Je älter, desto schneller dick? DFG-gefördertes Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Halle untersucht grundlegende Faktoren

Mit zunehmendem Alter nehmen einige Menschen auch schneller an Körperfülle zu. Doch warum ist das eigentlich so? Und warum haben es manche Menschen ihr Leben lang schwer, ihr Gewicht zu halten, während andere scheinbar essen können was und so viel sie wollen, ohne dick zu werden? Diese Fragen zu klären, sind Ziele eines neuen Forschungsprojektes an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt über drei Jahre mit 500.000 Euro. Die Medizinische Fakultät hat den Projektantrag mit einer Ergänzungsfinanzierung von insgesamt 12.500 Euro unterstützt.

„In dem Projekt werden dazu junge und alte Stammzellen des Fettgewebes molekular untersucht“, sagt Dr. Juliane-Susanne Jung, die das Projekt eingeworben hat. Diese Stammzellen differenzieren sich zu neuen Fettgewebszellen und sorgen dafür, dass sich das Fettgewebe ein Leben lang regenerieren kann. Jung ist Anatomin und forscht zu alternsbezogenen Fragestellungen, einem der Forschungsschwerpunkte der Universitätsmedizin Halle (Saale) und ist seit zwei Jahren als assoziierte Nachwuchswissenschaftlerin des DFG-Graduiertenkollegs„ProMoAge“.

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Gesund und fit bis ins hohe Alter – Wie gut werden in Sachsen-Anhalt Präventionsmaßnahmen im Alter genutzt?

Eine Studie mit einer großangelegten Einwohnerbefragung von 4.000 Personen soll wichtige Daten liefern

Neben einer gesunden Lebensführung ist auch Vorsorge das A und O, um viele alterstypische Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig behandeln zu können oder gar nicht erst auftreten zu lassen. In der Studie „Prävention im Alter Sachsen-Anhalt – PrimA LSA“ untersuchen das Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien der Hochschule Magdeburg-Stendal, in welchem Umfang sogenannte Präventionsleistungen, wie beispielsweise Impfungen, Krebsfrüherkennung und der Gesundheits-Check-up in der Altersgruppe der über 55-Jährigen in Anspruch genommen werden. Dazu ist ab April 2021 eine großangelegte Einwohnerbefragung in Magdeburg, Halle (Saale), Sangerhausen und Wanzleben-Börde geplant. Ziel ist es, insgesamt 4.000 Personen ab einem Alter von 55 Jahren zu befragen. Die Personen wurden per Zufall von den jeweiligen Einwohnermeldeämtern als Teilnehmende für die Befragung ausgewählt.  Die Ergebnisse sollen dabei helfen, Präventionsangebote weiter zu verbessern sowie deren Inanspruchnahme zum Erhalt von Gesundheit und Lebensqualität zu fördern. Die Studie wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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Karriereweg als Clinician Scientist im Magdeburger Else Kröner-Forschungskolleg

Forschung zu neuartigen Therapien in dem Förderprogramm für junge forschende Ärzt*innen wird ausgebaut

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert hochqualifizierte junge Ärzt*innen, die sich neben ihrer täglichen Klinikarbeit besonders intensiv der anspruchsvollen Aufgabe der Forschung widmen möchten. Auch an der Universitätsmedizin Magdeburg wurde bereits 2014 ein solch innovatives Forschungskolleg etabliert. Dieses wurde nun für die nächsten beiden Jahre thematisch breiter aufgestellt. Unter dem Titel „Krebs und gewebszerstörende Entzündungen – die Rolle des inflammatorischen Mikromilieus“ ermöglicht das Kolleg auch in den kommenden zwei Jahren Forschungszeiten für junge Ärzt*innen. Ziel der Forschung ist die Verbesserung vorhandener und die Entwicklung neuartiger Ansätze in der Therapie von Erkrankungen, die durch Entzündungsprozesse getrieben werden. Dazu zählen sowohl Krebs als auch beispielsweise chronische Neurodegeneration.

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Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerium fördert Ausweitung der „DigiHero“-Studie der Universitätsmedizin Halle mit 150.000 Euro

Die „DigiHero“-Studie der Universitätsmedizin Halle (Saale) wird über Halle hinaus erweitert. Möglich macht das eine Förderung über 150.000 Euro vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt.
„Wir möchten den Radius über die Stadtgrenze hinaus in die Region ausdehnen. Damit können wir auch Vergleichsdaten aus ländlicheren Gebieten generieren und eine entsprechend große Studienpopulation schaffen“, erläutert Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk, Direktor des Instituts für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik, der die Studie leitet. Deswegen sollen nun die Landkreise Mansfeld-Südharz, Burgenlandkreis und Saalekreis in die Studie einbezogen und etwa 200.000 Haushalte angeschrieben werden.

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Kontroversen in der Uro-Onkologie - Wegweisend auch im Zeitalter digitaler urologischer Fortbildung

Das deutschlandweit sehr gut bekannte interdisziplinäre Symposium „Kontroversen in der Uro-Onkologie“ ging am 29. und 30. Januar 2021 bereits in die 9. Runde. Aufgrund der aktuellen Situation wurde sie als das erste große urologische Hybrid-Meeting mit über 500 Teilnehmern für 2021 in Magdeburg unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Martin Schostak geplant. Die erneute Verlängerung des bundesweiten Lockdowns und das damit verbundene Verbot von Präsenzveranstaltungen erforderte eine kurzfristige Umplanung des Formats. Das für seine innovativen medizinischen Fortbildungsveranstaltungen bekannte Unternehmen THINK WIRED! aus Hamburg richtete in kurzer Zeit ein komplettes Produktionsstudio ein, in dem alle Vorträge im Vorfeld bereits aufgezeichnet wurden, so dass während der „Sendung“ der Fokus auf die Live-Diskussion der Fallbeispiele, das minutiöse Zeitmanagement und den technisch komplett störungsfreien Ablauf gerichtet werden konnte – mit großem Erfolg, es gab am Ende keine zeitliche Verzögerung bei über 60 technisch einwandfrei abgelaufenen Vorträgen!

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