Universitätsmedizin Halle erzielt Forschungsdurchbruch bei post-viralem Entzündungssyndrom von COVID-19

Einem Team aus Wissenschaftler:innen um Prof. Dr. Mascha Binder, Direktorin der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV Hämatologie/Onkologie der Universitätsmedizin Halle, ist zusammen mit einem US-amerikanischen Konsortium ein Durchbruch in der Erforschung des sogenannten Multisystem Inflammatory Syndrome in Children (kurz: MIS-C) gelungen. Dieses Syndrom kann – v. a. im Schulalter – bei Kindern und Jugendlichen nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 auftreten. Es zeichnet sich vorwiegend durch Entzündungen in Organen wie Haut, Herz, Magen-Darm-Trakt, Lunge, Leber und Nieren aus. Die Krankheit erinnert an eine Blutvergiftung. Bis zu ein Viertel der betroffenen Kinder und Jugendlichen müssen intensivmedizinisch behandelt werden.

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Elektronisches Herzinfarktregister eRHESA wird an den ersten Krankenhäusern eingeführt

Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk (links) und Prof. Dr. Daniel Sedding (rechts)
Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk (links) und Prof. Dr. Daniel Sedding (rechts)

RHESA, das regionale Herzinfarktregister Sachsen-Anhalt unter der Leitung der Universitätsmedizin Halle existiert seit 2013. Seit anderthalb Jahren wurde nun die nächste Stufe vorbereitet: RHESA wird zu eRHESA, zum elektronischen Herzinfarktregister. Ab sofort werden nun die ersten Patient:innen, die mit Herzinfarkt im Krankenhaus behandelt werden und dazu einwilligen, für das Register rekrutiert. „Die Krankenhäuser bitten die Patient:innen, die wegen eines Herzinfarktes behandelt werden, um ihre Einwilligung zur wissenschaftlichen Nutzung der Daten, die standardmäßig im Behandlungsprozess erhoben und im Klinikinformationssystem gespeichert werden sowie zu weiteren Befragungen nach der Entlassung. Wir möchten damit dieses bisher brachliegende Potenzial für Ursachenforschung zur Häufigkeit von Infarkten und perspektivisch für die Verbesserung der Herzgesundheit und der Versorgungssicherheit der Menschen in Sachsen-Anhalt einsetzen“, sagt Dr. Sara Lückmann, Koordinatorin des Projekts. Sachsen-Anhalt sei nach wie vor eines der Bundesländer, in dem mehr Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und an Herzinfarkten versterben als in anderen. Die klinischen Daten aus den Krankenhäusern werden geschützt übermittelt und, wie erwähnt, nur nach vorheriger Einwilligung.

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Danken, Erinnern, Hoffen – Zentrale Veranstaltung zum Dank an die Organspender 2021

Danken, Erinnern, Hoffen – Zentrale Veranstaltung zum Dank an die Organspender 2021
Danken, Erinnern, Hoffen – Zentrale Veranstaltung zum Dank an die Organspender 2021 (Fotos: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler)

Am 17. Oktober 2021 führte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in der Händel-Halle der Stadt Halle/Saale die Zentrale Veranstaltung zum Dank an die Organspender unter der Schirmherrschaft der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Frau Sabine Weiss, durch. Rund 250 Gäste aus allen Teilen der Bundesrepublik trafen sich, um in eindrucksvoller und bewegender Weise den Organspendern Deutschlands und ihren Familien und Freunden Dank zu sagen, Erinnerungen an geliebte Menschen,  Verwandte und Freunde zu bewahren und der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass durch zunehmende Bereitschaft der Bevölkerung zur Organ- und Gewebespende, den Patienten auf den Wartelisten für ein Spenderorgan geholfen werden kann.

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Winziges Molekül mit großer Wirkung

Prof. Dr. Andreas Müller vom Institut für Molekulare und Klinische Immunologie Magdeburg (Foto: Christian Morawe/UMMD)
Prof. Dr. Andreas Müller vom Institut für Molekulare und Klinische Immunologie Magdeburg (Foto: Christian Morawe/UMMD)

Immunologen der Universitätsmedizin Magdeburg haben eine neue Rolle von Stickstoffoxid bei der Abwehr von Krankheitserregern entschlüsselt.

Stickstoffoxid (NO) kommt im menschlichen Körper als natürlicher Botenstoff vor. Es gilt als Alleskönner, da es zahlreiche wichtige regulative Funktionen übernimmt, auch bei der Immunabwehr gegen Krankheitserreger. Die genaue Wirkungsweise dieses Moleküls hat der Immunologe Prof. Dr. Andreas Müller vom Institut für Molekulare und Klinische Immunologie der Universitätsmedizin Magdeburg gemeinsam mit Wissenschaftler:innen des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung Braunschweig jetzt aufgedeckt. Die Erkenntnisse sind entscheidend für die Entwicklung neuer Therapieansätze zur Behandlung von Infektionskrankheiten, aber auch von Erkrankungen, die durch übermäßige Entzündung verursacht werden. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Immunity“ veröffentlicht.

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Alumni-Tag am 17. September 2021

Staatsexamensjahrgang 1960 auf der Treppe des Zentralen Hörsaals mit Prof. Röse
Staatsexamensjahrgang 1960 auf der Treppe des Zentralen Hörsaals mit Prof. Röse

Am 17. September 2021 fand auf dem Campus der Ingenieure der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine Festveranstaltung statt für die Absolventen, die vor 25, 50 und 60 Jahren ihr Staatsexamen abgelegt haben. In diesem Rahmen fand gleichzeitig ein Studienjahrestreffen von Kolleginnen und Kollegen, die 1960 ihre Approbation als Arzt an der Medizinischen Akademie Magdeburg erworben haben, statt. Von ehemals 79 Studenten sind zu der Festveranstaltung nur noch 11 Personen erschienen. Sie sollen hier namentlich genannt werden: Henning Drebenstedt, Eva Hügel, Charlotte Jahn, Hermann Jahn, Klaus Lehr, Erika Malinka, Eberhard Puls, Erika Rücker, Reinhard Rücker, Vera Stackfleth, Christa Willgeroth.

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