Prof. Dr. med. Walther Matzel: zum 100. Geburtstag

Prof. Dr. med. Walther Matzel
Prof. Dr. med. Walther Matzel

Dr. med. Werner Wurbs aus Landsberg hat zum 100. Geburtstag von Professor Dr. med. habil. Walther Matzel eine Laudatio in Form eines Briefes verfasst, die allen Kollegen, die in der Lungenklinik Halle-Dölau zu seiner Zeit tätig waren, zugesandt wurde und im Folgenden  nachzulesen ist.

Ein hervorragender Arzt und ausgezeichneter Lehrer

Liebe Kolleginnen und Kollegen der ehemaligen Lungenklinik Halle-Dölau, anlässlich des 100. Geburtstages unseres hochgeschätzten Chefarztes Professor Walther Matzel, am 23. Februar 2021, ist es mir als langjähriger ehemaliger ärztlicher Mitarbeiter ein echtes Bedürfnis, an ihn zu erinnern und ihn zu würdigen.

Aus Thüringen stammend, studierte Prof. Matzel während des Krieges von 1940-1945 Humanmedizin in Berlin, Danzig, Marburg, Wien, Breslau und Hamburg. Er arbeitete als Landarztassistent und danach in der Tuberkuloseheilstätte „Albrechtshaus/Harz“. Hier entstand gewiss seine Zuneigung zur Lungenheilkunde. Prof. Matzel promovierte 1949 in dieser Fachdisziplin und nahm seine Tätigkeit in der I. Medizinischen Klinik der Universität Halle-Wittenberg unter seinem Lehrer Professor Cobet auf. In dieser Klinik wurde die erste Tuberkulosestation an einer deutschen Universität eingerichtet.

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Jahresrückblick Innere Medizin am 9. Januar 2021

apl Prof. Gernot Keyßer
apl Prof. Gernot Keyßer

Ungeachtet der Corona-Pandemie entwickelte sich die Innere Medizin auch im Jahr 2020 mit großen Schritten weiter. In allen Schwerpunkten gab es richtungsweisende Publikationen. Aus gegebenem Anlass fand der traditionelle Jahresrückblick des Department für Innere Medizin der Universitätsklinik Halle (Saale) diesmal online statt – was das Teilnehmerinteresse nicht minderte.

Für die Rheumatologie berichtete apl. Prof. G. Keyßer über neue Erkenntnisse zur Entstehung der rheumatoiden Arthritis (RA). Aus den Daten der Nurses‘ Health Study, einer Langzeitbeobachtung von über 150 000 Frauen, wurde erkennbar, dass eine Fehlernährung mit hohem Anteil an rotem Fleisch, Softdrinks und gesättigten Fetten maßgeblich zur Entstehung der RA beiträgt, auch Übergewicht steigert das Erkrankungsrisiko [1].

Neu zugelassen wurde 2020 ein vierter Januskinase-(JAK)-Inhibitor, das Filgotinib. JAK-Inhibitoren und Biologika werden als gleichwertige Optionen empfohlen, wenn die Erstlinientherapie mit Methotrexat nicht zur Krankheitskontrolle führt [2]. Studiendaten zeigen jedoch für alle zugelassenen JAK-Inhibitoren eine etwas höhere Wirksamkeit als das Biologikum Adalimumab.

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Laudatio zum 75. Geburtstag Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Johannes Schubert aus Halle (Saale)

Die Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie hat als operatives Fachgebiet Wurzeln in der Zahn- und Humanmedizin. Sie reicht mit ihren Teilgebieten wie der plastischen und kraniofazialen Chirurgie heute weit über die Anfänge einer Verknüpfung von operativem Vorgehen und zahnärztlicher Prothetik sowie Kieferorthopädie für Traumatologie, Spaltträgerbehandlung und Onkologie hinaus. Eine frei zugängliche Videoreihe auf der Homepage der DGMKG demonstriert diese Entwicklung. Professor Schubert war in Halle zu Zeiten der Wiedervereinigung ein herausragender Vertreter dieses Fachgebietes mit ostdeutschen Wurzeln.

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Die Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie lädt in Kooperation mit dem Onkologischen Zentrum des Universitätsklinikums Magdeburg A. ö. R. zur folgenden interdisziplinären Schmerzkonferenz ein:

26.04.2021 Dr. A. Drust, Arzt und Apotheker, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie Magdeburg

„Pharmakologische Interaktionen bei Opioidtherapie“
Ort: Schmerzambulanz/Hs. 39 | Zeit: 15.00 Uhr

Anmeldung erwünscht unter: Tel.: 0391/6713-350, Fax: 0391/6713-971

Die Konferenz wird von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt für die Erlangung des Fortbildungszertifikates mit 3 Punkten gewertet.

Überregionales Shuntreferenzzentrum am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara wird um Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie erweitert

Interdisziplinäre angiologische und radiologische interventionelle Versorgung einer AV-Shuntstenose im Hybrid-OP.
Interdisziplinäre angiologische und radiologische interventionelle Versorgung einer AV-Shuntstenose im Hybrid-OP (Foto: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara/Andrea Bergert)

Das seit Dezember 2019 zertifizierte überregionale und bisher einzige Shuntreferenzzentrum in Sachsen-Anhalt am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale) wird nun um die neu gegründete Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie erweitert. Hierdurch erwachsen weitere innovative Möglichkeiten der interventionellen Behandlung Shunt-assoziierter oder zentralvenöser Stenosen.

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