeburg, Herr Knut Förster, die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Im ersten Teil referierte Prof. Dr. Dr. Markus Seewald, Hochschule Anhalt, zum Thema „Pflanzliche Proteine in der menschlichen Ernährung – kann ich auch mit Alltagskost den Proteinbedarf decken?“ Er fokussierte das Thema nicht nur in Bezug auf unsere Patienten in Deutschland, die ihren Bedarf an diesem wichtigen Baustein der Ernährung nicht decken können, sondern belegte wissenschaftlich, dass es auch im alltäglichen Leben Probleme geben kann.
Dr. Carl Meißner M. Sc., Oberarzt an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Magdeburg, sprach über das Thema „Proteine und Mikronährstoffe für die Wundheilung – sind diese wirklich notwendig?“ Er zeigte umfassend auf, dass eine optimal ernährungsmedizinische Begleitung und eine genügende orale/enterale Eiweißzufuhr essentiell in der Wundbehandlung sind.

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Schwerhörigkeit und Demenz

Arzt-Patienten-Forum in der Lutherstadt Eisleben

Geriatrische Abteilung HELIOS-Klinik Lutherstadt Eisleben

Am 3. Mai 2017 fand auf Initiative des Seniorenrates der Lutherstadt Eisleben ein Arzt-Patienten-Forum in der HELIOS-KLINIK Lutherstadt Eisleben – von der Geriatrischen Abteilung ausgerichtet – zum Thema Demenz und Schwerhörigkeit statt. Insgesamt leiden rund 14 Millionen Deutsche an Altersschwerhörigkeit, nahezu 40 % aller Menschen über 65 sind schwerhörig – nur etwa 50 % davon sind mit einem Hörgerät adäquat versorgt.
Frau Dr. Bartsch wies zu Beginn der Veranstaltung als ehemalige praktizierende FÄ für HNO-Heilkunde darauf hin, dass ein schwerhöriger Mensch rasch als Demenzkranke abgestempelt werden kann und somit immer eine entsprechende Diagnostik eingeleitet werden sollte (muss). Entsprechende Fallbeispiele wurden von ihr dargestellt. Interessant war während der Veranstaltung zu erfahren, dass es einen Zusammenhang von Schwerhörigkeit und der damit verbundenen Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, gibt. Typischerweise hören Altersschwerhörige zuerst hohe Frequenzen schlechter. Dabei kann der Höreindruck entstehen, dass Frauen und Kinder undeutlich sprechen oder nuscheln. Altersschwerhörigkeit tritt vermehrt ab dem fünften bis sechsten Lebensjahrzehnt auf. Ursachen können eine langjährige Lärmbelastung und gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Durchblutungsstörungen sein. Lebensstilfaktoren spielen also auch eine gewichtige Rolle!

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Dr. Jörn Rüssel strebt gelebte Kooperation mit der Uni Halle an

Onkologischer Experte seit März Chefarzt am Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis

Hämatologen und Onkologen sind von Natur aus Internisten. Spezielle Internisten fürwahr. Was zeichnet sie aber aus in der Therapie von Krebserkrankungen, die in Deutschland zunehmend auch von den jeweiligen Organspezialisten betreut werden?

„Wir verstehen uns als Lotsen im Dickicht der onkologischen Therapiemöglichkeiten und bündeln für unsere uns anvertrauten Patienten das Wissen im Kampf gegen Krebserkrankungen“, beschreibt Dr. Jörn Rüssel die Herausforderung. Seit Anfang März ist der 37-jährige Mediziner Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Carl-von-Basedow-Klinikum in Merseburg.

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Nachruf Prof. Dr. Horst Köditz

Prof. Dr. Horst Köditz
Prof. Dr. Horst Köditz

In Memoriam

† 16. April 2017

Herr Prof. Dr. Horst Köditz ist am 16. April 2017 nach mehrjähriger schwerer Erkrankung im 86. Lebensjahr verstorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Ute, zwei Kinder und drei Enkelkinder. Horst Köditz war als Kinderarzt und Hochschullehrer in besonderer Weise Vorbild. Sein persönliches Mitfühlen mit Patienten und deren Familien, seine väterliche Autorität und die umfassende Unterstützung seiner Mitarbeiter sind auch mehr als 20 Jahre nach seiner Emeritierung allen Weggefährten in Erinnerung. Besonders ist seine Fähigkeit hervorzuheben, auch in schwierigen Situationen Lösungswege aufzuzeigen und durch seine hohe soziale Kompetenz alle Beteiligten positiv zu motivieren.

Horst Köditz absolvierte das Studium der Humanmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, an der er promovierte und mit 37 Jahren habilitierte. 1973 wurde er zum Ordentlichen Professor für Kinderheilkunde und Direktor der Kinderklinik an der Medizinischen Akademie Magdeburg berufen. Unter seiner 23 Jahre währenden Leitung wurden in kollegialer Zusammenarbeit alle Teilgebiete des Faches Kinderheilkunde gefördert. Neue Fachabteilungen für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie und für Humangenetik wurden etabliert sowie innovative diagnostische Methoden der Kinderradiologie/Ultraschalldiagnostik und Kardiologie eingeführt. Acht Mitarbeiter haben unter seiner Leitung die Habilitation erfolgreich abgeschlossen.

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