Das Internetportal der Kliniken Sachsen-Anhalts präsentiert sich neu: komplett überarbeitete Oberfläche mit erweiterter Suchfunktion

Dem wachsenden Informationsbedürfnis der Menschen Rechnung tragen

Ab sofort präsentiert sich das digitale Krankenhaus- und MVZ-Verzeichnis der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt mit neuem Design und verbesserter Funktionalität. Wer eine Klinik für seinen planbaren stationären Aufenthalt oder eine ambulante fachärztliche Behandlungsmöglichkeit in Wohnortnähe sucht oder sich allgemein über Kliniken und ihre Behandlungsmöglichkeiten informieren will, wird auf dem benutzerfreundlichen Internetportal der Kliniken Sachsen-Anhalts garantiert fündig.

Dazu Dr. Gösta Heelemann, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt (KGSAN):

„Wir freuen uns, dass den Menschen in unserem Bundesland nun noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Neben den altbewährten Suchkriterien wie Region, Fachgebiet, Leistungsspektrum und Behandlungsangebot können die Menschen in Sachsen-Anhalt nun auch Informationen zu Krankheitsbildern und deren Symptome abrufen. Damit werden wir dem wachsenden Informationsbedürfnis der Bevölkerung in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft gerecht. Als weiteren zusätzlichen Service haben wir unser MVZ-Verzeichnis um Sprechzeiten und Kontaktdaten erweitert. Zugleich steht jedem Nutzer ein Online-Formular (E-Mail) zur Verfügung, mit dem er einen Termin bei einem Facharzt oder einer Fachärztin in seinem MVZ anfragen kann.“

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Hugo-Junkers-Preis 2017 für Therapie zur Verhinderung von extremen Frühgeburten

Professor Dr. med. Michael Tchirikov ist der Gewinner in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“ des Hugo-Junkers-Preises 2017. Der Preis ist dem Direktor der Universitätsklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Halle (Saale) in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle für seine Entwicklung „Künstliches Fruchtwasser und perinatales Port-System zur Behandlung eines vorzeitigen Blasensprunges“ verliehen worden. 

Mit dem künstlichen Fruchtwasser, das über einen Zugang in die Gebärmutter geleitet wird, gelingt es Prof. Tchirikov, drohende extreme Frühgeburten bei einem vorzeitigen Blasensprung zwischen der 22. und 28. Schwangerschaftswoche weitestgehend zu verhindern. In einem solchen Fall fließt das Fruchtwasser zu früh ab, es drohen Infektionen in der Gebärmutter und eine Frühgeburt, die beim Kind mit erheblichen gesundheitlichen Schäden wie Hirnblutungen einhergehen kann. 

Tchirikov hat jedoch eine Lösung entwickelt, die dem natürlichen Fruchtwasser sehr nahekommt und über ein von ihm ebenfalls entwickeltes Portsystem mit einem hauchdünnen Katheter in die Gebärmutter geleitet wird. Da dieses auch immer wieder abfließt, nimmt es Bakterien, die eine gefährliche Infektion verursachen könnten, gleich mit und minimiert so das Risiko für Mutter und Kind. Das künstliche Fruchtwasser ermöglicht dem ungeborenen Kind damit noch mehrere Wochen Zeit im Mutterleib, in denen es sich gesund weiterentwickeln kann. Kommt das Kind nach den bis zu sieben Wochen mehr Zeit auf die Welt, ist es gut entwickelt, bringt etwa 2000 Gramm auf die Waage und drohen kaum schwere gesundheitliche Folgeschäden.

Für beide Entwicklungen, die nun mit dem Junkerspreis ausgezeichnet wurden, hat Tchirikov zudem mehrere Patente inne. 

Der Hugo-Junkers-Preis wird seit 26 Jahren vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt ausgelobt. Er wird in fünf Kategorien verliehen. Mit dem „Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt“ soll die Leistung innovativer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmerinnen und Unternehmer Wissenschaftler/innen ausgezeichnet werden. Er gilt als der wichtigste Forschungs- und Innovationspreis des Landes Sachsen-Anhalt.

Pi UKH

Medizinertreffen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

9. HNO-Herbstsymposium des Städtischen Klinikums Dessau

Bereits zum neunten Mal kamen Fachärzte aus dem gesamten Bundesgebiet zum HNO-Herbstsymposium im Städtischen Klinikum Dessau zusammen. „Unsere Tagung hat sich als feste Größe zum Fachaustausch zu neuesten Erkenntnissen der Diagnostik und Therapie der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde etabliert. Diesmal erwarten wir Arztkollegen aus Bayern, Sachsen und Thüringen“, berichtete Prof. Dr. med. Stephan Knipping. Der Chefarzt der Dessauer Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Plastische Operationen veranstaltet das Symposium jährlich und freut sich, dass die renommierten Fachkollegen das Themenspektrum am 4. November weit spannten. Neben der chirurgischen HNO-Heilkunde standen strahlentherapeutische Aspekte und auch alternative Behandlungsansätze auf dem Programm.

Von Cochlea Implantaten bis Stimmprothesen
Im ersten Themenblock beleuchtete Prof. Dr. med. Andreas Riederer die Nachoperation bei Nasenkorrekturen - die sogenannte Revisionsrhinoplastik. Der sehr erfahrene Facharzt mit eigener HNO-Praxis in München gilt als Spezialist auf diesem Gebiet. Revisionen bei Nasenkorrekturen müssen durchgeführt werden, wenn Patienten mit den voroperierten Ergebnissen unzufrieden sind. Funktionelle Gründe wie Atemprobleme können ebenso dafür sprechen wie ästhetische. Die Nasenkorrektur-Techniken sind inzwischen sehr schonend und häufig auch endoskopisch realisierbar.

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25 Jahre Cochlea-Implantation in Magdeburg

Kann es ein schöneres Ergebnis geben?

Die Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Magdeburg führt seit 25 Jahren Cochlea-Implantat-Operationen durch. Diese Operation macht es möglich, dass  taube oder hochgradig schwerhörige Patienten hören können. Aus diesem Anlass lädt die Klinik am 11. November 2017 zu einem Symposium ein. Mittlerweile sind über 500  Patienten versorgt worden. Dabei spielt die Versorgung älterer Erwachsener mit hochgradiger oder an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit, bei denen mit einem Hörgerät kein ausreichendes Sprachverstehen mehr erreicht werden kann, eine immer größere Rolle.

„Hören ist eine wesentliche Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Nicht zu hören, isoliert den Menschen von der Umwelt, da er sich an Gesprächen nicht mehr beteiligen kann. Daher ist es von großer Bedeutung, Menschen mit Hörproblemen das Hören wieder zu ermöglichen“, betont Prof. Dr. Christoph Arens, Direktor der HNO-Universitätsklinik.

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Ein Fall für das ABS-Team: Spezialisten für den effektiven Einsatz von Antibiotika im Krankenhaus

Der Einsatz von Antibiotika gehört im Krankenhaus zum Alltag. Nur wenige Patienten wissen jedoch um die aufwändigen Maßnahmen für den sicheren und effektiven Einsatz der Medikamente. Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) setzt auf ein eigenes Antibiotika-Management-Team, um den Einsatz und die Dosierung der hoch wirksamen Medikamente individuell auf den jeweiligen Patienten abzustimmen. Am jährlichen Antibiotic Awareness Day, in diesem Jahr am 18. November, erinnert das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) an den fachgerechten Einsatz von Antibiotika.

Unter dem Begriff Antibiotic Stewardship (ABS) verstehen Fachleute unter anderem alle Maßnahmen und Strategien zum rationalen Einsatz von Antiinfektiva – also von chemischen Substanzen, die das Absterben von Bakterien und anderen Erregern im Körper bewirken und deren Vermehrung behindern. Im sogenannten ABS-Team arbeiten Spezialisten aus verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Neben klinisch tätigen Ärzten mit dem Schwerpunkt Infektionskrankheiten (Infektiologen) sind die Krankenhaushygiene, Mikrobiologen und Apotheker in die Gemeinschaftsaufgabe eingebunden. Im Jahr 2013 innerhalb der Krankenhaushygiene aufgebaut, ist das ABS-Team am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara seit 2015 ein eigenständiger Arbeitsbereich. Geleitet wird er von der Oberärztin Patricia Horn. Sie erläutert: „Wir stellen hausinterne Standards für die Antibiotika-Therapie auf. Dabei

berücksichtigen wir sowohl die Resistenzstatistik als auch die Empfehlungen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Dass sich ein Krankenhaus dem wichtigen und oft auch kritisch diskutierten Thema Antibiotika mit einer eigenen Spezialistenstruktur annimmt, ist auch bundesweit betrachtet keine Selbstverständlichkeit.“

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